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Power Forward Dirk Nowitzki (r.) spielt seit 1998 für die Dallas Mavericks in der NBA © getty

Spitzenreiter New Orleans gelingt die Revanche gegen Dallas. Aggressor David West macht Topscorer Nowitzki zur tragischen Figur.

Von Barnabas Szöcs

München - Dirk Nowitzki war die tragische Figur des Abends.

Sein Ballverlust zwei Sekunden vor Ende der Partie besiegelte die 97:99 (42:52)-Niederlage der Dallas Mavericks bei den New Orleans Hornets. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Beim Stand von 97:98 aus Sicht der Mavericks und zwei Sekunden auf der Uhr spitzelte Power Forward David West dem Deutschen den Ball beim Dribbling aus der Hand und vereitelte so die letzte Chance der Gäste auf einen Sieg.

Nach der Partie teilte West auch verbal gegen Nowitzki aus und höhnte: "Er dachte wohl, er könne hier alles machen was er will. Solch ein Auftreten wollte ich ihm nicht erlauben."

Hornets gelingt die Revanche

Für die Überraschungsmannschaft der Hornets war der Erfolg über die Mavericks bereits der neunte Sieg im zehnten Spiel.

Ihre einzige Niederlage der Saison kassierten die "Hornissen" aus New Orleans vor zwei Tagen ausgerechnet in Dallas. Die Revanche ist damit geglückt.

Den besseren Start ins die Begegnung hatten allerdings die Mavericks, die sich bereits nach dem ersten Viertel einen Vorsprung von acht Punkten erarbeiteten.

Dirk Nowitzki, der am Ende als bester Akteur auf dem Feld 29 Punkte und neun Rebounds verbucht hatte, hatte großen Anteil an der 52:42-Führung seiner Mannschaft zur Halbzeit.

Doch im dritten Viertel drehte sich der Spielverlauf, als sich die Hornets auf ihre starke Defensive besannen und die Mavericks zu zehn ihrer insgesamt 15 Ballverluste zwangen. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Paul und Okafor mit Double-Double

Bezeichnend: New Orleans machte aus den 15 Ballverlusten der Gäste insgesamt 23 Punkte, während die Mavs aus zehn Turnovers der Hornets nur sechs Punkte machten.

Zudem gelang den Gastgebern im vorletzten Viertel eine Serie von 13:0 Punkten.

Bester Werfer der siegreichen Hornets war Point Guard Chris Paul, dem mit 20 Punkten und elf Assists ebenso ein Double-Double gelang wie seinem Center Emaka Okafor, der 13 Punkte und zehn Rebounds holte.

Bei dem Mavericks kam Jason Terry als zweitbester Werfer nach Nowitzki auf 16 Punkte.

David West gelingt der entscheidene Steal

Im letzten Viertel leistete sich Dirk Nowitzki knappe neun Minuten vor Ende gegen David West sein fünftes Foul und musste danach ? zum Leidwesen der Mavericks ? wesentlich zurückhaltender agieren.

West, der gegen Nowitzki schon in den Playoffs 2008 aggressiv und handgreiflich wurde, schrie den Deutschen nach dem Foul lautstark an und musste von seinen Kameraden zurück gehalten werden.

"Es gibt Spannungen zwischen uns, weil wir seit Jahren in der selben Division gegeneinander spielen", sagte der All-Star von 2008 und 2009, der wegen seiner 17 Punkte und dem Steal gegen Nowitzki der Matchwinner war.

Für den Ballverlust Nowitzkis gab sich Mavericks-Coach Rick Carlisle die Schuld.

"Der letzte Spielzug geht auf meine Kappe. Ich übernehme die Verantwortung, denn ich habe Dirk in eine schlechte Lage gebracht."

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