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Stammplatz in Zivil: Marbury auf der Ersatzbank neben David Lee und Eddie Curry © getty

Die New York Knicks schließen mit dem Thema Stephon Marbury ab. Doch auch ohne den Troublemaker warten die Knicks auf Erfolge.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Das Rätselraten um die Zukunft von Stephon Marbury in New York ist beendet. Es gibt keine.

Doch auch ohne den Spielmacher und unter dem neuen Coach Mike D'Antoni läuft es für die New York Knicks nicht besser als unter dessen Vorvorgänger Brown.

Zwar gewannen die Knicks die Auftaktpartie mit 120:115 gegen die Miami Heat, anschließend war die Initialzündung durch den Trainerwechsel bereits wieder verpufft. In Philadelphia ging New York mit 87:116 ebenso unter wie gegen die Milwaukee Bucks beim noch schmeichelhaft erscheinenden 86:94.

Langeweile statt Run-and-Gun

D'Antoni schiebt es auf die fehlende Umsetzung von Begeisterung und Arbeitsaufwand auf dem Platz. Ausgerechnet diese Attribute waren es jedoch, die seine Arbeit mit den Phoenix Suns auszeichnete.

"Wir attackieren erst dann, wenn die Situation bereits aussichtslos ist, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive", mäkelt der Coach.

Von seiner Basketballshow durch Run-and-Gun-Basketball - wie die Zuschauer es in Arizona zu sehen bekamen - fehlt in New York jede Spur.

Die Fans sind von dem derzeitigen Stil der Knicks so genervt, dass sogar schon Fangesänge für die Rückkehr von Marbury angestimmt wurden, wenn auch nur vereinzelt.

Guards enttäuschen

Marburys Nachfolger auf der Aufbauposition, Neuzugang Chris Duhon, wusste sowohl gegen Philadelphia (5 Punkte) mit einer Trefferquote von 1 aus 8 ebenso wenig zu überzeugen wie gegen Milwaukee, als er in 34 Minuten sechs Zähler und drei Assists erzielte.

D'Antoni setzt bei den Guards trotz allem weiter auf sein Trio Duhon, Jamal Crawford und Nate Robinson. Crawfords Leistung gegen die Bucks ünterbot sogar die von Duhon, als er mit 0 von 6 aus dem Feld und einem einzigen Punkt völlig versagte.

Fehler geben Hoffnung

Einziger Lichtblick ist derzeit Nate Robinson, auch wenn auf die Ausbeute des 24-Jährigen von 14 Punkten durch fünf Turnover ein schlechtes Licht fiel.

"Nate macht Fehler, da gibt es keine Zweifel", gesteht D'Antoni ein, "aber verdammt das nicht, er setzt sich hart ein."

"Mir kommt es so vor, je mehr Fehler wir begehen, desto besser spielen wir", führt er weiter aus, "denn dann attackieren wir wenigstens."

Für die zahlenden Zuschauer im Madison Square Garden ist das ein schwacher Trost.

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