vergrößernverkleinern
Stephon Marbury erzielte in 12 Jahren NBA im Schnitt 19,7 Punkte und gab 7,8 Assists © getty

Die New York Knicks schließen mit dem Thema Stephon Marbury ab. Doch auch ohne den Troublemaker warten die Knicks auf Erfolge.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Die Fans zahlen Unsummen für eine Saisonkarte im Madison Square Garden, um die New York Knicks spielen zu sehen, auch wenn es in den vergangenen Jahren nicht immer ein Vergnügen war.

Doch im "Big Apple" gibt es sogar eine Person, die erhält richtig viel Geld dafür, um bei den Partien der "Knickerbockers" in der berühmtesten aller Sportarenen zu sitzen - und das auch noch direkt auf der Spielerbank.

Stephon Marbury, vor einem Jahr noch Spielgestalter der Knicks, erhält satte 21,9 Millionen Dollar, nur fürs Zuschauen.

Nur das Beste fürs Team

Denn der 31-Jährige, im Januar 2005 aus Phoenix nach New York geholt, spielt in den Planungen von Coach Mike D'Antoni keine Rolle.

Ihn zu traden, zu entlassen oder aus seinem Vertrag herauszukaufen, wollen die Knicks jedoch auch nicht. "Die Sache ist erledigt", sagt D'Antoni. Einzig bei einer Verletzung könnte er sich einen Einsatz von Marbury im Team vorstellen, führte er aus.

Warum das Management um Team-Präsident Donnie Walsh das Enfant terrible nicht entlässt oder aus dem Vertrag herauskauft, ist logisch: Sie müssten ihm den Rest des Gehalts - der Vertrag läuft nach der Saison aus - weiterhin zahlen, im schlechtesten Falle heuert Marbury bei einem Team in der gleichen Division an und fügt den Knicks empfindliche Niederlagen zu.

Zudem zählt Marburys Gehalt, selbst wenn er einen neuen Klub gefunden hat, gegen das Salary Cap, das die Knicks bereits überschreiten.

"Es geht hier um immense Summen", meint D'Antoni. "Wir werden das tun, was das Beste für das Team ist."

Sehnsucht nach Larry Brown

Für Marbury bedeutet dies, dass er weiterhin fürs Nichtstun jede Menge Geld einsteckt. "Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt", sagt er. "Das Einzige, was ich im Moment tun kann, ist zusehen und aus der Situation lernen."

Nach den letzten beiden Spielzeiten unter Isiah Thomas, mit dem er sich überwarf, sehnt sich "Starbury" sogar seinen ehemaligen Trainer Larry Brown zurück.

Muss erwähnt werden, dass er sich mit dem jetzigen Coach der Charlotte Bobcats damals ebenfalls anlegte? Das Ergebnis des Kleinkriegs zwischen dem damaligen Starspieler und dem Trainer führte zu Browns Entlassung nach der Saison.

"Wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke, muss ich sagen, dass ich Larry Brown irgendwie mochte", gesteht Marbury. "Im Moment denke ich mir: 'Ich wünschte der Typ wäre jetzt hier und würde mich auf Vordermann bringen.'"

In der Nacht auf Donnerstag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES ) kommt es für ihn zum Wiedersehen mit seinem "Wunschtrainer". Auch wenn Marbury dann wieder nur auf der Spielerbank Platz nehmen wird. Hier geht es weiter zum zweiten Teil >>

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel