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Joakim Noah (r.) wurde 2007 von den Chicago Bulls an 9. Stelle gedraftet © getty

Der Bulls-Center punktet wie nie, leistet sich aber in der Overtime einen Fehler. Phoenix wendet per Alley-Oop eine Pleite ab.

Von Hardy Heuer

München - Die Boston Celtics wissen so langsam wie es geht (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Gegen die Chicago Bulls mussten sie beim 110:105 (49:38, 96:96)-Erfolg zum zweiten Mal in Folge in die Verlängerung.

Und erneut gingen die Celtics als Sieger hervor 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

"Wir haben viele wertvolle Erfahrungen in diesen Overtimes gemacht, welche großartig waren", erklärte Forward Paul Pierce, der mit zehn Punkten und sieben Rebounds einen seiner schwächeren Tage erwischte.

Garnett entscheidet Partie

Bester Celtics-Akteur war an diesem Abend Kevin Garnett. Der Power Forward entschied in der Verlängerung die Partie, als er 14 Sekunden vor Schluss Joakim Noah bei dessen Korbversuch von hinten den Ball weg schlug.

"Ich hatte einen bösen Ballverlust kurz vor Ende. Ich darf in dieser Situation nicht den Ball verlieren", stellte Noah, der mit 26 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double erzielte, klar.

Der Bulls-Center, dessen 26 Zähler Karriere-Bestleistung waren, verpasste dadurch, Chicago auf einen Zähler heranzubringen.

Boston verschenkt Führung

Im dritten Viertel sah es bereits nach einem klaren Sieg für die Celtics aus, als sie mit 16 Punkten in Front lagen.

Doch die Bulls kamen 21 Sekunden vor dem Viertel-Ende nach einem Layup von Luol Deng (20 Punkte, sechs Rebounds) auf sechs Punkte ran.

5:43 vor Ende des vierten Viertels ging Chicago durch einen Dreier von C.J. Watson sogar mit 82:81 in Führung.

Deng rettet Bulls in Overtime

Doch die Celtics legten erneut einen Zahn zu und brachten sich mit sechs Punkten wieder nach vorne.

Schließlich war es Deng, der mit zwei Dreiern, letzterer 67 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, die Bulls in die Overtime rettete.

Bei den Celtics, die ihr viertes Spiele in Folge gewannen, ging Spielmacher Rajon Rondo mit einer Fußverletzung in die Partie und kam auf zehn Zähler und "nur" elf Assists. In den ersten fünf Partien erzielte er immer mehr als 16.

Thibodeau kehrt zurück

Bulls-Coach Tom Thibodeau konnte die Pleite nicht verhindern, dabei weiß er nur zu gut, wie man die Celtics schlagen kann - besonders in der Verlängerung.

In den Playoffs 2009 agierte er als Assistent von Bostons Trainer Doc Rivers, als die Celtics gegen die Bulls sechsmal in die Overtime mussten.

"Ich weiß, dass sie viele Waffen haben. Sie sind erfahren, wissen was sie zu tun haben und sind sehr schwer zu bewachen", meinte der Rookie-Coach der Bulls.

Phoenix Suns - Memphis Grizzlies 123:118 (45:55, 99:99, 109:109)

Die Phoenix Suns hatten gegen die Memphis Grizzlies sogar einen noch längeren Abend.

Beim 123:118 (45:55, 99:99)-Heimsieg über die Grizzlies mussten die Suns in die zweifache Overtime.

Gay patzt

Zum Pechvogel der Grizzlies wurde Forward Rudy Gay (26 Punkte, vier Rebounds), der 1,1 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit einen seiner beiden Freiwürfe vergab.

Nutznießer war Jason Richardson, der auf 38 Zähler und acht Rebounds kam. Der Shooting Guard der Suns brachte die Suns mit einem Alley-Oop in die Verlängerung.

Der Pass kam von Grant Hill, der den Ball bei einem Einwurf Richtung Korb geworfen hatte.

Richardson überwältigt

"Ich habe so etwas in meinem Leben noch nicht gemacht", erklärte Richardson.

"Das war eine verrückte Wende. Sie dachten, dass sie bereits gewonnen haben. Ich glaube die Basketball-Götter waren auf unserer Seite."

"Grant hat einen klasse Pass gespielt", lobte Richardson zudem den Vorlagengeber.

Denver Nuggets - Los Angeles Clippers 111:104 (53:54)

Dank einer starken Vorstellung von Carmelo Anthony haben die Denver Nuggets einen 111:104 (53:54)-Heimsieg eingefahren.

Nachdem der Small Forward sich die letzten Tage mit Ellenbogenproblemen herumschlagen musste, war er an diesem Abend mit 30 Punkten Topscorer der Partie und steuerte zudem sechs Assists und fünf Rebounds bei.

Reservist Al Harrington erzielte starke 18 Punkte und schnappte sich acht Rebounds. Für die Clippers, bei denen Blake Griffin mit 26 Zählern und zehn Rebounds bester Spieler auf dem Parkett war, war es die fünfte Niederlage im sechsten Spiel.

Chris Kaman kam in 35 Minuten Spielzeit auf zehn Punkte und acht Rebounds.

Los Angeles Lakers - Toronto Raptors 108:103 (55:58)

Der Stadt-Rivale, die Los Angeles Lakers, gewann derweil auch sein sechstes Spiel.

Gegen die Toronto Raptors gab es einen knappen 108:103 (55:58)-Erfolg im heimischen Staples Center.

Raptors stark unter dem Korb

Dabei verpassten es die Lakers allerdings, den Sack frühzeitig zuzumachen. In der Defensive ließen sie die Raptors viel zu häufig gewähren.

Die Rebound-Statistik geht mit 49:31 klar an das Team aus Kanada.

"Ich glaube, dass es ganz gut für unser Team war heute mit Bedrängnis konfrontiert zu werden", meinte Lakers-Coach Phil Jackson.

Pau Gasol ragte mit 30 Punkten und sieben Rebounds bei den Lakers heraus. Kobe Bryant kam auf 23 Zähler und sechs Assists.

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