vergrößernverkleinern
Caron Butler erzielte innerhalb von vier Minuten 13 Punkte © getty

Dallas besiegt im Texas-Duell Houston. Die Leistungsträger können durchschnaufen. Der Coach ist aber unzufrieden.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Dallas Mavericks waren gewarnt.

Nachdem die Houston Rockets tags zuvor die Oklahoma City Thunder besiegt hatten, wollten die Dallas Mavericks nicht als nächster Großer Opfer der verletzungsgeplagten Rockets sein.

Vor allem nicht in einem Derby.

Und so spielten die Mavs dann. Auch wenn der texanische Rivale in der ersten Hälfte lange mithielt, ließen Dirk Nowitzki und Co. über 48 Minuten keine Zweifel aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Platz geht.

101:91 (25:26, 27:19, 31:26, 18:20) hieß es am Ende für die Mannen von Trainer Rick Carlisle, nachdem die Rockets durch einen 11:0-Lauf in den letzten dreieinhalb Minuten das Ergebnis noch etwas erträglicher machten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Wider den "Fluch"

Nach dem emotionalen und aufreibenden Spiel gegen die Miami Heat um LeBron James war Houston mit dem Derby-Charakter der ideale Gegner für die Mavericks.

"Manchmal scheint es so, als würde es dich nach einem so aufregenden Spiel erwischen. Aber wir wollten das unbedingt verhindern", sagte Center Tyson Chandler, der mit 5 Punkten und 8 Rebounds in 23 Minuten eher blass blieb. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Viele Minuten für Backups

Außer dem Derby-Sieg bedeutete die Partie für die Starter der Mavericks vor allem eines: Durchschnaufen.

Nach den engen Spielen gegen Detroit, und die Topteams Oklahoma City, San Antonio und Miami innerhalb von fünf Tagen konnten auch die Bankspieler Dominique Jones (8 Minuten), Brian Cardinal (6) und Ian Mahinmi (4) Spielminuten sammeln. 318768(DIASHOW: NBA-Woche 6)

Zudem erhielten die Backups J.J. Barea (27), Brendan Haywood (21) und DeShawn Stevenson (21) mehr Einsatzzeit, um Nowitzki (29), Jason Kidd (26) und Chandler (23) zu entlasten.

Zu geringer Vorsprung

Trotz des Erfolges war Coach Carlisle nach der Partie nicht ganz zufrieden.

"Wir hätten mit 20 gewinnen müssen", spielte der Trainer auf die letzten Minuten an. "Es ist eine Enttäuschung, wirklich. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, aber wir müssen uns wirklich der Bedeutung der Verteidigung bewusst sein."

Butler läuft heiß

Zufrieden war Carlisle allerdings mit Caron Butler. Der Forward entpuppte sich während der entscheidenden Phase im dritten Viertel als Matchwinner. Butler erzielte in jener Zeit, als die Mavericks von 52:45 auf 81:63 davonzogen, 13 seiner 19 Punkte.

"Ich hatte einfach einen Lauf, die Jungs haben wir einfach weiter den Ball gegeben und ich habe getroffen", analysierte Butler ganz locker.

Lob von Nowitzki

Großes Lob gab es auch von Dirk Nowitzki, dem in 29 Minuten Spielzeit mit 20 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double gelang. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Es hat Spaß gemacht, ihm zuzusehen", sagte Nowitzki. "Kidd hat ihm großartig aufgelegt, und wenn einer so heiß läuft, dass musst du ihn melken. Er gehört sicherlich zu den besten Schützen der Liga aus der Mitteldistanz."

Coach Carlisle zog einen Vergleich zum Eishockey. "Das ist wie bei einem Torwart", sagte er. "Wenn ein Torwart heiß läuft, kann er auf dem Kopf stehen und hält trotzdem noch alles. Auf so etwas hoffen wir bei unseren Schützen."

Haywood überzeugt

Und auch für einen, der zuletzt in arger Kritik stand, fand Carlisle aufmunternde Worte: Brendan Haywood. Der Center war gegen San Antonio noch aus dem Kader geworfen worden.

"Haywood hat großartig gespielt. Er hatte unter dem Korb ein schweres Leben, aber mit seiner Energie und seiner Größe hat er sich sehr gut durchgesetzt", lobte Carlisle den Center, der in 21 Minuten 6 Punkte, 9 Rebounds und zwei Blocks sammelte.

Love wartet

Die "Ruhepause" dürfte den Leistungsträgern gerade recht kommen.

Denn bereits in der Nacht auf Donnerstag bestreiten die Mavericks gegen die Minnesota Timberwolves (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) ihre sechste Partie innerhalb von neun Tagen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel