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Dirk Nowitzki ist mittlerweile neunmaliger NBA-All-Star © getty

Im Endspurt bringen die Mavs New Orleans die erste Saisonpleite bei. Nowitzki glänzt. Rick Carlisles Risiko zahlt sich aus.

Von Eric Böhm

München - Auch das letzte ungeschlagene Team der NBA hat nun seine erste Niederlage kassiert.

Die New Orleans Hornets verloren bei Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks mit 95:98 (52:47) und konnten ihren Teamrekord - noch nie war ein Hornets-Team besser in eine Saison gestartet - von acht Siegen hintereinander nicht ausbauen.

Nowitzki zeigte mit 25 Punkten und zehn Rebounds eine herausragende Leistung. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bereits in der Nacht zum Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) kommt es zum Rückspiel in New Orleans.

Terry am Schluss zur Stelle

Bei den Mavericks kam Jason Terry erneut von der Bank und war mit 26 Zählern nicht nur der Topscorer des Spiels, sondern brachte die Mavs in der letzten Minute auch zweimal in Führung.

"Jet" traf 34 Sekunden vor Schluss dann auch den letztlich entscheidenden Wurf zum 97:95. Dabei kam der Shooting Guard nur schwer in die Partie und traf lediglich zwei seiner ersten elf Würfe. "Ich habe einige offene Würfe verpasst, aber ich bin ein Shooter und werfe weiter", sagte Terry.

Tyson Chandler (sieben Punkte, fünf Rebounds) bot gegen sein Ex-Team eine unauffällige Vorstellung.

Wechselbad für Dallas

Dabei erlebten die Fans im American Airlines Center ein echtes Wechselbad der Gefühle.313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Denn die Mavs lagen nach dem ersten Viertel ständig zurück und leisteten sich jede Menge Fahrkarten.

Im dritten Viertel führte New Orleans bereits mit elf Punkten, doch Terry verwandelte drei Dreier in Serie und brachte sein Team auf 75:78 heran, dann folgten allerdings drei Ballverluste.

Lediglich Nowitzki hielt Dallas mit seiner konstanten Vorstellung in Reichweite.

Carlisle findet den Schlüssel

Im letzten Abschnitt stellte Head Coach Rick Carlisle auf eine Formation mit drei Guards um und fand damit den Schlüssel zum Erfolg.

Denn jetzt wachte auch Jason Kidd (16 Punkte, sechs Assists) auf und traf urplötzlich von draußen. So konnten die Mavs einen Zehn-Punkte-Rückstand aufholen und das Spiel doch noch gewinnen.

"Es war ein Versuch das Spiel besser unter Kontrolle zu bekommen. Es ist natürlich ein Risiko mit vielen kleinen Spielern zu agieren, aber das Team hat die Aufgabe sehr gut gelöst", zeigte sich Carlisle am Ende zufrieden.

Paul mit Foulproblemen

Die Hornets begannen dagegen stark und führten zur Pause mit fünf Punkten. Chris Paul traf acht seiner elf Versuche aus dem Feld und hatte bereits 20 Zähler auf dem Konto.

Im dritten Viertel kassierte der Aufbauspieler allerdings sein viertes Foul und musste ausgewechselt werden. "Auf der Bank kannst du nichts tun. Die Fouls sind mein Fehler. Ich kann nicht erwarten, dass die Schiedsrichter nicht pfeifen", erklärte Paul zerknirscht.

Die Gastgeber stellten sich aber auch besser auf Paul ein und gestatteten ihm im zweiten Durchgang lediglich zwei Zähler.

"So ist das Spiel. Er schenkt dir in der ersten Hälfte 20 Punkte ein, dann musst du irgendetwas ändern", sagte Hornets-Coach Monty Williams.

Statistik spricht für Hornets

New Orleans hakte die Niederlage relativ schnell ab und bekommt bereits am Mittwoch die Gelegenheit zur Revanche in der heimischen New Orleans Arena.

Außerdem ist die Statistik auf Seiten der Hornets. Das Team, das als letztes seine erste Niederlage kassiert hatte, erreichte in den letzten drei Jahren jeweils die NBA-Finals.

Diesen Trend wollen die Mavericks aber in diesem Jahr stoppen, schließlich spielen beide Teams in der gleichen Conference.

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