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Richard Hamilton spielt seit 2002 für die Detroit Pistons © getty

Ein ehemaliger Spielerberater soll Richard Hamilton von den Detroit Pistons böse mitgespielt haben. NBA-News im Überblick:

Von Julian Ignatowitsch

München - Wegen des Verdachts auf Betrug hat die NBA Players Association Ermittlungen gegen Josh Nochimson, den früheren Spielerberater des dreimaligen All-Stars Richard Hamilton, aufgenommen.

Wie jetzt bekannt wurde, beschuldigt Hamilton seinen ehemaligen Weggefährdeten, ihn um rund 350 000 Euro betrogen zu haben.

"Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas jemals passieren könnte", bekundete Hamilton gegenüber "Yahoo! Sports". "Man hört diese Horrorgeschichten - aber du selbst. Nein, nie!"

"Eine Sache von Vertrauen und Loyalität"

Hamilton lernte Nochimson während seiner Zeit an der University of Connecticut kennen und ließ sich von ihm seit seinem Wechsel in die NBA 1999 beraten.

Offiziell registrierter Berater war Nochimson aber nie.

"Ich bin zutiefst enttäuscht. Es ist nicht nur das Geld, sondern auch eine Sache von Vertrauen und Loyalität", klagte Hamilton.

Vertrag gerade erst verlängert

Offenbar soll Nochimson Hamiltons Kredit-Karte ohne dessen Wissen benutzt haben.

Nachdem der 30-Jährige den Betrug bemerkt hatte, wandte er sich sofort an seinen NBA-Kollegen Luol Deng von den Chicago Bulls, der bis 2007 ebenfalls von Nochimson beraten worden war: "Ich habe ihm von der ganzen Sache erzählt und geraten seine Finanzen zu checken. Luol war entsetzt."

Erst zu Beginn der Woche hatte Hamilton seinen Vertrag bei den Pistons für 24 Millionen Euro um drei Jahre verlängert. "Ich beschäftige mich nicht gerne mit dem Papierkram. Aber du kannst keinem trauen und musst diese Sachen auch selbst unter Kontrolle haben", sagte er.

Sport1.de hat weitere News aus der NBA zusammengefasst:

Knicks wollen Al Harrington

Knicks-Präsident Donnie Walsh bemüht sich weiterhin intensiv um eine Verpflichtung des Golden-State-Forwards Al Harrington. Im Gegenzug wollen die Knicks Center Eddy Curry, der unter dem neuen Trainer Mike D'Antoni schlechte Karten besitzt, abgeben.

Doch die Warriors scheinen nicht sonderlich an Curry interessiert zu sein. Nun wird eine Lösung mit der Beteiligung eines dritten Teams in Erwägung gezogen.

In Frage kämen unter anderem die San Antonio Spurs, die traditionell gerne mit den Knicks verhandeln und nach dem schlechten Saisonauftakt Verstärkung gebrauchen könnten. Noch ist aber nichts Konkretes bekannt.

Hiobsbotschaft für Utah

Deron Williams fällt länger aus als ursprünglich gedacht.

Nachdem ursprünglich nur von einer mindestens zweiwöchigen Pause wegen seines verstauchten Knöchels die Rede war, hat Williams inzwischen bei einem zweiten Arzt einen präziseren Zeitplan bekommen. Demnach muss der Point Guard zwischen vier und sechs Wochen aussetzen.

"Ich glaube mir wurde der Zeitraum zwei Wochen nur gesagt, weil man dachte, dass ich vier bis sechs Wochen nicht hören wollte", mutmaßt Williams.

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