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Dirk Nowitzki (r.) wurde 1998 von den Milwaukee Bucks an neunter Stelle gedraftet © getty

Die Mavs beenden den Rekordstart ihres Playoff-Bezwingers - vor allem dank Dirk Nowitzki. Eine Stammkraft wird suspendiert.

Von Hardy Heuer

München - Die Dallas Mavericks haben der eindrucksvollen Siegesserie der San Antonio Spurs ein Ende gesetzt (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Nach zwölf Siegen in Folge unterlagen die Spurs dem Team von Dirk Nowitzki in eigener Halle mit 94:103 (54:49).

Damit revanchierten sich die Mavs für das frühzeitige Playoff-Aus in der letzten Saison. "Es war ein Spiel des Willens, und wir haben bestanden", begründete Mavs-Coach Rick Carlisle den Auswärtserfolg 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf).

Entscheidender Akteur für den Sieg der Mavs war einmal mehr Dirk Nowitzki. "Dirkules" traf zwölf seiner 14 Versuche und erzielte 26 Punkte und schnappte sich acht Rebounds. Zudem steuerte er fünf Assists bei.

Chandler erkämpft 16 Freiwürfe

"Es gab Zeiten, in denen wir in der Offensive immer versucht haben, den Ball unbedingt zu mir zu bringen. Aber das haben wir in den letzten Spielen nicht mehr getan", freute sich Nowitzki über die neue Spielweise.

Nowitzki, der zweitbester Scorer der laufenden NBA-Saison ist, kommt auf einen Schnitt von 34 Punkten in den letzten drei Partien.

Neben Nowitzki spielte sich Center Tyson Chandler, der zum ersten Mal im brisanten Texas-Duell auflief, in den Vordergrund.

Chandler erkämpfte 16 Freiwürfe und verwandelte 13 davon. Am Ende kam er auf 19 Punkte und acht Rebounds. Jason Terry und Jason Kidd erzielten jeweils 12 Zähler.

Mavs eilen davon

Die packende Partie war bis fünf Minuten vor Schluss ausgeglichen. Dann drehten die Mavs jedoch auf und zauberten einen 14:2-Lauf auf das Parkett.

"Die letzten Spiele haben wir uns immer abgesetzt und verwandelten unsere Würfe. Doch heute waren sie es", erklärte Spurs-Guard Manu Ginobili, der mit 31 Zählern bester Scorer seines Teams war.

Allein im letzten Viertel erzielten die Mavericks 32 Punkte. Besonders Mavs-Forward Shawn Marion lief heiß. Elf seiner 19 Punkte verbuchte "The Matrix" im Schlussviertel.

"Das ist eine fantastische Woche für uns und wir steigern uns. Das war erneut ein großer Sieg", sagte Marion.

Zu viele Turnover

Dabei sah es für die Spurs 4:45 Minuten vor dem Ende noch ganz gut aus. Bankspieler George Hill, der auf 21 Punkte kam, brachte San Antonio mit 88:86 in Front.

Dann leisteten sich die Spurs jedoch drei Turnover bei ihren darauffolgenden vier Ballbesitzen. Insgesamt vertändelten die Spurs 17 Mal den Ball.

Ein Umstand, den die Mavs gnadenlos ausnutzten und den Spurs schließlich davon eilten. Mit einer Trefferquote von 72 Prozent ließ Dallas im letzten Viertel keine Fragen mehr offen.

Haywood suspendiert

Einen Verlierer bei den Mavericks gab es dennoch. Backup-Center Brendan Haywood wurde von Coach Carlisle für das Spiel gegen die Spurs aus dem Kader geworfen, da er gegen die Teamregeln verstoßen hatte.

Die genauen Gründe ließ der Trainer offen. Haywoods Suspendierung wurde erst eine Stunde vor Spielbeginn bekanntgegeben.

Beim Knaller gegen die Miami Heat (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) dürfte der 30-Jährige aber wieder dabei sein.

Für die Spurs, die sich erst ihre zweite Saisonniederlage einfingen, geht es in der nächsten Partie gegen die New Orleans Hornets. Die Hornets sind neben den Mavericks das einzige Team, das die Spurs in der laufenden Spielzeit schlagen konnte.

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