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Shooting Guard Eric Gordon (o.) spielt seit 2008 bei den Clippers © getty

Die NBA steht Kopf: Während die Lakers weiter verlieren, fügen die Stadtnachbarn den Spurs eine unerwartete Niederlage zu.

Von Barnabas Szöcs

München/Los Angeles - Für die Überraschung des Spieltags haben die Los Angeles Clippers gesorgt.

Das schwächste Team der bisherigen Saison schlug NBA-Primus San Antonio Spurs mit 90:85 (48:40).

Mit ihrem vierten Sieg der Saison beendeten die Kalifornier zudem ihre lange Negativserie von 18 Spielen gegen San Antonio. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bei den Clippers gelang Power Forward Blake Griffin mit 31 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double.

Gordon und Griffin mit der Hälfte aller Clippers-Punkte

Shooting Guard Eric Gordon hatte mit seinen 21 Punkten ebenfalls großen Anteil am Sieg von David gegen Goliath.

Griffin und Gordon erzielten zusammen mehr als die Hälfte aller Clippers-Zähler und waren auch die einzigen bei Los Angeles, die zweistellig punkteten. 315872(DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche)

Der Frust über die dritte Niederlage der Spielzeit war Spurs-Center Tim Duncan deutlich anzumerken:

"Wir haben ganz schlecht gespielt. Niemand von uns war gut, ich habe eine furchtbare Partie abgeliefert."

Duncan selbst traf nur zwei seiner acht Versuche aus dem Feld und verbuchte enttäuschende acht Punkte.

Neben aller Selbstkritik hatte Duncan auch noch Lob für den Gegner parat: "Blake Griffin und Eric Gordon haben toll gespielt."

Tony Parker mit schwacher Partie

Tony Parker traf nur einen seiner sechs Feldversuche und verbuchte magere zwei Punkte. Laut mehreren Quellen traf sich der Point Guard der Spurs vor dem Spiel zum Abendessen mit seiner Noch-Ehefrau Eva Longoria.

Die Beiden haben vor einigen Wochen ihre Scheidung vermeldet.

Bester Schütze San Antonios war Bankspieler George Hill. Der Point Guard kam auf 17 Punkte, Shooting Guard Manu Ginobili erzielte 15 Punkte.

Topscorer Blake Griffin freute sich über den unerwarteten Sieg, legte aber auch den Finger in die Wunde: "Es ist immer toll, unseren loyalen Fans solch einen Sieg zu präsentieren. Aber wir haben viele machbare Spiele verloren, daran müssen wir etwas ändern.

Houston Rockets - Los Angeles Lakers 109:99 (53:56)

Die vierte Niederlage in Folge kassierten hingegen die Los Angeles Lakers.

Bei den Houston Rockets setzte es für die Kalifornier eine 99:109 (56:53)-Schlappe.

Small Forward Shane Battier besiegelte mit elf Punkten in den letzten drei Minuten der Partie die Niederlage der Lakers, um danach die Qualität des Meisters zu loben:

"Viele Leute werden die Niederlagen-Serie der Lakers thematisieren, aber alle Teams gehen durch solch eine Phase. Sie sind viel zu talentiert. Diese Phase wird nicht lange andauern."

Bester Werfer der Rockets war Shooting Guard Kevin Martin mit 22 Punkten.

Phli Jackson beruhigt die Lage

Lakers-Star Kobe Bryant war mit 27 Punkten erfolgreichster Schütze der Partie, doch gegen das starke Schlussviertel der Rockets war auch er machtlos.

Entsprechend säuerlich reagierte der Shooting Guard der Lakers auf die Fragen der Reporter nach der schwächelnden Form des Meisters:

"Woher wollen Sie wissen wie gut wir uns selber einschätzen? Bei uns ist alles okay."

Auch Lakers-Trainer Phil Jackson wollte von einer Krise nichts wissen: "Für Sorgen und Bedenken ist es noch viel zu früh. Einige unserer Spieler haben kleinere Probleme, da müssen wir besser werden."

Chicago Bulls - Orlando Magic 78:107 (37:61)

Für die Chicago Bulls setzte es gegen Orlando eine deutliche 78:107 (37:61)-Heimniederlage.

Bei der siebten Saison-Schlappe der Bulls feierte Carlos Boozer seine Debüt im Bulls-Trikot und kam in 22 Minuten auf fünf Punkte.

Wegen einem Bruch in der rechten Hand hatte der Power Forward alle Vorbereitungsspiele sowie die bisherigen 15 Saisonbegegnungen pausieren müssen.

Miami Heat - Detroit Pistons 97:72 (54:42)

Auch Orlandos Rivale aus Florida, Miami Heat, durfte sich freuen.

Die Star-Truppe feierte gegen die Detroit Pistons den zweiten Sieg in Folge.

Beim ungefährdeten 97:72 (54:42)-Heimerfolg war LeBron James mit 18 Punkten bester Schütze seines Teams.

Chris Bosh und Dwyane Wade kamen auf je 16 Punkte.

Bei den Pistons legte Bankspieler Greg Monroe mit 15 Punkten die beste Trefferleistung seiner Mannschaft hin.

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