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John Wall wurde als bester Spieler der Summer League ausgezeichnet © getty

Washingtons Nummer-eins-Pick schafft gegen Houston das erste Triple-Double seiner Karriere. Auch ein Problemkind glänzt.

Von Martin Hoffmann

München - Earvin "Magic" Johnson saß im Publikum, als die Washington Wizards die Houston Rockets empfingen.

Und was die Lakers-Legende dort erlebte, war die Show eines jungen Mannes mit den Anlagen, einmal ein ähnlich Großer zu werden.

Rookie John Wall, mit großen Vorschusslorbeeren bedachter Nummer-eins-Pick des diesjährigen Drafts, bestätigte beim 98:91-Sieg gegen die Houston Rockets sein Ausnahmetalent (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

In seinem erst sechsten NBA-Spiel schaffte der Point Guard bereits sein erstes Triple-Double: 19 Punkte, 13 Assists, 10 Rebounds310058(DIASHOW: NBA-Woche drei).

Nur zwei waren jünger

Nur zwei NBA-Spieler in der Geschichte waren bei ihrem ersten Triple-Double jünger als der 20 Jahre und 65 Tage alte Wall: LeBron James und Lamar Odom.

Und nur vier brauchten weniger Spiele, um Besagtes zu schaffen, unter ihnen Oscar Robertson und eben Magic Johnson, die beiden All-Time-Leader in Sachen Triple-Doubles.

Vergleichsgrößen, die eine Ahnung vermitteln, was von Johnathan Hildred Wall, Jr. aus Raleigh, North Carolina noch zu erwarten ist.

"Du willst dasselbe erreichen"

Zu seiner Ambition, Magic Johnson nachzueifern, bekannte sich Wall - der auch noch sechs Steals vollbrachte - nach dem Spiel auch offen:

"Er ist eine Legende, ein Hall-of-Famer, einer, zu dem man aufschaut. Er hat Titel gewonnen, und er hatte den 'Showtime'-Faktor in sich", meinte Wall über den prominenten Zuschauer:

"Du willst dieselben Ziele erreichen - aber auf deine eigene, elegante Art und Weise."

So elegant wie bei Walls spektakulärster Aktion des Spiels: Einem einhändig verwandelten Alley-Oop auf Vorlage von Gilbert Arenas.

Yao Ming wieder verletzt

Walls großer Tag war gleichbedeutend mit der sechsten Niederlage im siebten Saisonspiel für die Rockets.

Schlimmer noch: Ihr Star-Center Yao Ming hat sich wieder einmal verletzt.

Der Chinese musste im ersten Viertel mit einer Sehnenzerrung am linken Bein vom Feld.

Demselben Bein, das Yao die ganze vergangene Saison außer Gefecht gesetzt hatte. Diesmal handelt es sich allerdings um eine Blessur am Knöchel, die nicht unmittelbar mit dem Ermüdungsbruch zu tun hat.

Glanzstück von Beasley

Härtester Konkurrent Walls um den inoffiziellen Titel Star des Spieltags war Minnesotas Michael Beasley.

Der Nummer-zwei-Pick des Jahres 2008, durch diverse Drogengeschichten aufgefallen und von den Miami Heat fortgeschickt, legte bei den Sacramento Kings das stärkste Spiel seiner Laufbahn hin.

Beim 98:89-Sieg kam der Forward auf satte 42 Punkte - und sammelte dazu auch neun Rebounds.

Erneute Aufholjagd der Jazz

Als Mannschaft glänzten derweil einmal mehr die Utah Jazz.

Nach dem spektakulären Sieg bei den Miami Heat hat das Team aus Salt Lake City auch die fünf Spiele lange Erfolgsserie der Orlando Magic gestoppt.

Auch bei Dwight Howard und Co. gab es eine Aufholjagd der Jazz, die zwischenzeitlich 18 Punkte zurücklagen, am Ende aber 104:94 gewannen.

Top-Scorer waren Deron Williams mit 30 und Paul Millsap mit 23 Punkten.

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