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Rudy Gay (l.) spielt seit 2006 bei den Memphis Grizzlies © getty

Rudy Gay schockt die Heat und fürchtet auch den Erfinder des Spiels nur aus einem Grund. Der MVP stößt zweimal an seine Grenzen.

Von Barnabas Szöcs

München - Mit dem letzten Wurf des Spiels hat Rudy Gay den Miami Heat die fünfte Niederlage der Saison beschert.

Beim 97:95 (43:39) seiner Memphis Grizzlies wäre Matchwinner Gay aber fast zur tragischen Figur geworden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Small Forward verlor fünf Sekunden vor Ende der Partie den Ball und ermöglichte so den 95:95-Ausgleich der Heat durch LeBron James.

Doch mit seinem Buzzer-Beater aus vier Metern ausgerechnet über MVP James brachte Gay Memphis mit der Schlusssirene den fünften Sieg im 14.Spiel.

Matchwinner Gay scherzt nach dem Sieg

"Ich freue mich über die Tatsache, dass ich den letzten Treffer gelandet habe. Doch mein Ballverlust dämpft die Freude etwas", sagte Gay nach dem Spiel.

Der geschlagene James glaubte, den Schützen bereits aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben, als er ihn hauteng bewachte. "Er hat Gay mit allem verfolgt, was er hatte. Gay musste einen sehr schwierigen Wurf nehmen", befand Heat-Coach Eric Spoelstra.

"Selbst wenn James Naismith gegen mich verteidigt hätte, wäre mir das egal", sagte Gay in Anspielung auf den Erfinder des Basketballs.

"Doch das wäre sehr beängstigend, schließlich ist er schon tot", scherzte der Matchwinner.

Dwyane Wade muss zuschauen

Die Gastgeber aus Florida gingen ohne ihren Shooting Guard Dwyane Wade in die Partie, der wegen einer Handgelenksverletzung pausieren musste.

Die Abwesenheit Wades machte sich im ersten Viertel bemerkbar, Miami tat sich im Spielaufbau schwer und musste sehr früh einem Rückstand von acht Punkten hinterher eilen.

Memphis verlagerte das Spiel geschickt auf viele Schultern, mit dem Resultat, dass insgesamt sechs Akteure der Grizzlies zweistellig punkteten.

James bester Schütze des Spiels

Gay steuerte 15 Punkte zum Sieg gegen Miami bei, bester Schütze der Grizzlies war Zach Randolph mit 21 Punkten. Der Power Forward holte zudem 13 Rebounds.

Bei Miami wiederum holten allein drei Akteure 69 der 95 Punkte.

Superstar LeBron James kam als bester Werfer der Heat auf 29 Zähler und lieferte elf Assists. Forward Chris Bosh und Bankspieler Eddie House holten je 20 Punkte.

Den Heat blieb zudem das Verletzungspech treu, als sich eine Minute vor Ende des dritten Viertels Power Forward Udonis Haslem den linken Fuß vertrat und in die Kabine getragen werden musste. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Gay repariert eigenen Fehler

Drei Minuten vor Schluss holte sich Miami durch einen Dreier von LeBron James zum 90:87 die Führung, doch dann legten die Grizzlies eine zweiminütige Drangperiode aufs Feld.

Auch James konnte gegen die starke Phase der Grizzlies nichts machen, eine Minute vor dem Ende blockte Zach Randolph sogar einen Wurf des "King".

"Ich habe LeBron geblockt", freute sich der Forward. "Für mich war das eine der wichtigsten Aktionen des Spiels. Aber nicht so bedeutend wie der letzte Treffer von Rudy. Der Wurf war das Größte."

Es waren nur noch 38 Sekunden zu spielen, als Miamis Chris Bosh einen Dreier von der linken Seite versenkte und die Heat auf zwei Punkte heranbrachte.

Rudy Gays Ballverlust und sein anschließender Siegeswurf waren die letzten Aktionen beim Triumph der Grizzlies.

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