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Dwyane Wade traf gegen die Orlando Magic nur sechs seiner 21 Würfe © getty

Im Florida-Duell gibt es für die Heat nichts zu holen. Nelson glänzt an beiden Enden des Feldes. Wade wird zum Wurf-Versager.

Von Olaf Mehlhose

München - Auch im Florida-Duell gab es nichts zu holen.

Nach der 95:104 (43:51)-Niederlage bei den Orlando Magic haben die Miami Heat einen neuen Tiefpunkt erreicht: Mit sieben Pleiten nach 15 Spielen liegt "Miami Thrice" weit hinter den selbstgesteckten Erwartungen zurück. 313078(DIASHOW: NBA-Woche vier)

Auch LeBron James machte nach der dritten Klatsche in Folge einen ziemlich ratlosen Eindruck: "Wenn wir wüssten, woran es liegt, hätten wir nicht nur knapp 50 Prozent unserer Spiele gewonnen."

Orlando dagegen revanchierte sich erfolgreich für die 70:96-Niederlage Ende Oktober und belegt im Osten Platz zwei. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

James hält Miami im Spiel

Nach einem ausgeglichenen Beginn setzten sich die Magic gegen Ende des ersten Viertels mit einem 12:2-Zwischenspurt auf 26:18 ab.

Im zweiten Abschnitt durften sich die Heat dann vor allem bei "King" James (12 Punkte) bedanken, dass die Partie trotz einer zwischenzeitlichen 12-Punkte-Führung Orlandos ausgeglichen blieb.

Allerdings wurde "The Chosen One" bei jeder Ballberührung ausgebuht - ähnlich negative Emotionen hatte in Orlando zuvor nur Shaquille O'Neal ausgelöst.

Nelson trumpft auf

Auch in der zweiten Hälfte blieben die Heat auf Tuchfühlung: Ende des dritten Viertels hatte Miami den Rückstand auf 71:74 verkürzt.

Im Schlussabschnitt ging das Team von Erik Spoelstra nach einem verwandelten Freiwurf von Dwyane Wade sogar mit 88:87 in Führung.

Doch dann lief Jameer Nelson zu großer Form auf: Neben elf Punkten glänzte Orlandos Spielmacher vor allem in der Defense.

Beim Stand von 93:89 für die Magic fing Nelson bei einem Fast Break Miamis einen Alley-Oop-Pass von James auf Wade ab und legte im direkten Gegenzug für J.J. Reddick auf, der die Gastgeber rund drei Minuten vor dem Ende vorentscheidend mit sechs Punkten in Führung brachte.

Wade strauchelt beim Wurf

Insgesamt kam Nelson auf 17 Punkte und 14 Assists. Topscorer beim Team von Stan van Gundy war Dwight Howard mit 24 Zählern, außerdem schnappte sich "D12" noch 18 Rebounds.

Reddick sprang mit 20 Punkten für den verletzten Vince Carter in die Bresche.

Bei Miami hatte James (25 Zähler) die beste Punktausbeute. Chris Bosh verbuchte 21 und Wade 18 Punkte - allerdings hatte Miamis Shooting Guard erneute eine katastrophale Wurfquote: Er traf nur sechs seiner 21 Versuche.

"Früher oder später werden wir die Wende schaffen", sagte ein frustrierter Wade: "Im Moment läuft es einfach nicht."

Boston Celtics - New Jersey Nets 89:83 (38:46)

Die Boston Celtics rangieren im Osten weiterhin auf Platz eins.

Durch einen hart erkämpften 89:83-Erfolg über die New Jersey Nets verteidigte das Team von "Doc" Rivers Platz eins vor den Magic.

Bester Akteur beim Meister von 2008 war Altmeister Shaquille O'Neal, der mit 25 Punkten und elf Rebounds sein zweites Double-Double in Folge ablieferte.

"Shaq hat großartig gespielt"

Auch der Gegner war voll des Lobes für den "Diesel".

"Shaq hat großartig gespielt", sagte Nets-Forward Kris Humphries: "Er hat die Freiwürfe getroffen. Seine Teamkollegen haben ihn von Anfang an gesucht und immer wieder unter dem Korb angespielt. Das war der Schlüssel zum Sieg.

Shaq gab sich im Gegensatz zu früheren Tagen jedoch äußerst bescheiden: "Mein Team war sehr uneigennützig, ich habe viele einfache Körbe bekommen. genauso will ich mit 38 Jahren spielen."

Paul Pierce (18) und Ray Allen (15) steuern ebenfalls eine zweistellige Punktausbeute zum Sieg bei. Bei den Nets war Point Guard Devin Harris mit 20 Punkten bester Scorer.

Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 109:113 (106:106, 55:41)

Die San Antonio Spurs bleiben im Westen das Maß aller Dinge.

Durch den Overtime-Erfolg bei den Timberwolves feierte das Team von Gregg Popovich bereits den zwölften Sieg in Serie und führt die Western Conference mit 13:1 Siegen an.

Diesmal konnten sich die Spurs bei Manu Ginobili bedanken, der 14 seiner 26 Punkte im vierten Viertel erzielte und die Texaner trotz eines 21-Punkte Rückstands noch in die Verlängerung rettete.

Bester Akteur bei den Wolves war Forward Kevin Love, dem 32 Punkte und 22 Rebounds gelangen.

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