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LeBron James spielte vor Miami sieben Jahre bei den Cleveland Cavaliers © getty

LeBron James kehrt mit Miami an seine alte Wirkungsstätte zurück. In Cleveland ist nicht jeder gut auf ihn zu sprechen.

Von Barnabas Szöcs

München/Cleveland - Die Spekulationen sind im vollen Gange.

Wie wird LeBron James bei seiner Rückkehr nach Cleveland von den Fans empfangen?

Wird er sein Staubwurf-Ritual auch gegen sein Ex-Team machen, bei dem er sieben Jahre spielte, bevor er nach Miami wechselte?

Und wie werden seine ehemaligen Kollegen auf dem Feld gegen ihn agieren?

Fragen über Fragen begleiten den vielbeachteten Besuch von "King James", der sich über das Spiel und den Empfang seine Gedanken gemacht hat.

"Das wird sicherlich sehr emotional"

"Es wird hart. Aber ich bin auf jede Art von Reaktion der Fans vorbereitet", so der zweimalige MVP. Der 25-Jährige Small Forward weiß genau, was er den Cavaliers und den Fans zu verdanken hat:

"Das wird sicherlich sehr emotional für mich. In einem anderen Trikot aufzulaufen ist schon etwas komisch. Ich habe der Stadt Cleveland und den Menschen viel zu verdanken. Dort bin ich vom Jungen zum Mann gereift."

Sportlich scheint das Duell jedenfalls relativ klar.

Die Heat haben ihre kleine Durststrecke scheinbar mühelos überwunden und zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Cleveland strauchelt vor dem Duell

Das Zusammenspiel der "Miami Thrice", LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh, zeugt zwar noch nicht von überzeugender Konstanz, doch die Abläufe wirken immer fließender. 315872(DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche)

Die Cavs hingegen mussten zuletzt eine deutliche Heimniederlage gegen die Boston Celtics hinnehmen, bereits ihre zehnte Pleite der Saison.

Mit der Unterstützung seiner aktuellen Teamkameraden aus Miami kann der Superstar auf dem Platz rechnen, gute Ratschläge gibt es vor dem Spiel sowieso:

"Er sollte nicht versuchen 100 Punkte zu machen. Manchmal will man ein gutes Spiel erzwingen und übertreibt es dann", so Miamis Shooting Guard Dwyane Wade.

Wirbel um Cavaliers-Besitzer Dan Gilbert

Das Spiel gegen die Cavaliers würde Wade aber lieber auf der Tribüne sehen.

"Ich würde mir das Spiel liebend gerne als Fans anschauen, aber ich spiele nun mal mit. LeBron wird mit allem würdevoll umgehen. Er wird es genießen. Besonders, wenn das Spiel vorbei ist.

Ausgerechnet und wohl nicht ganz zufällig wurde vor dem brisanten Spiel nun bekannt, dass Cavaliers-Besitzer Dan Gilbert eine Anwaltskanzlei mit der Untersuchung von James' Wechsel nach Miami beauftragt hat.

Die Heat sollen nach Ansicht der Cavs beim Werben um James gegen die NBA-Richtlinien verstoßen haben.

James nur halbherzig dabei?

Nach eigenen Aussagen ist für Gilbert die emotionale Diskussion um die Personalie LeBron James jedoch beendet: "Ich habe es hinter mir gelassen, das ist die Wahrheit."

Bereits direkt nach der Verkündung von James' Abgang nach Florida beschuldigte der verärgerte Gilbert den "King", die Playoff-Spiele gegen Boston halbherzig angegangen zu sein.

Genügend Zündstoff vor der Begegnung gegen Cleveland ist also offensichtlich geboten.

Die Frage nach dem Ritual

Und wie steht es nun mit dem Pulver-Ritual?

"Das Pulver? Ich werde es vermutlich machen. Es ist nur ein Ritual für mich selbst, eine Art Routine. Ich weiß nicht. Wir werden sehen. Vielleicht ändere ich doch noch meine Meinung. Ich weiß es noch nicht", hadert James.

Es ist eben doch kein alltägliches Spiel für den "King".

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