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Blake Griffin (M.) gelingt gegen die Kings bereits das neunte Double-Double der Saison © getty

Das Team von Vinny del Negro besiegt die Kings und feiert den zweiten Sieg in Folge. Griffin überragt erneut, Evans enttäuscht.

Von Olaf Mehlhose

München - Die Young Guns kommen in Fahrt.

Beim 100:82 (54:50)-Sieg über die Sacramento Kings haben die Los Angeles Clippers erstmals in dieser Saison zwei Spiele nacheinander gewonnen. 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf)

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Chris Kaman, Baron Davis und Randy Foye sah es so aus, als sollte es eine Horror-Saison für das Team von Vinny del Negro geben: Von den ersten 14 Spielen wurde nur eine Partie gewonnen.

Doch die Kalifornier machten aus der Not eine Tugend und setzten auf ihre talentierten Jung-Profis. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Zwar haben die Clippers mit drei Siegen aus 16 Spielen immer noch die schlechteste Bilanz aller NBA-Teams, doch die Strategie scheint sich langsam auszuzahlen - zumal Kaman und Davis in der kommenden Woche ins Team zurückkehren sollen.

Gordon bester Werfer

Unter den fünf Startern gegen die Kings war DeAndre Jordan mit 22 Jahren der Senior. Unterstützt wurde der Center von Eric Gordon (21), Blake Griffin (21), Eric Bledsoe (20) und Al-Farouq Aminu (20).

Vor allem Griffin macht in seiner Rookie-Saison - die letzte hatte der Nummer-Eins-Pick von 2009 wegen einer Knieverletzung verpasst - von sich reden.

Der Forward lieferte gegen Sacramento bereits das neunte Double-Double (25 Punkte, 15 Rebounds) der Saison ab, außerdem gab er noch fünf Assists.

Bester Werfer bei den Clippers war Eric Gordon mit 28 Zählern.

Griffin in elitärem Kreis

"Es hat mich wirklich stolz gemacht, wie wir heute gespielt haben", sagte Griffin: "Nur in den ersten Minuten der Partie waren wir ein bisschen träge."

Durchschnittlich erzielt der ehemalige Star-Spieler der Oklahoma Sooners bisher 19,3 Punkte pro Spiel und greift sich zusätzlich 11,3 Rebounds - ähnlich gute Werte können derzeit nur Dwight Howard, Pau Gasol und Kevin Love aufweisen.

"Er ist eins der großen Talente in der Liga und hat eine große Karriere vor sich", lobte Kings-Coach Paul Westphal den Youngster: "Er ist ein unglaublicher Athlet, er hat die richtige Einstellung und ist schon ein sehr kompletter Spieler. Es beginnt mit seiner beendruckenden Explosivität. Er ist nicht nur stark, sondern auch schnell, und er hat die Größe."

Top-Rookie trifft nicht

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzten sich die Kalifornier mit einem 15:6-Lauf zu Beginn des dritten Viertels auf 69:56 ab.

Endgültig entschieden war die Partie, nachdem Forward Craig Smith die Gastgeber im Schlussabschnitt durch sieben Punkte in eineinhalb Minuten mit 97:74 in Front gebracht hatte.

Bei den Kings zeigte Forward Carl Landry mit 18 Zählern und sechs Rebounds noch die beste Leistung.

Tyreke Evans, Top-Rookie der vergangenen Saison, zeigte eine enttäuschende Leistung. Der 21-Jährige traf nur zwei seiner 13 Würfe aus dem Feld und erzielte lediglich acht Punkte.

Erfolgserlebnis für die Hawks

Die Pleiten-Serie der Atlanta Hawks fand im Division-Duell mit den Washington Wizards ein Ende. Nach drei Niederlagen feierte das Team von Larry Drew einen souveränen 116:96 (53:36)-Erfolg über die Wizards und liegt in der Southeast Division mit einer Bilanz von 9:7 Siegen auf dem zweiten Platz.

Das Team aus Georgia ist so etwas wie der Angstgegner der Hauptstädter - für die Hawks war es bereits der elfte Sieg in Folge über Washington.

"Immer wenn es gegen einen Klub aus unserer Division geht, müssen wir ein Statement machen", sagte Josh Smith: "Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig Siege einzufahren."

Smith hatte mit 20 Punkten und 14 Rebounds großen Anteil am Erfolg, Al Horford verbuchte ebenfalls ein Double-Double (15 Punkte, 13 Rebounds). Topscorer bei Atlanta war Joe Johnson mit 21 Zählern.

Wall enttäuscht, Arenas stark

Washingtons großer Hoffnungsträger John Wall zeigte eine durchschnittliche Leistung: Der erste Pick des NBA-Drafts lieferte zehn Punkte und sieben Assists ab - seine ersten sieben Würfe setzte Wall allerdings daneben.

Dem 20-Jährigen war die Enttäuschung deutlich anzumerken.

"Es ist unser Job", sagte Wall: "Es ist unser Traum - genau das, was wir tun wolllen. Wir sollten anfangen, die Dinge ein wenig ernster zu nehmen."

Bester Scorer bei Washington war Gilbert Arenas: "Agent Zero" kaum auf 21 Punkte, acht Assists und sechs Rebounds.

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