vergrößernverkleinern
In den vergangenen beiden NBA-Saisons wurde LeBron James (r.) zum MVP gewählt © getty

Auch zu Hause unterliegen die Heat den Celtics. Scharfschütze Allen läuft heiß, James kratzt am Triple-Double, Wade versagt.

Von Barnabas Szöcs

München - Es sollte die Revanche für die 80:88-Niederlage zur Saisoneröffnung in Boston werden.

Stattdessen bezogen die Miami Heat erneut eine Schlappe gegen die Celtics - diesmal zu Hause.

Damit sind die Altmeister von der Ostküste auf dem Weg, ein Angstgegner der Startruppe aus Florida zu werden.

Als die 107:112 (46:61)-Niederlage in der heimischen American Airlines Arena besiegelt war, mussten sich LeBron James und Co. eingestehen, die Partie aufgrund der ersten Hälfte verloren zu haben. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Bis auf drei Punkte heran

Mit ihrem siebten Sieg im neunten Spiel fügten Paul Pierce, Ray Allen und Co. den Heat bereits die vierte Klatsche der noch jungen NBA-Saison zu, noch dazu die zweite Heimpleite in Folge.

Da halfen weder die 35 Punkte, zehn Rebounds und neun Assists des MVP James, noch der 12:4-Lauf, der die Gastgeber kurz vor Schluss bis auf 107:110 heranbrachte.

Die Celtics kamen eindeutig besser in die Partie und hielten ihren Vorsprung bis zum Schluss. Eine Führung der Hausherren ließen die Gäste nie zu. 310058(DIASHOW: NBA-Woche drei)

Allen wie in alten Tagen

Besonders der entfesselt aufspielende Ray Allen brannte sich schmerzhaft ins Gedächtnis der "Miami Thrice" ein.

Der Guard, den seine Mitspieler ständig suchten und auch fanden, kam nach furioser Leistung am Ende auf 35 Punkte - so viele wie seit April 2009 nicht mehr.

Dabei traf er die ersten sieben seiner neun Drei-Punkte-Würfe und versetzte den Heat damit letztlich den Genickbruch.

"D-Wade" neben der Spur

Celtics-Coach Doc Rivers lobte aber nicht nur seinen Matchwinner: "Ray war unglaublich. Aber alle haben ihren Job erledigt."

Erkenntnisse und Lehren gab es für Miamis Coach Erik Spoelstra genug.

Noch immer steckt viel Sand im Getriebe der Heat, dem neu zusammengewürfelten Titelanwärter um Dwayne Wade, Chris Bosh und "King James" fehlt die Abstimmung.

Bosh (15 Punkte, sieben Rebounds) lieferte noch passable Werte, "D-Wade" enttäuschte dagegen komplett.

Er traf nur zwei seiner zwölf Wurfversuche, leistete sich sechs Turnovers und verbuchte mit acht Punkten und einem Rebound jeweils so wenig wie nie in dieser Saison.

Rondo seziert die Heat-Abwehr

Der Shooting Guard brachte es nach der Partie auf den Punkt: "Wir haben eine Menge Arbeit vor uns."

Besonders in der Defensive Miamis hakt es gewaltig: "Darüber ist momentan niemand glücklich. Aber nur wir können das verbessern", so Spoelstra.

Wie leicht es ist, machte etwa ein kinderleicht wirkender Angriff von Bostons Rajon Rondo deutlich, bei dem der flinke Guard völlig unbewacht zum Korbleger kam, und so zwei seiner insgesamt acht Punkte machte.

Mit seinen 16 Assists bewies Rondo dabei erneut seine Fähigkeiten als Spielmacher und hatte auf alle Spielzüge der Gastgeber eine entsprechende Antwort.

Bosh beschwichtigt

Power Forward Bosh versuchte nach dem Abrutschen auf den fünften Platz im Osten dennoch die Wogen zu glätten: "Es gibt keinen Grund um frustriert zu sein. Es sind erst neun Partien absolviert und noch können wir keinen perfekten Basketball. Ich denke, am Ende werden wir dort sein, wo wir sein wollten."

Als nächstes Team reisen die schwach gestarteten Toronto Raptors nach Miami.

Wohl ein idealer Gegner, um sich nach der missglückten Revanche gegen Boston spielerisch zu verbessern.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel