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Shannon Brown (r.) unterschrieb im August einen Zwei-Jahres-Vertrag in L.A. © getty

Ein Bankspieler steigt beim Duell der Lakers - Bulls zum Helden auf. In Atlanta bemüht der Trainer bereits Durchhalteparolen.

Von Rainer Nachtwey

München/Los Angeles - Früher hieß das Duell Magic Johnson gegen Michael Jordan, seit zwei Jahren: Kobe Bryant gegen Derrick Rose.

Auch wenn Derrick Rose (noch) nicht den Namen hat wie Johnson, Jordan oder Bryant, die Duelle Los Angeles Lakers gegen die Chicago Bulls sind immer etwas Besonderes.

Rose erzielte im Staples Center 30 Punkte, zum Sieg reichte es für Chicago in L.A. aber dennoch nicht.

Doch nicht Kobe Bryant glänzte beim 98:91 (26:26, 25:23, 23:24, 24:18)-Erfolg des Meisters über die Gäste, sondern Shannon Brown.

Wahnsinns-Dreier mit Viertel-Abschlus

Der Bankspieler erzielte 21 Punkte, darunter einen Dreier beim entscheidenden 17:2-Lauf im letzten Viertel.

Zudem sorgte der Shooting Guard Ende des ersten Viertels mit einem Drei-Punkt-Spiel und einem Buzzerbeater-Dreier von einem Meter hinter der Dreierlinie für ausgeglichene erste 12 Minuten (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Mit den Bulls aufgewachsen

Für Brown war die Begegnung es etwas Besonderes. Er wohnte in seiner Kindheit in einer Kleinstadt rund 15 Kilometer südwestlich von Chicago.

"Es ist es doch klar, dass ich gegen sie besonders gut spielen will. Ich war ein riesiger Bulls-Fan", sagte Brown. "Ich bin mit den Bulls aufgewachsen." Mit Duellen von Magic gegen Michael.

Großes Lob von Jackson

Von Lakers-Coach Phil Jackson erhielt Brown viel Zuspruch.

"Im Moment strotz er nur vor Selbstvertrauen. Er soll ruhig werfen, wenn er sich gut fühlt", sagte Jackson.

"Ansonsten hat er auch einen unglaublichen Zug zum Korb. Wegen seiner Schnelligkeit können die Gegner ihn nicht so eng verteidigen."

Bulls-Trio fehlt die Unterstützung

Neben Brown überzeugte auch Lamar Odom mit 21 Punkten und acht Rebounds. Superstar Bryant kam auf 20 Zähler (STATISTIK: Die Tagesbesten).

Bei Chicago erzielten Joakim Noah und Taj Gibson mit 19 Punkten und 13 Rebounds bzw. 16 und 12 ein Double-Double.

Allerdings fehlte den Bulls die Unterstützung von der Bank - einem wie Brown.

Kein Angebot aus Chicago

Ob er denn von Chicago im Sommer ein Angebot erhalten habe, als Brown Free Agent war und die Bulls auf der Suche nach einem Shooting Guard.

"Ich kann mich nicht mehr daran erinnern", sagte Brown, ließ dabei aber erkennen, dass dem nicht der Fall war. Sein Blick verriet aber auch, dass er immer noch hofft.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen.

New Jersey Nets - Atlanta Hawks 107:101 n.V.

Es war der beste Saisonstart der letzten Jahre: Mit 6 Siegen in Serie hatten die Atlanta Hawks die Saison eröffnet. Seitdem läuft es beim Klub aus Georgia überhaupt nicht mehr 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf).

Die 101:107 (21:31, 22:20, 24:19, 26:23, 8:14)-Niederlage nach Verlängerung gegen die New Jersey Nets war die siebte aus den letzten neun Spielen.

"Wir müssen weiter hart arbeiten", bemühte Trainer Larry Drew bereits Durchhalteparolen. "Wir dürfen uns nicht bemitleiden. Durch solche Phasen muss man durch. In jeder Saison gibt es Auf und Abs."

Johnson kitzelt Leistung aus Stützen heraus

Nach viel Ab (drei Niederlagen in Serie) war bei den Nets nun wieder mal ein Auf angesagt. Dank der Starspieler Brook Lopez (31 Punkte, 9 Rebounds) und Devin Harris (23 seiner 27 Zähler in der zweiten Hälfte) gelang New Jersey der fünfte Saisonsieg.

"Auf diese Jungs verlassen wir uns", sagte Coach Avery Johnson, der die beiden zuletzt scharf kritisiert hatte. "Sie können sich nicht an vielen Abenden eine Auszeit nehmen. Heute war das zum Glück auch nicht der Fall."

New York Knicks - Charlotte Bobcats 110:107

Die New York Knicks haben sich nach ihrer Schwächephase wieder zurück gemeldet. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie, feierte die Mannschaft von Coach Mike D'Antoni gegen den Gast aus North Carolina beim 110:107 (32:26, 28:23, 29:26, 21:32) den vierten Sieg in Folge.

"Wir haben wieder mehr Selbstvertrauen", sagte Amare Stoudemire, der aufgrund von Foulproblemen nur auf 17 Punkte in 31 Minuten Spielzeit kam. "Das müssen wir jetzt weiterhin hochhalten."

Felton macht den Deckel drauf

Für den Starspieler sprangen Tony Douglas und Raymond Felton in die Bresche. Douglas erzielte 22 Punkte und Felton traf gegen sein Ex-Team die entscheidenden Freiwürfe zum 110:107-Endstand.

"Die Jungs waren da, als es auf sie drauf ankam", lobte Stoudemire seine Teamkollegen. "Jetzt müssen wir in Charlotte diese Leistung wiederholen."

Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass Stoudemire damit seine Foulprobleme mit einschloss.

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