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Kevin Durant (r.) wurde 2008 zum Rookie des Jahres der NBA gewählt © getty

Kevin Durant führt seine Thunder zum Sieg und stoppt die Serie der Jazz. Die Magic bleiben Spitze und Charlotte feiert Premiere.

Von Eric Böhm

München - Kevin Durant hat mal wieder unter Beweis gestellt, dass er das komplette Repertoire eines NBA-Superstars besitzt.

Beim 115:108 (58:56) seiner Oklahoma City Thunder bei den Utah Jazz zeigte der 22-Jährige seine gesamte Bandbreite. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die spektakulären Dunkings sind wohl jedem Basketball-Fan spätestens seit der Weltmeisterschaft bekannt, gegen Utah gaben aber die traumhafte Sicherheit von der Freiwurlinie und das Engagement in der Verteidigung den Ausschlag.

Das mussten auch die Gastgeber anerkennen und verpassten ihren sechsten Comeback-Sieg in Serie.

Durant behält die Nerven

Nach schwachem Beginn kämpften sich die Thunder in die Partie und führten im dritten Spielabschnitt bereits mit 15 Punkten, ehe Utah noch einmal herankam.

In den letzten fünf Spielen hatten die Jazz jeweils einen zweistelligen Rückstand in Siege verwandelt. Diesmal reichte es allerdings nicht zur Wende. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Das lag vor allem an Durant (insgesamt 30 Punkte), der die Nerven behielt und all seine 16 Freiwürfe traf. Außerdem holte er in der Schlussminute die entscheidenden Rebounds.

"Wir brauchten diesen Sieg nach der bitteren Niederlage gegen die Spurs unbedingt", zeigte sich der Matchwinner erleichtert. Jeff Greens Ersatzmann Serge Ibaka überzeugte mit 22 Zählern und elf Rebounds.

Jazz defensivschwach

Die Jazz haderten vor allem mit ihrer eigenen Verteidigung.

"Wenn man sich anschaut, dass sie im zweiten und dritten Viertel 31 respektive 35 Punkte machen. Dann deutet das auf unsere schwache Defensivleistung hin", sagte Spielmacher Deron Williams, der mit 31 Punkten und elf Assists eine herausragende Vorstellung bot.

Verteidigungsspezialist Raja Bell, der mit einer Leistenverletzung passen musste, konnte von Rookie Gordon Hayward nicht gleichwertig ersetzt werden.

Magic dominieren Memphis

Die Orlando Magic kennen solche Probleme nicht.

Der Spitzenreiter der Southeast Division verteidigte seine Position mit einem 89:72 (47:34)-Erfolg gegen die Memphis Grizzlies.

Memphis erzielte vor dieser Partie immerhin im Schnitt 104 Punkte pro Partie, kam aber mit der "magischen" Verteidigung nicht zurecht. Marc Gasol erzielte 14 Zähler.

"Wir sind ein Defensivteam. Das ist unsere Identität", sagte Guard Quentin Richardson.

Der zweimalige Verteidiger des Jahres spielt da sicher auch eine Rolle. Dwight Howard steuerte sein übliches Double-Double (18 Punkte/14 Rebounds) sowie zwei Blocks bei.

Premiere für die Bobcats

Auch in Charlotte gab es Grund zum feiern. Larry Browns Bobcats feierten mit dem 113:110 (60:60) gegen Minnesota ihren ersten Heimsieg der Saison.

Gerald Wallace sorgte mit seinen 26 Zählern für gute Laune bei Besitzer Michael Jordan.

Die Timberwolves bleiben dagegen auf dem letzten Platz der Northeast Division, dürfen aber jetzt immerhin gegen die Clippers antreten.

Suns kommen zurück

Die Phoenix Suns holten gegen die Denver Nuggets einen 15-Punkte-Rückstand auf und feierten ihren dritten Sieg hintereinander.

Beim 100:94 (46:58) gelangen Hakim Warrick 21 Punkte von der Bank. Denvers Superstar Carmelo Anthony traf lediglich sieben seiner 19 Versuche aus dem Feld und verbuchte 20 Zähler.

Clippers verlieren ohne Kaman

Ohne Chris Kaman holten sich die Los Angeles Clippers bereits ihre zehnte Saisonniederlage ab. Die 30 Punkte von Eric Gordon konnten die 96:110 (44:55)-Heimpleite nicht verhindern.

Der deutsche Nationalspieler fällt mit seiner Knöchelverletzung noch mindestens zwei Wochen aus.

Golden State wahrt dagegen seine weiße Weste vor heimischem Publikum. Das 101:97 (65:42) gegen Detroit war bereits der fünfte Heimerfolg der Warriors.

Topscorer Monta Ellis steuerte 27 Punkte bei. Dabei machten die Pistons beinahe einen 32-Punkte-Defizit wett.

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