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Shaquille O'Neal (l.) wechselte 2010 von den Cleveland Cavaliers nach Boston © getty

Die Celtics siegen nach Overtime, Shaq blüht auf. Orlando siegt in letzter Minute, weil ein Freiwurf-Versager trifft.

Von Barnabas Szöcs

München - Die Boston Celtics haben ihre Auswärts-Tournee von vier Spielen mit dem dritten Sieg beendet.

Bei den Memphis Grizzlies kam das Team von Coach Doc Rivers zu einem hart erkämpften 116:110 (99:99, 54:49)-Erfolg nach Verlängerung.

Die Gäste landeten den achten Sieg im zehnten Spiel - und behielten auch im dritten Overtime-Match die Oberhand. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nach dem Spiel zog Rivers ein durchaus gemischtes Fazit: "Wir hatten gute Würfe in der Offensive. Aber ich ärgere mich, dass Memphis in der Schlussminute zwei Mal nacheinander zum Punkten gekommen ist."

Gay erzwingt die Overtime

Seine Verärgerung war verständlich. Denn die angesprochenen Würfe von Rudy Gay aus mittlerer Distanz zwangen die Celtics trotz zwischenzeitlichem Elf-Punkte-Vorsprung noch in die Verlängerung.

In der Verlängerung zog Boston mit sieben Punkten, darunter ein Dreier von Ray Allen, schnell davon und besiegelte die sechste Niederlage der Grizzlies im zehnten Spiel.

Bostons Small Forward Paul Pierce hatte mit 28 Punkten und vier Assists großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft. Zudem verwandelte der 33-Jährige in der Verlängerung vier Freiwürfe.

O'Neal blüht auf

Auch für Bostons Shaquille O'Neal, der 22 Minuten spielte, wie auch Kevin Garnett 18 Punkte erzielte und damit erstmals seit dem Wechsel aus Cleveland aufblühte, war die Zitterpartie selbstverschuldet.

"Wir haben sie wieder ins Spiel zurückkommen lassen. Dass dies unser letztes Spiel nach einer anstrengenden Auswärts-Tour ist, darf als Entschuldigung nicht gelten. Wir haben sie wieder ins Spiel gebracht."

Mit 22 Punkten war Forward Rudy Gay bester Werfer seiner Grizzlies. Zach Randolph kam auf 21 Zähler.

Nelson erst nervös, dann artistisch

Auch Orlando feierte einen knappen Auswärtssieg. Bei den New Jersey Nets endete die Begegnung mit 91:90 (52:51) für die Magic. 310058(DIASHOW: NBA-Woche drei)

Das Team aus Florida feierte damit den sechsten Sieg im neunten Spiel und liegt damit in der Southeast Division weiterhin vor den Miami Heat.

Matchwinner der Partie war Orlandos Spielmacher Jameer Nelson. 19 Sekunden vor Schluss vergab der Guard beim Spielstand von 89:90 aus Sicht seiner Mannschaft zwei Freiwürfe.

Doch nur 15 Sekunden später kam Nelson wieder an den Ball, um mit einem Wurf in Schräglage über Center Brook Lopez den knappen Sieg der Magic zu sichern.

Double-Double von Howard

"Ich habe uns quasi in diese Situation gebracht, da ich beide Freiwürfe vergeben habe. Das musste ich irgendwie wieder ausbügeln", sagte der 28-Jährige (13 Punkte) nach der Partie.

Mit dem knappen Sieg beendete Orlando seine kleine Negativserie von zwei Niederlagen in Folge.

Magic-Center Dwight Howard gelang mit 16 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double. Ihm folgte Power Forward Brandon Brass mit 14 Zählern und acht Abprallern.

Bester Werfer der Partie war New Jerseys Devin Harris. Doch trotz seiner 26 Punkte und acht Assists konnte der Point Guard die sechste Niederlage der Nets im neunten Spiel nicht verhindern.

Belinelli mit guter Dreier-Quote

Das Team der Stunde bleiben weiterhin die New Orleans Hornets.

Mit dem deutlichen 107:87 (48:35)-Heimsieg über die Portland Trail Blazers gelang den defensivstarken Hornissen von Coach Jeff Bower bereits der achte Sieg im achten Spiel.

"Wir arbeiten hart und bereiten uns gut auf jedes Spiel vor. Heute konnten wir unseren Defensiv-Plan von Anfang bis Ende umsetzen", sagte Power Forward David West über das Spiel.

Hornets-Guard Marco Belinelli traf vier seiner sechs Dreierversuche und kam wie auch David West auf 18 Punkte. Mit 13 Assists und elf Punkten gelang Chris Paul ein Double-Double.

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