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LeBron james wechselte 2010 von den Cleveland Cavaliers nach Miami © getty

Miami meldet sich gegen Toronto zurück, Chris Bosh schreit sein Ex-Team wach. LeBron James ärgert sich über die Presse.

Von Michael Spandern

München - Beinahe hätte sich Chris Bosh das Wiedersehen mit den Toronto Raptors gänzlich verdorben, brachte Miamis 109:100 (63:50)-Sieg aber zumindest in Gefahr. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Der zu den Heat gewechselte All-Star, ohnehin wegen Foulproblemen kürzer als gewohnt auf dem Feld, schraubte zwar mit einem Dunking im dritten Viertel den Vorsprung der Gastgeber auf 73:55.

Doch mit seinem anschließenden Schrei hauchte er den Raptors neues Leben ein. 310058(DIASHOW: NBA-Woche drei)

Trotz des anschließenden 16:3-Laufs der Kanadier, die im Schlussabschnitt sogar auf 87:91 herankamen, meldeten sich "Miami Thrice" nach zuletzt zwei Schlappen zurück.

Wade und James reißen das Heft an sich

Dwyane Wade (31 Punkte, 8 Rebounds) und LeBron James (23 Punkte, 11 Assists) holten die Kohlen aus dem Feuer, waren beim entscheidenden 12:2-Zwischenspurt zum 103:89 an allen Körben beteiligt.

"Wir beide gehören zu den Besten, wenn es darum geht, Spielzüge durchzuführen", stellte Wade fest.

Die Heat, bei denen Center-Oldie Zydrunas Ilgauskas für Joel Anthony in die Startfünf rückte, lagen während des ganzen Spiels nie zurück und bereits nach rund sieben Minuten mit 22:12 vorn, als James Jones den ersten seiner drei Dreier verwandelt hatte.

Bargnani bester Raptor

Bosh-Backup Udonis Haslem schaffte mit zehn Punkten und zehn Rebounds wie zwei Tage zuvor bei der Heimpleite gegen Boston ein Double-Double.

Miami schloss mit dem sechsten Sieg im zehnten Saisonspiel in der Southeast-Division zu den zweitplatzierten Atlanta Hawks auf.

Bei den Gästen, die mit zwei Siegen und nun acht Niederlagen am Ende der Eastern Conference bleiben, ragten der Italiener Andrea Bargnani mit 22 Punkten und neun Rebounds sowie Youngster DeMar DeRozan mit 21 Zählern heraus.

Toronto "aus dem Weg geräumt"

Bosh, der seine ersten sieben NBA-Jahre für Toronto gespielt hatte, handelte sich im ersten und dritten Viertel jeweils zwei schnelle Fouls ein.

Am Ende kam der Power Forward auf zwölf Punkte, da er lediglich 22 Minuten zum Einsatz kam. "Ich bin froh, dass wir diese Hürde aus dem Weg geräumt haben", sagte Bosh.

Dessen Einsatzzeit war allerdings nach der Partie viel weniger Gesprächsthema als die von MVP James. Der hatte nach dem Boston-Spiel nämlich beim Blick auf den Statistikbogen angesichts seiner 44 Minuten Trainerkritik gemeckert: "Zu viel".

James' Einsatzzeitkritik lässt Spoelstra kalt

Nun bereute der Superstar seine Worte und äußerte Verständnis für NFL-Profi Randy Moss, der sich unlängst einen Maulkorb der Presse gegenüber auferlegt hatte.

"Die Aussage wurde aufgeblasen und aus dem Zusammenhang gerissen", beschwerte sich James. "Ständig werden mir die Worte im Mund umgedreht." Letztlich habe er lesen müssen, dass er Erik Spoelstra einen schlechten Trainer genannt hätte.

Den ließ die ganze Diskussion relativ kalt. Er gestand ein, dass er gar nicht mehr hingeschaut habe, ob James vielleicht eine Pause wolle - schließlich sei das Spiel gegen die Celtics so heiß umkämpft gewesen. Und er betonte: "Wir liegen auf einer Wellenlänge, was seine Spielzeit anbelangt."

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