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Dirk Nowitzki (r.) spielt seit 1998 bei den Dallas Mavericks © getty

Mit gestutzten Haaren ist Dirk Nowitzki "zurück auf MVP-Niveau". Der Franke lässt Kevin Garnett zweimal alt aussehen.

Von Barnabas Szöcs

München - Dirk Nowitzki war diesmal ein wirklich schlechter Gastgeber.

Der deutsche Superstar beendete beim packenden 89:87 (50:40)-Heimsieg seiner Mavericks gegen Boston mit seiner überragenden Leistung gleich zwei Serien der Celtics jäh.(DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Denn das mit ihren Superstars angereiste Team um Paul Pierce, Kevin Garnett und Rajon Rondo hatte die letzten drei Partien in Dallas allesamt gewonnen.

Was für die Celtics noch viel schmerzlicher sein dürfte, ist die Tatsache, dass ihre Serie von fünf Siegen in Folge nun in Texas ein Ende gefunden hat.

Traumstart dank Kidd und Nowitzki

Dirk Nowitzki war das ziemlich egal.

Während der biblische Samson ohne seine langen Haare alle Kraft verlor, schien es beim Würzburg andersherum zu sein:

Mit neuer Kurzhaarfrisur legte der Power Forward der Mavs von Beginn an furios los, landete im Zusammenspiel mit Guard Jason Kidd sehenswerte Körbe.

Haare gestutzt, Niveau zurück

"Dirk hat sich die Haare geschnitten", resümierte Mitspieler Jason Terry, der mit 17 Punkten zweitbester Werfer der Texaner nach Nowitzki war. "Er ist zurück auf seinem MVP-Niveau. Heute konnte ihn keiner halten", lobte Terry den Deutschen, der insgesamt 41 Minuten auf dem Platz und stand und 25 Punkte erzielte.

Am Abend zuvor - noch mit blonder Mähne - war Nowitzki im Schlussviertel leer ausgegangen. Diesmal verbuchte er in den letzten zwölf Minuten zehn Zähler - darunter den entscheidenden Sprungwurf gegen zwei Verteidiger 17 Sekunden vor Schluss.

Double-Doubles für Garnett und Rondo

Nachdem Nowitzki die Mavs knapp zwei Minuten vor der Halbzeit aus der Mitteldistanz mit 50:36 in Front geworfen hatte, drehten die Gäste allerdings das Blatt.

Paul Pierce, der am Ende hinter Nowitzki mit 24 Punkten zweitbester Werfer des Abends war, führte sein Team wieder ran. Kevin Garnett steuerte 18 Punkte bei, es waren aber seine 15 Rebounds, die das dritte Viertel zugunsten der Celtics entschieden.

Vor Beginn des letzten Viertels hatten die Celtics neun Punkte aufgeholt, besonders durch Spielmacher Rajon Rondo, dem neben elf Punkten insgesamt 15 Assists gelangen.

Garnett kommt zu spät

Die Schlussphase geriet zum spannenden Krimi. Zwei Minuten vor Ende der Partie lag Boston 87:82 in Front, als Nowitzki mit einer Attacke zum Korb auf drei Punkte verkürzte.

Der Gleichstand durch einen Drei-Punkte-Wurf von Terry kam sechzig Sekunden vor dem Ende der Partie.

Nachdem Pierce für die Celtics vergab, schlug die Stunde von Nowitzki. Jason Kidd legte den Ball zu "Dirkules", der mit seiner finalen Aktion Glen Davis und den hinzueilenden Garnett vernaschte und Dallas den Sieg brachte.

Boston bekommt zwei letzte Chancen

Im Gegenzug vergab Rondo freistehend einen Dreier. Doch Dallas versäumte es, den Defensivrebound zu sichern.

Durch ein Foul unterbrach Jason Terry drei Sekunden vor Schluss die Angriffaktion der Gäste, und Boston musste von der Seite einwerfen: Ein gelungener Schachzug Terrys.

Denn Garnett scheiterte mit seinem Wurf über Chandler und den zum Doppeln hinzugeeilten Nowitzki klar.

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