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Carmelo Anthony erzielte 2008 gegen Minnesota 33 Punkte in nur einem Viertel © getty

Carmelo Anthony führt seine Nuggets zum Sieg gegen die New York Knicks. Chicago kommt in Schwung und "Agent Zero" ist zurück.

Von Eric Böhm

München - Ausgerechnet Carmelo Anthony hat die New York Knicks tiefer in die Krise gestürzt.

Der Superstar der Denver Nuggets erzielte bei dem 120:118 (61:54)-Triumph 26 Punkte und sollte sich einen Wechsel in den "Big Apple", der immer wieder kolportiert wird, vielleicht doch noch mal überlegen.

Denn gegen die Knicks ist er regelmäßig in Topform. In den letzten vier Spielen gegen New York erzielte Anthony im Schnitt fast 37 Punkte.

Die Knicks treten dagegen auch nach der Runderneuerung des Kaders auf der Stelle und kassierten bereits die sechste Niederlage hintereinander. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vom Depp zum Held

Dabei hätte Anthony durch seine Unbeherrschtheiten das Spiel fast noch aus der Hand gegeben.

Drei Minuten vor dem Ende leistete er sich zwei dumme Fouls und schenkte den Knicks den 109:109-Ausgleich. Nachdem New York zwischenzeitlich bereits mit 16 Punkten zurückgelegen hatte.

Allerdings verwandelte der Forward Sekunden vor Schluss die entscheidenden Freiwürfe und sicherte den Nuggets ihren sechsten Saisonsieg.

"Ich bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben", wollte sich "Melo" nicht zu den Wechselgerüchten äußern.

D'Antoni unter Druck

Dabei könnten die Knicks Anthony wirklich gut gebrauchen. Denn Coach D'Antoni steht nach der sechsten Pleite schon ziemlich unter Druck. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Vor allem von Amare Stoudemire, der nach dem geplatzten Deal mit Lebron James verpflichtet worden war, hatte sich Manager Donnie Walsh einen Qualitätssprung für das gesamte Team versprochen.

Besserung ist trotz des neuzusammengestellten Kaders jedoch nicht eingetreten und die Knicks sind momentan das drittschlechteste Team im Osten.

Neben Stoudemire (24 Zähler) erwies sich gegen Denver Landry Fields als einziger Lichtblick. Der Rookie erzielte mit 21 Punkten und 17 Rebounds ein Double-Double.

Bulls starten durch

Ein anderer erfolgloser Lebron-Jäger kommt dagegen in Schwung. Den Chicago Bulls gelang mit dem 95:92 (49:41) bei den Houston Rockets der dritte Sieg in Serie.

Dabei erlebte das Team aus der "Windy City" ein echtes Wechselbad der Gefühle.

Nach einem starken zweiten Viertel gingen die Gäste mit einer scheinbar sicheren Führung in die zweite Hälfte, ehe Spielmacher Derrick Rose wegen Foulproblemen auf die Bank musste.

Die Rockets zogen auf 71:63 davon, doch Rose kam zurück und führte das Bulls-Comeback mit 17 seiner insgesamt 33 Punkte an. Für Houston markierte der Argentinier Luis Scola starke 27 Zähler.

Portland siegt ohne Roy

Die Portland Trailblazers bezwangen ohne ihren Topscorer Brandon Roy die Memphis Grizzlies mit 100:99 (45:51).

Wesley Matthews sprang mit 30 Punkten für Roy in die Bresche und Andre Miller erzielte 21 Sekunden vor dem Ende die letztlich entscheidenden Punkte. Rudy Gay (Memphis) gelangen 20 Zähler.

"Agent Zero" ist zurück

Auch die Wizards vermissten mit Super-Rookie John Wall einen wichtigen Spieler. Dennoch gewann Washington gegen die Toronto Raptors verdient mit 109:94 (54:47).

Dabei meldete sich Gilbert Arenas eindrucksvoll in der Startformation zurück.

"Agent Zero" kam auf 20 Punkte, sieben Rebound und sechs Assists. Die Raptors verloren bereits zum neunten Mal in den letzten elf Partien.

Hawks schlagen die Pacers

Die Atlanta Hawks feierten dagegen ihren fünften Auswärtssieg der noch jungen Saison.

Beim 102:92 (50:49) gegen die Indiana Pacers ragte Josh Smith (25 Zähler, acht Rebounds) heraus. Die Gastgeber bleiben damit auf Platz acht der Eastern Conference.

Das Double-Double von Roy Hibbert (18 Punkte und 15 Rebounds) half da auch nicht.

"Sixers" verlieren erneut

Die Philadelphia 76ers verlängerten ihre Negativserie auf vier Spiele. Gegen die Cleveland Cavaliers gab es ein 93:101 (54:54).

Rookie Evan Turner kam zwar auf 16 Zähler, traf aber auch lediglich vier seiner 13 Würfe aus dem Feld. Bei den Cavs machte Reservist Daniel Gibson (18 Punkte und acht Assists) ein überragendes Spiel.

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