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Baron Davis (l.) von den Clippers im Duell im Lakers-Superstar Kobe Bryant © getty

Chris Kamans L.A. Clippers verlieren auch das zweite Derby gegen die Lakers klar und warten weiterhin auf den ersten Saisonsieg.

Von Martin Hoffmann

München - Die Los Angeles Clippers kommen nicht heraus aus der Frustspirale.

Die Mannschaft des deutschen Nationalspielers Chris Kaman hat auch das zweite Stadt-Derby gegen die Lakers klar verloren und damit die fünfte zweistellige Niederlage im fünften Spiel kassiert.

Die Lakers siegten mit 106:88 dank einer 22:0-Serie im letzten Viertel, in der die Clippers dem Lokalrivalen nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

Dabei sah es lange Zeit eigentlich gar nicht schlecht für Kaman und Co. aus.

Davis' fünfte Foul als Knackpunkt

Die Clippers führten nach dem ersten wie auch nach dem zweiten Viertel und im Schlussdurchgang stand es 88:88, als der Knackpunkt kam.

Spielmacher Baron Davis beging sein fünftes Foul und wurde zur Sicherheit zeitweise vom Feld genommen - und ohne ihn brach die Offensive der Clippers zusammen.

"Wir sind danach ziemlich stagniert", formulierte Kaman es noch vorsichtig.

Lakers-Offensive nicht überragend

Dabei waren die Lakers im Angriff selbst nicht überragend. Aus dem Feld trafen sie auch im entscheidenden Schlussviertel nicht mehr als die Hälfte ihrer Würfe.

Aber weil die Clippers oft foulten, bekam ihr Gegner im letzten Durchgang 22 Freiwürfe, von denen er 17 verwandelte.

Es fehlt an der Kondition

"Die Fouls waren offensichtlich ein Faktor", bekannte Kaman. Sein Coach Mike Dunleavy machte aber auch konditionelle Schwächen als Problem aus: "Sobald wir unsere Jungs in Form kriegen, werden wir auch Spiele gewinnen."

Fraglich, ob es damit schon in der Nacht zum Samstag gegen die Houston Rockets (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) etwas werden kann.

Die Lakers, bei denen Kobe Bryant 27 Punkte sammelte, haben dagegen endgültig einen Lauf: Es war ihr vierter Triumph beim vierten Auftritt.

Detroit siegt ohne Iverson

Ungeschlagen blieben auch die Detroit Pistons mit einem 100:93 bei den Toronto Raptors - und das ohne Neuzugang Allen Iverson.

"The Answer" war nach dem Mega-Trade mit Denver noch zum Zuschauen verdammt, da der zu den Nuggets getauschte Chauncey Billups seinen Medizin-Check noch nicht beendet hatte.

In Iversons Abwesenheit überzeugte dafür Tayshaun Prince als bester Scorer mit 27 Punkten, 16 davon im zweiten Viertel.

Anthony kann Obama-Versprechen nicht halten

Denver erwischte dagegen einen schlechten Start in die Post-Iverson-Ära.

Bei den Golden State Warriors setzte es eine 101:111-Pleite. Denvers Carmelo Anthony konnte dabei ein Versprechen, dass er vor dem Spiel abgegeben hatte, nicht einhalten.

Aus Freude über die Wahl von Barack Obama wollte er 44 Punkte werfen - in Anspielung darauf, dass Obama 44. US-Präsident wird. Am Ende reichte es jedoch "nur" zu 29 Zählern.

Stoudemire kratzt am eigenen Rekord

Ohne es vorher versprochen zu haben, übertraf dafür Phoenix' Amare Stoudemire die 44-Punkte-Marke.

Mit 49-Zählern beim 113:103-Erfolg über die Indiana Pacers verpasste er in Indianapolis nur knapp seinen Karriere-Bestwert von 50 Punkten.

Dabei schien es am Ende des Spiels, als hätte er ihn geknackt, doch sein ursprünglich verzeichneter Wert von 51 wurde hinterher noch nach unten korrigiert.

Ein Dunking von Boris Diaw war Stoudemire versehentlich zugeschrieben worden.

Auch James setzt Ausrufezeichen

Ein Ausrufezeichen setzte auch Superstar LeBron James.

Der Top-Scorer der vergangenen Saison kam beim 107:93-Sieg seiner Cleveland Cavaliers gegen die Chicago Bulls auf 41 Punkte - seine beste Saisonleistung bislang.

Celtics siegen dank famoser Abwehr

In guter Verfassung präsentiert sich weiter auch Titelverteidiger Boston: Im fünften Saisonspiel feierten die Celtics bei Oklahoma City Thunder den vierten Sieg.

Besonders überzeugte bei dem 96:83-Erfolg die Defensive, die im ersten Viertel zwar 29, in den beiden Durchgängen darauf aber insgesamt nur 26 Punkte zuließ.

Bei der Abwehrleistung mussten sich die Stars in der Offensive nicht allzu sehr strecken: Paul Pierce war mit 20 Punkten bester Werfer vor Ray Allen mit 18.

Weitere Ergebnisse:

Sacramento Kings - Memphis Grizzlies 100:95Utah Jazz - Portland Trail Blazers 103:96Cleveland Cavaliers - Chicago Bulls 107:93Milwaukee Bucks - Washington Wizards 112:104 n.V.New Orleans Hornets - Atlanta Hawks 79:87Miami Heat - Philadelphia 76ers 106:83

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