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Pau Gasol (r.) spielt seit Februar 2008 für die Los Angeles Lakers © getty

Gegen Portland überlässt Lakers-Star Bryant Teamkollege Gasol das Rampenlicht. Nash brilliert bei der ersten Hawks-Niederlage.

Von Marcus Giebel

München - Für die Los Angeles Lakers war das siebte Saisonspiel in der NBA kaum mehr als ein Schaulaufen am späten Sonntagabend.

Das Ergebnis von 121:96 drückt die Überlegenheit des Titelverteidigers nur unwesentlich aus, zu deutlich war der Unterschied zu den hoffnungslos überforderten Portland Trail Blazers.

Schon zur Pause war das Aufeinandertreffen im Staples Center entschieden, die Lakers gingen mit einer 24-Punkte-Führung in die Kabine. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Auch danach fanden die Gäste kein Mittel, Portlands Brandon Roy wurde von Ron Artest aus dem Spiel genommen und kam nur auf acht Zähler.

Schwache Wurfquote bei Bryant

So lobte Kobe Bryant seine Mitspieler: "Wir spielen sehr gut zusammen und sind ein tief besetztes und selbstloses Team. Das kommt dann dabei heraus."

Die "Black Mamba" selbst erwischte nicht den besten Tag und traf nur drei seiner 13 Versuche aus dem Feld für zwölf Punkte. 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei)

Dafür sprang ein anderer in die Bresche: Pau Gasol, der schon 3:10 Minuten vor Ende des dritten Viertels sein viertes Triple-Double der Karriere perfekt gemacht hatte.

"Wir haben schon so viele Spiele absolviert, aber wir wachsen immer weiter zusammen", freute sich der Spanier, der letztlich auf 20 Punkte, 14 Rebounds und 10 Assists kam.

Noch vier Siege bis zum Startrekord

Die Lakers jagen nun ihren Startrekord aus dem Jahr 1997, als die ersten elf Spiele gewonnen wurden.

Den Trail Blazers blieb hingegen nur die Erkenntnis, dass der Gegner eine Nummer zu groß war - und das nicht nur wegen Gasol.

"Lamar Odom ist ein All-Star", erkannte Portland-Coach Nate McMillan an. Der 31-Jährige sammelte zwölf Rebounds und steuerte 21 Zähler (11 von 16) zum Sieg bei.

Nash legt 15-mal auf

Im Gegensatz zu den Lakers haben die Atlanta Hawks den Nimbus der Unbesiegbarkeit im Heimspiel gegen die Phoenix Suns verloren.

Trotz 34 Zählern von Joe Johnson und eines gut aufgelegten Al Horford (30 Punkte, 13 von 16 Feldwürfe erfolgreich) hieß es am Ende 114:118 aus der Sicht der Gastgeber.

Das lag nicht zuletzt an Steve Nash, der nicht nur 19 Punkte erzielte, sondern auch 15 Assists verteilte.

Suns schenken klare Führung her

Der Kanadier wusste den Erfolg aber einzuordnen: "Es wird noch einen oder zwei Monate dauern, bis wir wissen, wo wir wirklich stehen."

Zumal die Suns eine zwischenzeitlich deutliche Führung von 18 Punkten im Schlussabschnitt fast wieder herschenkten. Viermal glichen die Hawks aus, doch in Führung gingen sie nicht mehr.

Celtics trotz Sieg nicht zufrieden

Auch die Boston Celtics hätten beim 92:83 bei den Oklahoma City Thunder beinahe alles wieder verspielt.

22 Zähler lag das Team von Coach Doc Rivers schon vorne, ehe die Gastgeber bis auf 67:73 herankamen.

Trotz des starken Weltmeister-Duos Kevin Durant (34 Punkte) und Russell Westbrook (16 Zähler, zehn Assists) konnten die Thunder die dritte Saisonniederlage aber nicht mehr verhindern.

Dennoch ging Rivers mit seinen Spielern hart ins Gericht: "In dieser Liga kann jedes Team eine hohe Führung abgeben. Aber nicht so, wie wir es getan haben."

Bankspieler erzielen 33 Punkte

Gerettet wurden die Celtics von ihren Bankspielern, die 33 Punkte erzielten, während die Würfe der Stars Ray Allen, Paul Pierce und Kevin Garnett zu selten den Weg in den Korb fanden.

So dankte auch Pierce den Akteuren, die sonst oft in seinem Schatten stehen: "Die Bankspieler hatten die nötige Gelassenheit. Der Trainer hat ihnen das Vertrauen geschenkt."

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