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Die Mavericks hielten Kings-Starspieler Tyreke Evans bei zwei Punkten © getty

Dallas feiert in Sacramento seinen neunten Sieg in Serie. Topscorer Dirk Nowitzki droht der Konkurrenz mit noch stärkeren Mavs.

Von Rainer Nachtwey

München/Sacramento - Die Dallas Mavericks sind im Moment nicht aufzuhalten. Bei den Sacramento Kings feierte die Mannschaft um Dirk Nowitzki ihren neunten Erfolg in Serie.

Dank einer herausragenden Verteidigung in der Schlussphase siegten die Texaner 105:103 (28:37, 26:18, 26:25, 25:23). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nach einem Neun-Punkte-Rückstand 5:24 Minuten vor Ende ließen die Mavericks nur noch vier Punkte der Gastgeber zu.

"Im Moment ist das unsere größte Stärke", sagte Jason Terry, der mit 23 Punkten hinter Nowitzki (25 Zähler) zweitbester Scorer der Mavs war. "Das ist unsere Identität und das Ergebnis von zwei Jahren harter Arbeit."

Mavs erzwingen Ballverluste

Terry war es auch, dem die entscheidende Aktion in den Schlusssekunden gelang. Nachdem J.J. Barea mit zwei verworfenen Freiwürfen die Entscheidung vergeben hatte, beendete sein Steal bei noch zwei Sekunden zu spielen die Begegnung.

"Dirk hat den Pass noch abgefälscht, ich habe mich gedreht und war zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle", analysierte Terry wie er den Pass von Carl Landry abfing.

Insgesamt erzwangen die Mavericks fünf Ballverluste der Kings.

"Jet" hebt ab

Neben der Verteidigung konnte der "Jet" auch in der Offensive glänzen.

Der Guard erzielte acht Punkte im letzten Viertel, seine schönsten zwei zum 101:101-Ausgleich 1:13 Minuten vor Schluss, als er nach einem Block Tyson Chandler gegen DeMarcus Cousins einen langen Pass von Barea per Dunking abschloss. 318768(DIASHOW: NBA-Woche 6)

Es war der krönende Abschluss auf eine gelungene Aufholjagd.

Müdigkeit bei den Mavericks

Denn nachdem die Teams mit einem 80:80 in die letzten 12 Minuten gegangen waren, und Nowitzki die Mavericks mit 84:83 in Front gebracht hatte, startete Sacramento einen 16:6-Lauf.

"Ich erinnere mich, dass es 99:90 stand. Von da an haben wir hinten dicht gemacht", sagte Chandler, der auf 10 Punkte und 7 Rebounds kam. "Das war ein großer Sieg für uns, denn nach dem großartigen Erfolg über Utah waren wir alle ein wenig müde."

Westphal von Mavericks begeistert

Trotz der Niederlage zeigte sich Kings-Coach Paul Westphal zufrieden und adelte die Mavericks. "Wir haben uns einen harten Kampf mit ihnen geliefert und waren gegen ein großartiges Team für weite Strecken das bessere."

Vor allem die Kombination der beiden Center Chandler/Brendan Haywood mache Dallas gefährlich, meinte der Mavs-Kenner. "Das ist gut für Dirk und gut für die Mavericks", sagte der ehemalige Assistenztrainer der Texaner, "denn Dirk muss jetzt nicht mehr auf der Center-Position aushelfen."

Alleinunterhalter Nowitzki

Nowitzki war es, der die Mavericks im zweiten Viertel im Spiel hielt. Er erzielte 13 der 15 Mavericks-Zähler in den ersten sechseinhalb Minuten des zweiten Abschnitts, Heywoods Dunk bereitete er mit einem Pass vor.

Insgesamt brachte er es in seinen 37 Minuten auf eine Quote von 11 aus 15, schnappte sich 5 Rebounds und gab 5 Assists.

"Es ist zwar erst Dezember, aber mir gefällt, was wir in Angriff und Abwehr derzeit leisten", lobte Nowitzki seine Teamkollegen.

Baldige Rückkehr von Beaubois

Vor allem die Defensivarbeit hat es Nowitzki angetan. "Wir haben sehr gut auf die Niederlagen zu Beginn reagiert. Es geht nur um die Verteidigung. Wenn die Trefferquote des Gegners konstant bei 40 Prozent halten, ist das der Schritt in die richtige Richtung."

Und an der Konkurrenz drohte er: "Bald kommt Roddy (Beaubois, Anm. d. Red.) wieder, dann sollten wir noch besser sein."

Derzeit liegen sie mit einer Bilanz von 16 Siegen bei 4 Niederlagen in der Liga und der Southwest Division auf Platz zwei.

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