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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Dirk Nowitzki (l.) behauptet gegen Chauncey Billups den Ball © getty

Bei den Denver Nuggets sind Nowitzki und Co. das bessere Team, bringen sich mit leichtsinnigen Fehler jedoch um den Erfolg.

Von Julian Ignatowitsch

München - In vielen Belangen überlegen, aber trotzdem verloren. Die Dallas Mavericks haben in der Nacht auf Samstag die dritte Niederlage im fünften Spiel hinnehmen müssen.

Bei den Denver Nuggets verlor das Team aus Texas unglücklich mit 105:108.

Dabei waren die Mavericks in vielerlei Hinsicht das bessere Team. Dallas traf mehr Würfe aus dem Feld als der Gegner (40,6 zu 38,6 Prozent), war am Brett überlegen (50 zu 45 Rebounds) und ließ den Ball gut laufen (24 zu 19 Assists).

Zu viele Ballverluste

Dirk Nowitzki erzielte 23 Punkte und zehn Rebounds, sein Teamkollege Jason Kidd verpasste mit 23 Zählern, zehn Rebounds und neun Assists nur knapp ein Triple Double.

Ausschlaggebend war letztlich jedoch ein anderer Wert: 17 Ballverluste auf Seiten der Gäste, die die Gastgeber in 21 leichte Punkte ummünzten.

"Das hat uns den Sieg gekostet" ärgerte sich Nowitzki. "Denver hat unseren Leichtsinn klug ausgenutzt."

Anthony nicht zu stoppen

Zudem konnten sich Denver an diesem Abend auf Star Carmelo Anthony verlassen.

Der 24-Jährige erzielte 28 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists und traf in der Schlussminute vier Spiel entscheidende Freiwürfe.

"Melo war nicht zu stoppen", lobte Rückkehrer Chauncey Billups, der bei seinem Debüt im Nuggets-Trikot mit 15 Zählern zu überzeugen wusste.

Howard genervt

Enttäuschend war dagegen die Vorstellung von Nowitzkis Teamkollegen Josh Howard, der weniger als 30 Prozent seiner Würfe traf, sich drei Turnovers leistete und im Schlussviertel aufgrund einer Handgelenksverletzung nur drei Minuten auf dem Feld stand.

"Es sah oft so aus als wollte er den Ball gar nicht haben", beschrieb Nowitzki: "Die Verletzung muss ihn sehr beeinträchtigt haben."

Howard selbst reagierte genervt, als ihn Reporter nach dem Spiel befragen wollten. Er verweigerte jedes Interview.

Green bringt Mavs zurück

Beide Teams lieferten sich im Pepsi Center von Beginn an einen Kampf auf Augenhöhe. Zur Halbzeit führten die Mavericks mit 49:48, bevor sie den knappen Vorsprung im dritten Viertel aus der Hand gaben.

Mit 72:79 ging es aus der Sicht der Gäste schließlich ins Schlussviertel. Dort drehte bei den Mavs Reservist Gerald Green auf und brachte seine Mannschaft wieder in die Nähe des Sieges.

Per Dreier glich Green sechs Minuten vor dem Ende zum 91:91 aus. Doch durch Anthonys makellosen Auftritt von der Freiwurflinie (14 von 14) behielten die Nuggets die Nase vorne.

Am Ende fehlt das Glück

Eine Sekunde vor Schluss traf Jason Terry zum 105:106. Dallas foulte, doch Anthony gab sich keine Blöße und erhöhte den Vorsprung mit zwei verwandelten Freiwürfen auf drei Punkte.

Mavs-Coach Rick Carlisle nahm eine Auszeit und legte die Verantwortung in die Hände des groß aufspielenden Greens, der seine 13 Punkte allesamt im Schlussviertel erzielte.

Der 22-Jährige verfehlte den Dreier, der die Mavericks in die Verlängerung gebracht hätte, mit der Schlusssirene. "Heute haben wir viel gelernt", fasste ein niedergeschlagener Kidd zusammen.

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