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Dirk Nowitzki erzielte zum 21. Mal in seiner Karriere über 40 Punkte © getty

Die Mavericks tanken vor den anstehenden Knallerspielen Selbstvertrauen. Gegen Detroit ist der deutsche Superstar der überragende Mann.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Dirk Nowitzki vergrub sein Gesicht in seinen Händen, er konnte es einfach nicht glauben.

Niemals, konnte man seinen Lippen ablesen, niemals war das ein Foul.

Doch 1:01 Minuten vor Schluss pfiff Schiedsrichter Leon Wood beim Stand von 86:82 für die Dallas Mavericks gegen die Detroit Pistons zwei Freiwürfe für die Gäste. Richard Hamilton verwandelte beide.

Es hätte eine entscheidende Szene werden können, hätte Nowitzki nicht zwei wichtige Aktionen für seine Mavericks folgen lassen.

Mit einem Offensiv Rebound und zwei verwandelten Freiwürfen führte der deutsche Superstar seinen Klub zum 88:84 (24:17, 14:25, 18:19, 32:23)-Erfolg über die Pistons. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Es war mal wieder Zeit zu gewinnen, und der große Deutsche war heiß", stellte Jason Terry schmunzelnd fest.

Butler bringt den Schwung zurück

Wie heiß Nowitzki war, zeigte sich vor allem im letzten Viertel, in das die Mavericks mit 7 Punkten Rückstand gingen, nachdem sie bereits mit 12 Zählern zurück gelegen hatten.

Der Würzburger erzielte 15 seiner insgesamt 42 Punkte in den letzten 9 Minuten und verwandelte alle seiner 8 Freiwürfe 68216(DIASHOW: Nowitzkis Ü-40-Parties).

Doch der Matchwinner verteilte das Lob auf seine Mitstreiter: "Caron hat uns im letzten Viertel mit seinen Aktionen den Schwung zurückgebracht", sagte Nowitzki. "Und Terry hat am Ende wichtige Würfe getroffen."

Dallas verspielt 14-Punkte-Führung

Die ersten drei Viertel, in den Dallas nur 56 Punkte erzielte und im ersten Viertel eine 14-Punkte-Führung verspielte, waren nicht besonders ansehnlich.

"Es war vom Tempo etwas langsamer", beschrieb es Dallas' Head Coach Rick Carlisle freundlich. "Aber wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen. Es muss nicht immer schön sein."

Ähnlich sah es auch Nowitzki: "Wir mussten uns durch die Partie kämpfen. Das war sicherlich nicht besonders schön anzusehen."

Nowitzki wirft Mavericks in Führung

Das letzte Viertel hingegen bestach durch guten Basketball und erhielt zudem seinen Reiz durch die Spannung. 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf)

Caron Butler erzielte die ersten sieben Punkte der Mavs in den letzten 12 Minuten, und durch einen Dreier von Jason Terry lag Dallas nur mehr mit einem Punkt hinten (66:67), ehe Nowitzki aufdrehte.

Zwei verwandelte Freiwürfe, ein Dreier und dazu ein Treffer aus der Halbdistanz - schon führten die Mavericks mit fünf. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Referee pfeift Nowitzkis Schubser

Aber Detroit ließ nicht locker, blieb immer auf Schlagdistanz und so schien es, als würde Nowitzki noch zum tragischen Helden werden, als der Schiedsrichter einen Schubser Nowitzkis erkannte.

Doch Nowitzki grämte sich nicht.

Zwar setzte er bei noch 45 Sekunden zu spielen erst einen Wurf an den Ring, doch Dallas blieb durch einen Offensiv Rebound (Tyson Chandler) in Ballbesitz.

Volle Attacke

Nach einem erneuten Fehlwurf von Terry schnappte sich Nowitzki 18 Sekunden vor Ende der Partie den Abpraller.

Detroit musste foulen und der Deutsche verwandelte beide Freiwürfe, ebenso die beiden folgenden nach Rodney Stuckeys Anschluss zum 88:84-Endstand.

"Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden. Aber wir hätten nicht nur im letzten Viertel auf Attacke-Modus sein dürfen", meinte Nowitzki.

Vier Spiele in fünf Tagen

Einen Attacke-Modus über die kompletten 48 Minuten - oder eventuell auch länger - werden die Mavericks in den kommenden drei Spielen benötigen.

In der Nacht auf Donnerstag tritt Dallas bei den Oklahoma City Thunder um WM-MVP Kevin Durant an.

Am Freitagabend Ortszeit folgt das texanische Derby gegen Dauerrivalen und derzeit bestes Team der NBA San Antonio Spurs, und anschließend erwarten die Mavericks die "Miami Thrice" um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh im American Airlines Center.

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