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Der Würzburger Dirk Nowitzki (v.) ist derzeit zweitbester Scorer in der NBA © getty

Dallas lässt mit Miami bereits dem zweiten Meister-Anwärter keine Chance. Ein Center überragt. "Miami Thrice" reicht nicht aus.

Von Hardy Heuer

München - Die Dallas Mavericks sind weiter auf dem Vormarsch.

Im Topspiel gegen die Miami Heat hat das Team von Dirk Nowitzki in eigener Halle einen 106:95 (51:49)-Erfolg eingefahren (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Es war nach dem Auswärtserfolg bei den San Antonio Spurs bereits der zweite Sieg in Folge gegen ein Team, das Ambitionen hegt, um die Meisterschaft mitzuspielen.

Mit dem fünften Sieg in Folge machten Nowitzki und Co. ihre Meisterschaftsambitionen deutlich 315872(DIASHOW: NBA-Woche fünf).

Chandler stark unter dem Korb

Matchwinner war diesmal ausnahmsweise nicht Nowitzki, der mit 22 Punkten und sechs Rebounds zwar eine ordentliche Partie hinlegte, jedoch nur neun seiner 23 Versuche verwandelte.

Center Tyson Chandler überragte mit 14 Zählern und 17 Rebounds und erzielte damit ein Double-Double.

Heat bleiben Lieblingsgegner

Die Heat können trotz ihrer Toptransfers weiterhin nicht in der Regular Season gegen die Mavs gewinnen.

Der letzte Erfolg gegen Dallas liegt bereits sechs Jahre zurück.

Starkes drittes Viertel

Ausschlaggebend für den Mavs-Erfolg war die zweite Halbzeit. Während die Heat ihre ersten zehn Wurfversuche nicht versenkten, erzielten die Mavericks 13 Punkte in Folge und setzten sich auf 64:49 ab.

Coach Rick Carlisle hob die starke Leistung gegen Miami nach der Pause hervor:

"Wir sind hochmotiviert aus der Kabine gekommen und haben ihnen direkt gezeigt, dass wir das Kommando übernehmen wollen. Das hat sich ausgezahlt."

"Das war eine großartige Woche für uns", erklärte Mavs-Spielmacher Jason Kidd, der 13 Assists und acht Rebounds beisteuerte.

Butler steigert sich

Mavs-Forward Caron Butler, der mit 23 Zählern ansteigende Form zeigte, zog mit einem Dreier-Erfolg kurz vor Spielende den Schlussstrich unter die Partie.

"Wir haben Butler gesagt, dass er einfach fangen und werfen soll. Heute haben wir uns auf ihn verlassen und er hat abgeliefert", lobte Kidd Teamkollege Butler, der all seine drei Versuche aus der Distanz verwandelte.

Debüt von Dampier

Bei den Heat gab Neuzugang Erick Dampier sein Debüt - und das gleich gegen sein Ex-Team aus Dallas.

Dampier, der den verletzten Udonis Haslem ersetzen soll, spielte jedoch keine große Rolle. Der Center war gerade mal acht Minuten auf dem Parkett und erzielte einen Rebound.

"Miami Thrice" machte es da schon etwas besser.

James verfehlt viele Würfe

Heimat-Rückkehrer Chris Bosh und Shooting Guard Dwyane Wade erzielten beide 22 Punkte - Wade schnappte sich mit neun Rebounds einen mehr als Bosh.

LeBron James kam auf 23 Zähler und acht Rebounds. Allerdings traf der Superstar nur fünf seiner 19 Versuche.

Seine vier Dreier-Versuche gingen allesamt daneben.

Trio allein reicht nicht aus

Die drei Topspieler mussten ihr Team gegen die Mavs alleine tragen, Unterstützung von den anderen Mitspielern suchte man vergeblich.

Zusammen fabrizierte das Trio jedoch 13 der 14 Turnover.

Haywood kehrt zurück

Ganz anders die Mavericks, bei denen gleich sechs Spieler zweistellig punkteten und insgesamt nur elf Mal den Ball vertendelten.

Brendan Haywood, der aus disziplinarischen Gründen für das Spurs-Spiel suspendiert war, kehrte in das Team von Coach Carlisle zurück.

Krisensitzung der Heat

Die Spieler der Heat reagierten auf die vierte Pleite im fünften Spiel und beriefen eine Mannschaftssitzung ein.

"Wir fühlten, dass wir das brauchen. Wir haben wie unsere 9:8-Serie gespielt. Dieses Treffen war notwendig", erklärte Wade.

James stimmt ähnliche Töne an: "Es war ein sehr notwendiges Treffen, bei dem jeder die Chance hatte, sein Leid zu klagen. Zurzeit stehen wir bei 9:8 und spielen auch so."

Miami befindet sich nach der Niederlage auf dem fünften Platz im Osten. Die Mavs, die zwölf Siege aus 16 Spielen vorweisen, belegen dieselbe Position im Westen.

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