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Chris Kaman (l.) stand im Frühjahr erstmals im Allstar-Team © getty

Der DBB-Center fällt wochenlang aus. Die Lakers bleiben auf Rekordkurs. Die Pacers gegen Denver spielen ein Fabel-Viertel.

Von Marcus Giebel

München - Es war ein ganz bitterer Abend für Chris Kaman.

Nicht nur, dass der deutsche Nationalspieler mit den Los Angeles Clippers bei den in dieser NBA-Saison weiterhin ungeschlagenen New Orleans Hornets 82:101 verlor.

Zu allem Überfluss verletzte sich Kaman auch noch bei einem Ballverlust gegen Chris Paul am linken Knöchel und stand seinem Team schon frühzeitig nicht mehr zur Verfügung. Die Blessur zwingt den 28-Jährigen zu einer zwei- bis dreiwöchigen Pause.(DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Ohne Kaman, der in 7:20 Minuten auf zwei Punkte und zwei Rebounds kam, hielten die Clippers die Partie in New Orleans lange offen.

Bayless übernimmt für Paul

Doch dann riss ausgerechnet ein Sorgenkind die Hornets mit. Point Guard Jerryd Bayless, der in den vergangenen vier Partien insgesamt lediglich auf vier Punkte kam, markierte diesmal als Bankspieler 15 Punkte und verteilte zudem neun Assists.

In dieser Phase saß All-Star Paul auf der Bank, doch er freute sich mit: "Ich war sehr froh, dass er gut gespielt hat, denn genau das brauchen wir in der Saison."

Paul selbst blieb bei 13 Zählern und acht Assists stehen, womit er drittbester Werfer nach Willie Green (19) und Bayless war.

Clippers mit vielen Turnovers

Clippers-Coach Vinny Del Negro hatte das Übel seines Teams sofort erkannt: "Mit so vielen Turnovers kann man weder zu Hause noch auswärts ein Spiel gewinnen. Da müssen wir uns dringend steigern."310058(DIASHOW: Die 3. NBA-Woche)

Allein Point Guard Eric Bledsoe hatte fünf Ballverluste in der Statistik, Craig Smith und Al-Faroug Aminu jeweils deren vier. Die Clippers bleiben mit nur einem Sieg aus acht Spielen Schlusslicht der Western Conference.

McRoberts verdirbt perfektes Viertel

Das Spiel der Indiana Pacers gegen die Denver Nuggets war zumindest knapp ein Viertel lang perfekt. Im dritten Spielabschnitt trafen die Gastgeber zunächst 20 Würfe und kamen in zwölf Minuten auf sagenhafte 54 Zähler.

Nur drei Teams schafften in einem Viertel jemals mehr Punkte, so war der 144:113-Sieg früh unter Dach und Fach. Dass es nicht zu einem perfekten Viertel reichte, lag an Josh McRoberts, der 1,9 Sekunden vor Ende einen Dreierversuch aus knapp acht Metern neben den Korb setzte.

Später scherzte der 23-Jährige, er hätte besser zu Mike Dunleavy gepasst. Denn dieser war nicht nur mit 31 Punkten bester Scorer der Partie, sondern überragte besonders in besagten zwölf Minuten mit 24 Zählern.

Lawson: "Wie beim NBA Jam"

Fünf Dreier in Folge versenkte der 30-Jährige, zum Ende des Viertels bejubelten die Zuschauer jede seiner Ballberührungen.

So blieb Denvers Ty Lawson nur Galgenhumor: "Ich weiß gar nicht, wie viele Dreier er in Folge getroffen hat. Es war wie beim guten alten NBA Jam", zog er einen Vergleich zum Videospiel.

Pacers-Coach Jim O'Brien betonte nur: "Dieses Viertel wird noch sehr lange in Erinnerung bleiben."

Nuggets-Star Carmelo Anthony würde das Spiel dagegen möglichst schnell aus seinem Gedächtnis verbannen. Der All-Star war völlig neben der Spur, traf nur fünf seiner 15 Versuche aus dem Feld und kam insgesamt auf 13 Punkte.

Artest kritisiert Lakers-Team

Erwartungsgemäß in der Spur blieben die Los Angeles Lakers, die beim 99:94 über die Minnesota Timberwolves jedoch mehr Mühe hatten als gedacht.

Trotz des achten Sieges nacheinander ging daher Ron Artest mit dem Champion ins Gericht: "Wir haben gewonnen, obwohl wir nicht gut gespielt haben, und das ärgert mich."

Immerhin war Verlass auf Kobe Bryant (33 Punkte) und Pau Gasol, dem mit 18 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double gelang.

Love mit Rebound-Rekord

Selbiges konnte auf der anderen Seite Kevin Love von sich behaupten: 23 Punkte und ein Karrierebestwert von 24 Rebounds standen für ihn zu Buche.

So war es auch für ein bisschen verkehrte Welt im Staples Center: "Wir haben wohl unser bestes Saisonspiel abgeliefert."

Entscheidend war das zweite Viertel, das die Lakers mit 32:24 für sich entschieden. Sie jagen weiter ihren Vereinsrekord von elf Startsiegen aus dem Jahr 1997.

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