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Guard Russell Westbrook (r.) spielt seit 2008 bei Oklahoma City Thunder © getty

Auch ohne Durant siegt Oklahoma City in Boston. Tim Duncan bricht in Utah den Rekord des "Admirals". West sticht wieder zu.

Von Barnabas Szöcs

München - Oklahoma City kann auch ohne seinen besten Schützen gewinnen.

Beim 89:84 (49:46)-Sieg bei den Boston Celtics fehlte dem Team von Coach Scott Brooks Topscorer Kevin Durant. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Wegen einer Sprunggelenksverletzung musste der Small Forward, mit einem Schnitt von 28,0 Punkten pro Spiel Spitzenreiter der NBA, gegen die Celtics pausieren.

Bis zu seiner Verletzung absolvierte der 22-Jährige alle 82 Spiele der letzten Saison sowie die ersten elf der aktuellen Spielzeit.

Westbrook mit 31 Punkten

"Wir sind es nicht gewohnt, unsere Spiele ohne Kevin Durant zu beenden", sagte Forward Thabo Sefolosha nach der Partie.

Neben Durant mussten die Thunder auch auf Forward Jeff Green verzichten, den ebenfalls eine Knöchelblessur zu schaffen macht.

Das Punktesammeln übernahm in eindrucksvoller Manier Point Guard Russel Westbrook.

Mit 31 Zählern, darunter elf von 13 verwandelte Freiwürfe, war Westbrook der Mann des Spiels. Zudem gelangen ihm sechs Assists und vier Rebounds. (STATISTIK: Fünfmal Schampus, einmal Fusel)

"Russell musste in die Bresche springen. Die heutige Leistung sagt viel über unser Team aus. Das gibt einigen Spielern eine Menge Selbstvertrauen", so Sefolosha.

Oklahoma Citys Vorsprung von acht Punkten nach dem dritten Viertel schrumpfte bei noch 60 Sekunden auf der Uhr auf einen Zähler.

Rondo verletzt sich

Doch Russel Westbrook und James Harden, dem zwölf Punkte gelangen, bewiesen Nervenstärke und verwandelten vier bzw. zwei Freiwürfe kurz vor der Sirene.

Kurioserweise gelang keinem der beiden Teams in den letzten neun Minuten des Spiels ein einziger Treffer aus dem Feld.

Der Erfolg in Boston markierte den achten Sieg der Thunder im zwölften Spiel, während die Celtics die dritte Niederlage kassierten.

Bester Werfer bei den Hausherren war Kevin Garnett mit 18 Punkten, gefolgt von Paul Pierce und Rajon Rondo mit jeweils 14 Zählern.

Aufbauspieler Rondo fehlte den Celtics in der Schlussphase. Er musste wegen einer Verletzung das Spiel von der Bank aus verfolgen.

Tim Duncan schreibt Geschichte

Das Spiel in Salt Lake City wird San Antonios Tim Duncan noch lange in Erinnerung behalten.

Beim 94:82 (44:40)-Sieg der Spurs bei den Utah Jazz gelang dem Center ein historischer Meilenstein.

Mit einem scheinbar unbedeutenden Freiwurf erzielte Duncan seinen 20.791. Punkt im Trikot der Spurs und löste damit den "Admiral" David Robinson als San Antonios besten Schützen aller Zeiten ab. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

"Ich habe zunächst einige Sekunden gebraucht, um zu verstehen, warum mir plötzlich alle gratulierten", sagte Duncan, der auf 19 Punkte und 14 Rebounds kam.

Bester Werfer der Begegnung war Teamkamerad Tony Parker, der 24 Punkte und sieben Assists ablieferte.

Point Guard Deron Williams erzielte als bester Jazz-Akteur 23 Zähler.

West macht 34 Zähler gegen Cleveland

Wie die San Antonio Spurs haben auch die New Orleans Hornets bereits ihren zehnten Sieg eingefahren.

Das Überraschungsteam der bisherigen Saison bezwang die Cleveland Cavaliers mit 108:101 (62:43).

Mit 34 Punkten lieferte Davis West bei den "Hornissen" einen persönlichen Saison-Bestwert ab. Mit zusätzlichen elf Rebounds war dem Power Forward, der zwei Tage zuvor Dirk Nowitzki gestoppt und verhöhnt hatte, das Double-Double sicher.

Dieses Kunststück gelang auch Hornets-Guard Chris Paul, der 15 Punkte und zehn Assists beisteuerte.

Zum Ende machten es die Gäste aus New Orleans noch einmal spannend.

Zwanzig Sekunden vor der Schlusssirene hatten die Cavs einen zwischenzeitlichen 20-Punkte-Rückstand im letzen Viertel auf drei Zähler reduziert.

Doch Shooting Guard Marco Belinelli (20 Punkte) und Paul verwandelten die letzten Freiwürfe nervenstark.

"Das war ein großes Spiel für uns", sagte Paul nach dem Erfolg. "Mit unserer aggressiven Verteidigung haben wir letztlich ins Spiel gefunden. Das ist unsere Stärke. Wir haben diese Saison all unsere Spiele dank der Defensive gewonnen."

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