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Der Würzburger Dirk Nowitzki (l.) wurde in der Saison 2006/07 zum MVP gewählt © getty

Bittere Heimpleite für Dallas: Gegen Denver leisten sich die Mavericks zu viele Fehler. Besonders Nowitzki hat große Probleme.

Von Hardy Heuer

München - Rick Carlisle, Trainer der Dallas Mavericks, kündigte bereits vor der Partie gegen die Denver Nuggets an, dass es schwer sei, in einer so kurzen Zeit zweimal gegen den gleichen Gegner zu gewinnen.

Er sollte mit seiner Einschätzung Recht behalten (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Am vergangenen Mittwoch haben die Mavericks noch mal Glück gehabt und mit einem Zähler Vorsprung bei den Nuggets gewonnen (102:101). Gestern Abend revanchierten sich die Nuggets und fügten den Mavs eine 103:92 (53:52)-Heimpleite zu 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

Zu viele Ballverluste

Dirk Nowitzki, der in der vorigen Partie noch mit dem persönlichen Saisonrekord von 35 Punkten glänzte, erwischte mit 23 Zählern und sechs Rebounds einen eher mäßigen Abend.

Zudem leistete sich der Würzburger sieben Ballverluste. Im letzten Viertel erzielte er keinen einzigen Punkt. Insgesamt handelten sich die Mavs 21 Turnovers ein.

"Wir sind nicht in die Saison gegangen, um erst einmal zu sehen, was so passiert. Das funktioniert nicht. Wir müssen von Beginn an Gas geben und dürfen nicht nachlassen", wetterte Nowitzki nach der zweiten Saison- und Heimniederlage seiner Mannschaft in der noch jungen Spielzeit.

"Wir haben nun eine Menge Heimspiele vor der Brust und können uns damit ein gutes Polster für die zweite Hälfte der Saison schaffen. Denn da müssen wir überwiegend auswärts antreten", fuhr er fort.

Double-Double von Butler

"Das war fahrlässig", erklärte Shooting Guard Jason Terry, der mit 26 Punkten Topscorer der Mavericks war: "Es war nicht nur eine Person, es war die ganze Mannschaft."

Dallas' Small Forward Caron Butler verbuchte mit 13 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double.

Bereits im ersten Viertel leisteten sich die Mavs sechs Ballverluste. Nach der ersten Hälfte lagen sie bei zehn.

Nuggets stark von außen

Doch nicht nur die Schwächen der Mavericks waren an diesem Abend entscheidend.

Besonders die überragende Dreierquote der Nuggets von 61,9 Prozent war am Ende ausschlaggebend. Denver versenkte 13 seiner 21 Versuche.

Zum Vergleich: Dallas kam bei den Dreiern nur auf eine Quote von 26,7 Prozent. Auch Nowitzki wurde im Vergleich zur vergangenen Partie viel besser verteidigt.

Nowitzki streng bewacht

"Im ersten Spiel haben wir Dirk zu oft eins gegen eins spielen lassen", erklärte Denvers Carmelo Anthony, der mit 27 Punkten und fünf Rebounds bester Akteur war und alle seine vier Dreierversuche verwandelte.

Spielmacher Chauncey Billups traf drei seiner vier Dreier von außen und kam am Ende auf 18 Zähler.

In der zweiten Hälfte war es meist Al Harrington (14 Punkte, acht Rebounds), der sich um Nowitzki kümmerte. "Dirkules" wurde auch immer wieder von den Nuggets gedoppelt und konnte sich nicht so entfalten wie im Spiel zuvor.

"Wir wollten in der Zone aktiver sein und freie Würfe bekommen", erklärte Anthony die vorgenommene Marschroute.

Denver eilt davon

Trotz der vielen Fehler gingen die Mavs mit einem 79:79 in das letzte Viertel und hatten alle Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden.

Dennoch eilten ihnen die Nuggets davon. 7:22 Minuten vor Spielende brachte Harrington Denver mit 91:83 in Front. Diesen Rückstand konnten die Mavs nicht mehr einholen.

Lob von Carlisle

"Sie sind mit ihren Wurffähigkeiten ein einzigartiges Team", lobte Carlisle den Gast aus Denver. "Es war eine große Kehrtwende gegenüber dem letzten Spiel."

Bei den Nuggets kamen mit Harrington, J.R.Smith (elf Punkte) und Ty Lawson (zehn Punkte) drei Reservisten auf eine zweistellige Punktzahl.

Bei den Mavs hatte nur noch Shawn Marion mit zwölf Punkten eine zweistellige Punkteausbeute.

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