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LeBron James (l.) wechselte 2010 von den Cleveland Cavaliers zu den Miami Heat © getty

Bei seiner Rückkehr nach Cleveland zeigt "King James" seine beste Saisonleistung. Das Publikum empfängt ihn mit viel Spott.

Von Barnabas Szöcs

München/Cleveland - Am Ende waren alle Buhrufe und Anfeindungen verstummt.

Beim 118:90 (59:40)-Sieg der Miami Heat bei den Cleveland Cavaliers war Rückkehrer LeBron James der Mann des Abends.

Mit einer Saisonbestleistung von 38 Punkten führte der Ex-Cavalier sein neues Team zum zwölften Erfolg der Saison, damit zum dritten Sieg in Serie. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir hatten nur ein Ziel als wir herkamen, nämlich ein Basketball-Spiel zu gewinnen. Das haben wir auch gemacht", sagte James, der sieben Jahre in Cleveland aktiv war.

"Das war unser bestes Spiel der Saison, von Anfang bis Ende", fügte er stolz hinzu.

Hohn und Spott für den Rückkehrer

Shooting Guard Dwyane Wade steuerte 22 Punkte zum Sieg der Heat bei, Small Forward James Jones kam auf 18 Zähler und Power Forward Chris Bosh verbuchte 15.

Dass die Fans im Cleveland dem Small Forward keinen freundlichen Empfang bereiten würden, war schon vorher klar.

Doch der "King", wie sie ihn vor seinem Abgang nach Florida nannten, wurde nicht nur gnadenlos ausgebuht und beschimpft. Sobald er geblockt wurde, den Korb verfehlte oder gefoult am Boden lag, jubelten die Fans. 318768(DIASHOW: NBA-Woche 6)

Viele Fehlwürfe leistete sich James allerdings nicht, traf 15 seiner 25 Versuche aus dem Feld sowie zwei Dreier und steuerte acht Assists und fünf Rebounds zum Sieg bei.

James: "Ich verstehe den Frust"

Auf empörte Reaktionen seitens des Rückkehrers warteten die provozierenden Fans vergeblich, James zeigte sich sogar dankbar:

"Ich kann nichts Schlechtes über diese Fans sagen, denn ich verstehe ihren Frust. Ich wünsche den Cavaliers und ihren Anhängern nur das Beste."

Heat-Coach Erik Spoelstra konnte es sich sogar erlauben, seinen Superstar für das komplette letzte Viertel auf die Bank zu setzen.

Trotzdem hatte James am Ende mit seinen 38 Punkten satte zehn Punkte mehr gesammelt als die komplette Starting Five der Cavaliers.

Das brachte ihm sogar die Anerkennung des gegnerischen Trainers Byron Scott ein: "Er hat toll gespielt. So einfach ist das."

James mit 24 Punkten im dritten Viertel

Jedoch legten zunächst die Gastgeber gut los und erspielten sich vier Minuten vor Ende des ersten Viertels einen 17:12-Vorsprung.

Doch dann drehten die Heat auf und ließen die Cavs weit hinter sich. Zur Halbzeit war die Führung der Gäste bereits auf 19 Punkte angewachsen.

Auch dank der 14 Ballverluste Clevelands konnte Miami sehenswerte Korbleger landen, James zeigte mehrere Hook-Shots sowie Alley-oops nach Vorlage von Dwyane Wade.

Allein im dritten Viertel erzielte James 24 Zähler.

Vor dem letzten Abschnitt lagen die Cavaliers bereits 30 Punkte zurück und mussten am Ende ihre elfte Niederlage der Saison hinnehmen.

Bester Werfer der Gastgeber war Daniel Gibson mit 21 Punkten.

Golden State Warriors - Phoenix Suns 101:107

Auch beim 107:101 (52:49)-Sieg der Phoenix Suns bei den Golden State Warriors war ein Rückkehrer bester Schütze seines Teams.

Shooting Guard Jason Richardson, der sechs Jahre in Oakland spielte und sehr freundlich von den Fans empfangen wurde, erzielte 25 Punkte.

Zweitbester Werfer der Gäste aus Arizona war Small Forward Grant Hill mit 24 Zählern.

Die Suns legten stark los und führten nach dem ersten Viertel bereits mit elf Zählern Vorsprung.

Doch die Warriors erhöhten im zweiten Viertel den Druck und kamen zur Halbzeit bis auf drei Punkte heran.

Dudley und Dragic leiten Druckphase ein

Die Entscheidung fiel im letzten Viertel, als die Suns, angeführt von den Bankspielern Jared Dudley und Goran Dragic, eine Drangphase einleiteten und sich einen 14-Punkte-Puffer herausspielten.

Golden State konnte am Ende nur noch auf sechs Punkte verkürzen, aber die elfte Saisonniederlage nicht mehr verhindern.

Überragender Akteur der Warriors war wieder einmal Shooting Guard Monta Ellis mit 38 Punkten und sieben Assists.

Center David Lee machte 25 Punkte und holte acht Rebounds.

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