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Dwyane Wade, LeBron James und Chris Bosh (v.l.n.r.) sind mit dem Saisonverlauf unzufrieden © getty

Die Mavs gehen mit Rückenwind und Störfeuer in den Kracher gegen Miami. Dampier winkt das Comeback, James denkt ans nächste Spiel.

Von Hardy Heuer

München - Die Mavericks haben einen Lauf (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Seit vier Spielen ist das Team von Dirk Nowitzki ungeschlagen - auch Spitzenreiter San Antonio zog gegen Dallas den Kürzeren 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf).

Da kommt der Kracher gegen die hochgerüsteten Miami Heat (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) gerade recht.

Dallas steht zwar trotz elf Siegen aus 15 Spielen momentan nur auf dem fünften Platz in der Western Conference - einen Platz schlechter als das Starensemble vom South Beach im Osten.

Dampier kehrt zurück

Doch sind die Erwartungen an die Heat andere. Nur mit Mühe bremsten "Miami Thrice" gegen Philadelphia, das Schlusslicht ihrer Conference, die Krise mit drei Pleiten in Serie.

Vielleicht hilft ein ehemaliger Maverick dem holprigen Spiel der Heat auf die Sprünge: Erick Dampier, der sechs Jahre lang in Dallas unter dem Korb aufräumte, unterschrieb am Dienstag einen Vertrag beim Team von Präsident Pat Riley und hofft nun aufs NBA-Comeback.

Nach dem Bänderriss des Power Forwards Udonis Haslem sah der Titelanwärter Bedarf an einem Innenspieler.

Zweimal entschied sich Coach Erik Spoelstra gegen einen Einsatz von Dampier, doch der 35-Jährige fühlt sich nun mehr als bereit.

Dampier trauert Titelchance nach

In Dallas sorgte Dampier immer wieder für Unmut bei den Fans. Seine Leistungen schwankten häufig. Nach einem guten Spiel folgten unzählige schlechte.

Auch rechtfertigten sie sein üppiges Gehalt nicht. Mavs-Boss Mark Cuban sah sich gezwungen, den Center nach Charlotte wegzutauschen. Der war, nachdem die Bobcats ihn umgehend entließen, arbeitslos.

Mit den Heat will Dampier sich nun den Traum vom Meisterschafts-Ring endlich erfüllen, dem er mit Dallas verzweifelt hinterher jagte.

"Als ich nach Dallas kam bestand die Möglichkeit die Meisterschaft zu gewinnen. Wir waren jedes Jahr in den Playoffs, haben 50 oder mehr Siege eingefahren", erklärte er: "Bedauerlicherweise konnten wir sie in all den Jahren nie gewinnen."

Störfeuer von Haywood

Die Verpflichtung seines Nachfolgers Brendan Haywood mache Dallas "jünger", sagte Dampier, äußerte sich aber nicht zu dessen Qualitäten.

Die konnte Haywood gegen die Spurs auch nicht zeigen, da die Mavs ihn für ein Spiel suspendiert hatten. Er habe gegen teaminterne Regeln verstoßen, begründete Coach Rick Carlisle knapp.

Im Internet kursieren bereits Witze, Haywood habe Teambesitzer Mark Cuban 50 Millionen Dollar geklaut - ungefähr das Geld, was er in den nächsten sechs Jahren in Dallas verdient.

In der Tat ist Haywood der Verlierer einer ansonsten starken Mavs-Saison: Den Starter-Job hat er an Tyson Chandler verloren und kommt in rund 20 Minuten pro Spiel nur auf 3,7 Punkte und 5,0 Rebounds.

James denkt an Cavs

Weniger an Statistiken als an Erfolgen messen lassen muss sich Heat-Megastar LeBron James. Doch der denkt schon ans übernächste Spiel - Gastgeber ist sein Ex-Team Cleveland.

Für ihn wird es eine emotionale Rückkehr zu den Cavaliers. Bei den Cavs wurde er groß und reifte zum absoluten Weltstar. "Wie sollte ich nicht darüber nachdenken?", meinte James.

Für seine Rückkehr in die Quicken Loans Arena laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es werden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Spieler zu garantieren.

Hohe Sicherheitsstufe

James' Abgang zu den Heat war nicht gerade ruhmreich und die Fans haben immer noch nicht verziehen - und werden es auf absehbare Zeit wohl auch nicht tun.

Über seine Sicherheit macht er sich keine Sorgen. "Ich bin nicht beunruhigt. Es ist eine gute Liga und die Verantwortlichen werden ihr bestes tun, um den Spieler und den Fans eine gute Zeit zu bereiten", erklärte der MVP.

Ob seine Freunde und Familie, die während seiner siebenjährigen Zeit bei den Cavs immer am Spielfeldrand saßen, zum Spiel kommen werden lässt er offen.

"Es wäre wahrscheinlich eine gute Idee, wenn ich meine Freunde und Familie fernhalten würde", sagte James.

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