vergrößernverkleinern
Tony Parker wurde 2003, 2005 und 2007 mit den Spurs Meister © getty

In einer dramatischen Begegnung mit zwei Overtimes zwingt der Point Guard Minnesota beinahe im Alleingang in die Knie.

Von Martin Hoffmann

München - Tony Parker ist verheiratet mit einer verzweifelten Hausfrau, aber im bisherigen Saisonverlauf hatte der Franzose selbst allen Grund zum Verzweifeln.

Der Ehemann von "Desperate Housewives"-Star Eva Longoria hatte mit seinen San Antonio Spurs keines der drei ersten Saisonspiele gewinnen können.

Dass es im vierten Anlauf bei den Minnesota Timberwolves endlich klappte, dafür sorgte Parker nahezu im Alleingang.

Mit unglaublichen 55 Punkten führte der Point Guard den Meister von 2007 zu einem 129:125-Erfolg in der zweiten Overtime.

"Wollte einfach unbedingt gewinnen"

"Ich wollte einfach unbedingt gewinnen. Darum habe ich versucht, alles zu tun, was ich kann", kommentierte Parker seine Performance.

Dabei erzielte Parker nicht nur die meisten Punkte seiner NBA-Karriere, er vergaß auch nicht, die Bälle zu verteilen.

Er sammelte auch zehn Assists - der letzte, der das bei einem so hohen Trefferwert schaffte, war Michael Jordan 1992.

Alles funktionierte

"Heute war einfach so ein Spiel, wo alles funktioniert hat", meinte Parker.

Den deutlichste Beleg für diese These lieferte er am Ende der ersten Verlängerung, als San Antonio trotz Parkers Leistung am Rande der Niederlage stand.

Al Jefferson hatte Minnesota mit 116:114 in Führung gebracht, und es waren nur noch zweieinhalb Sekunden zu spielen als Parker den Ball bekam.

Ein seltenes Lächeln

Aus sechs Meter Entfernung setzte Parker zum Sprungwurf an - und versenkte den "Buzzer-Beater".

Es folgte einer der seltenen Momente, in denen ein Lächeln über das gewöhnlich versteinerte Gesicht Parkers huschte.

In der zweiten Overtime erzielte Parker dann sechs der ersten acht Punkte der Spurs und brachte sein Team damit endgültig auf die Siegerstraße.

Historische Pleitenserie abgewendet

Die Spurs verhinderten mit ihrem Sieg, dass sie das erste Mal in der NBA-Geschichte mit vier Niederlagen in die Saison starteten.

Das letzte Mal war ihnen das 1973 passiert, als sie noch in der Konkurrenzliga ABA auf Korbjagd waren.

Minnesota hat dagegen nun die dritte Niederlage in Folge kassiert, trotz einer ebenfalls starken Leistung von Jefferson, der auf 30 Punkte und 14 Rebounds kam.

Doch an diesem Abend war es eben Parker der alles in den Schatten stellte - und Minnesota zur Verzweiflung trieb.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel