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Tim Duncan erzielte sein letztes Triple-Double am 29. Mai 2008 gegen die Los Angeles Lakers © getty

Tim Duncan erzielt bei Golden State sein drittes Triple-Double seiner Karriere und hat eine kuriose Begründung parat.

Von Rainer Nachtwey

München/Oakland - Die Golden State Warriors können einfach nicht mehr gegen die San Antonio Spurs gewinnen.

Seit dem 7. Januar 2008 und jenem 130:121 nach Verlängerung warten die Kalifornier nun schon auf einen Erfolg über die Texaner.

Auch in der Nacht auf Mittwoch setzte es für Golden State eine Niederlage (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Angeführt vom überragenden Tim Duncan siegte das derzeit beste Team der NBA mit 118:98 (30:26, 28:22, 33:25, 27:25).

Duncan ist einfach Duncan

Duncan, bereits beim letzten Sieg der Warriors bester Spurs-Akteur, erzielte mit 15 Punkten, 18 Rebounds und 11 Assists das dritte Triple-Double seiner Karriere.

"Er ist das Herz und die Seele unseres Klubs, schon seit langer Zeit", sagte San Antonios Trainer Gregg Popvich. "Was soll ich sagen? Er ist Tim Duncan."

Duncan schob seine erfolgreiche Vorlagen-Ausbeute auf seine Abschlussschwäche: "Ich habe heute keinen Wurf getroffen. Da dachte ich mir, dass es wohl besser ist, wenn ich passe, und ein anderer den Wurf nimmt."

Sieben Spurs mit mindestens zehn Punkten

Neben Duncan taten sich sechs weitere Spurs-Akteure mit einer zweistelligen Punkteausbeute hervor. Manu Ginobili war dabei mit 27 Zählern, seinem fünften 20-Punkte-Spiel in Folge, erfolgreichster Werfer 315872(DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche).

Den Warriors, bei denen mit Monta Ellis und Andris Biedrins nur noch zwei Spieler im Kader stehen, die beim letzten Sieg über San Antonio dabei waren, reichten selbst 32 Punkte von Stephen Curry nicht.

San Antonio zu clever für Golden State

"Wir haben nicht unseren besten Basketball gespielt und gegen so eine erfahrene Mannschaft wie San Antonio rächt sich das eben", sagte Center David Lee. "Sie schlagen dich nicht wegen Athletik, Kraft oder Größe. Sie spielen clever und nutzen deine Fehler eiskalt aus."

Ein neuer Versuch für den ersten Erfolg seit drei Jahren bietet sich den Warriors am 8. Dezember, wenn sie im AT Center von San Antonio antreten.

New York Knicks - New Jersey Nets 111:100 (55:58)

Bei den New York Knicks geht es wieder bergauf. Durch den 111:100 (30:28, 25:30, 33:15, 23:27)-Erfolg im Hudson-Duell mit den New Jersey Nets weist die Truppe aus dem "Big Apple" erstmals seit dem fünften Spiel wieder eine positive Bilanz auf.

Amare Stoudemire war mit 35 Punkten und 9 Rebounds bester Scorer der Knicks.

Der Stoudemire der Nets fällt aus

Für New Jersey, das in Brook Lopez mit 36 Punkten seinen erfolgreichsten Werfer hatte, musste neben der 12. Saisonniederlage noch den Verlust von Devin Harris hinnehmen.

Der Point Guard verletzte sich am Knie, als Teamkollege Kris Humphries auf ihm landete.

"Das hat das Spiel komplett verändert", stellte New Jersey Coach Avery Johnson fest, der bereits in Dallas mit Harris zusammengearbeitet hatte. "Wenn man das mit den Knicks vergleicht würde ich sagen, sie hätten ohne Stoudemire zu Ende spielen müssen."

Philadelphia 76ers - Portland Trail Blazers 88:79 (47:46)

Erstmals seit März 2010 und nach zuletzt acht Niederlagen aus neun Spielen konnten die Philadelphia 76ers wieder zwei Siege in Serie feiern. Gegen die Portland Trail Blazers gewann die Truppe von Coach Doug Collins mit 88:79 (29:29, 18:17, 19:22, 22:11).

Ein 15:4-Lauf im letzten Abschnitt brachte die Sixers auf die Siegerstraße.

"Mir gefällt unsere Defensivarbeit sehr gut. Die Jungs machen das großartig", sagte Collins. "Das war ein wichtiger Sieg für uns."

Trotz des fünften Saisonsieges liegt Philly mit einer Bilanz von 5:13 am Tabellenende der Eastern Conference. Lediglich die Los Angeles Clippers weisen weniger Siege als die 76ers auf.

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