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Pau Gasol erzielt für die Los Angeles Lakers durchschnittlich 22,8 Punkte pro Spiel © getty

Der Forward ist von den Warriors nicht zu stoppen. Bryant überzeugt als "Teilzeitkraft". Die Hornets kämpfen die Kings nieder.

Von Olaf Mehlhose

München - Egal was Pau Gasol versuchte, an diesem Abend klappte einfach alles.

Beim souveränen 117:89 (69:41)-Erfolg über die Golden State Warriors versenkte der Power Forward der Lakers alle seine zehn Würfe aus dem Feld und netzte zusätzlich acht von acht Freiwürfen ein. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Insgesamt steuerte der 30-Jährige 28 Punkte, neun Rebounds, fünf Assists und vier Blocks zum Sieg des amtierenden Champions bei - und das bei gerade mal 30 Minuten Spielzeit.

Das Team von Phil Jackson stellte die Weichen gegen die chancenlosen Warriors bereits in der ersten Hälfte auf Sieg, kurz vor der Pause baute Spielmacher Derek Fisher die Führung mit einem Sprungwurf auf 30 Punkte aus (69:39).

Durch den vierten Erfolg nacheinander steht Los Angeles nun bei einer Bilanz von zwölf Siegen und zwei Niederlagen.

"Big Men" dominieren

Der NBA-Champion zog bereits im ersten Spielabschnitt mit einem 19:7-Lauf davon, von da an kamen die Warriors nie wieder in Reichweite.

In dieser Phase dominierten die Lakers vor allem mit ihren "Big Men" - Warriors-Center Andris Biedrins hatte in der Zone gegen Gasol und Lamar Odom einen schweren Stand.

"Wir haben keine Rebounds bekommen, deshalb sind wir so weit zurückgefallen", erklärte Biedrins: "Sie haben immer wieder eine zweite Chance bekommen."

Lakers-Coach Jackson hatte so die Möglichkeit, seinen Stars eine wohlverdiente Ruhepause zu verschaffen. Kein Spieler der Starting Five stand länger als 30 Minuten auf dem Feld.

Wie Barnes und Barkley

Nach Angaben der Lakers ist Gasol erst der dritte Spieler in der NBA-Geschichte, dem bei mindestens fünf Wurfversuchen aus dem Feld und von der Freiwurflinie mehr als 20 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists gelangen, ohne sich einen Fehlwurf zu leisten.

Die beiden Vorgänger des Spaniers sind Charles Barkley - in der Saison 88/89 - und Matt Barnes, der beim 112:95-Erfolg der Lakers über Minnesota ebenfalls ohne Fehlwurf geblieben war.

"Matt hat zu mir gesagt: 'Willkommen im Klub'", sagte der Power Forward: "Meine Mitspieler haben mich in Korbnähe gut eingesetzt. Ich habe nicht daran gedacht, was Matt gemacht hat, ich habe nur versucht die Würfe reinzumachen."

"Black Mamba" beißt zu

Neben Gasol trumpften beim Meister noch "Teilzeitarbeiter" Kobe Bryant mit 20 Punkten in 27 Minuten, Shannon Brown (17 Zähler) und Odom mit einem Double-Double (15 Punkte, 10 Rebounds) auf 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier).

Bei den Gästen war Forward Dorell Wright mit 16 Punkten erfolgreichster Punktesammler. Golden States Topscorer Monta Ellis kam gerade mal auf fünf Punkte und traf nur zwei seiner zehn Versuche aus dem Feld.

Sacramento Kings - New Orleans Hornets 71:75 (39:39)

Die New Orleans Hornets bleiben in der Erfolgsspur: Durch den 75:71-Erfolg in Sacramento weisen die Hornissen nun eine Bilanz von 11:1 Siegen auf.

Trotz einer katastrophalen Wurfquote von 32 Prozent konnte sich das Team um Chris Paul schließlich doch noch bei den Kings durchsetzen.

Paul traf zwar nur zwei seiner zwölf Würfe aus dem Feld, war aber mit 14 Assists, neun Punkten, sieben Rebounds und fünf Steals dennoch der beste Akteur auf dem Feld.

Topscorer bei den Hornets waren David West (17 Punkte) und Trevor Ariza (16).

Ariza schaltet Evans aus

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als könnte dem Team von Paul Westphal eine Überraschung gelingen.

Vor allem der in München geborene Small Forward Donte Green zeigte mit 15 Punkten und zehn Rebounds eine starke Leistung.

Doch in der entscheidenden Phase gab die Defense der Hornets den Ausschlag - vor allem Tyreke Evans kam gegen Ariza kaum zum Zug und erzielte lediglich neun Punkte.

"Als wir sie brauchten, haben wir keine freien Würfe bekommen", haderte Kings-Coach Westphal: "Es ist schade, wenn du so gut und effektiv spielst wie wir heute Abend und am Ende nicht mit einem Sieg belohnt wirst."

Detroit Pistons - Washington Wizards 115:110 (52:45)

Dank einer starken Leistung von Richard Hamilton feierten die Detroit Pistons einen hart umkämpften 115:110-Overtime-Sieg über die Washington Wizards.

Der 32-jährige Shooting Guard wurde zum Matchwinner, als er 12 seiner 27 Zähler in der Verlängerung erzielte. Forward Charlie Villanueva kam auf 25 Punkte und elf Rebounds.

Bei den Wizards sprang Gilbert Arenas für den am Fuß verletzten John Wall in die Bresche. "Agent Zero" ergatterte 19 Zähler und gab zusätzlich noch 16 Vorlagen.

Erfolgreichste Werfer bei den Wizards waren Andray Blatche und JaVale McGee mit jeweils 20 Punkten.

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