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LeBron James erzielte in der ersten Hälfte 16 seiner 22 Punkte © getty

Miami gewinnt gegen Atlanta sein viertes Spiel in Folge. Milwaukees Matchwinner schimpft wie ein Rohrspatz über seine 31 Punkte.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Die Miami Heat kommen langsam ins Rollen.

Die Mannschaft um die Superstars LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh gewann bei den Atlanta Hawks mit 89:77 (26:15, 24:21, 13:25, 26:16) ihr viertes Spiel in Folge. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bosh führte mit 27 Punkten die Scorer bei Miami an, Wade brachte es auf 26 Zähler, James auf 22.

Außer dem Trio punkteten nur noch Carlos Arroyo (2 Zähler), James Jones (3) und Mario Chalmers (9).

James: Trio erfolgreich, Heat erfolgreich

"Wir entwickeln im Team immer mehr ein besseres Verständnis, nicht nur auf dem Basketball-Court auch abseits. Das macht einen großen Unterschied aus", erklärte Wade das neue "Wir"-Gefühl der Heat.

Und James meinte: "So langsam finden wir heraus, was wir machen müssen, damit wir drei erfolgreich sind, und damit das Team gewinnt."

Atlanta holt auf

Gegen Atlanta war für die Heat vor allem wichtig, dass sie die Aufholjagd der Hawks rechtzeitig stoppten. Nachdem die Gäste bereits mit 17 Punkten hinten lagen, kamen sie viereinhalb Minuten vor Schluss noch einmal auf zwei Zähler (72:74) heran.

Bosh, Wade und James schraubten den Vorsprung innerhalb von 90 Sekunden auf neun Zähler. 315872(DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche)

"Das ist ein schwerer Gegner", sagte Hawks Coach Larry Drew. "Wenn du gegen drei Spieler antrittst, die jeden Abend mehr als 20 machen können, hast du die Hände voll zu tun."

Heat überholen Hawks

Die Hawks, die auf ihren Topstar Joe Johnson wegen einer Ellbogenverletzung verzichten mussten, hatten in Al Horford mit 22 Zählern und neun Rebounds ihren besten Akteur.

Mit nun 13 Siegen bei 8 Niederlagen zogen die Heat an den bilanzgleichen Hawks vorbei auf Rang zwei der Southeast Division.

Milwaukee Bucks - Orlando Magic 96:85 (49:42)

Für die Orlando Magic setzte es bei den Milwaukee Bucks eine überraschende Niederlage. Ohne ihren grippekranken Star-Center Dwight Howard unterlag die Mannschaft aus Florida mit 85:96 (16:24, 26:25, 20:20, 23:27) in Wisconsin.

Milwaukees Center Andrew Bogut war mit 31 Punkten und 18 Rebounds der herausragende Akteur.

Dennoch schimpfte der Australier nach der Partie wie ein Rohrspatz: "Das ist sehr frustrierend. Ich fühle mich, als hätte ich mein Team im Stich gelassen."

Die Auflösung für Boguts Schimpftirade: "Wenn ich nur fünf Freiwürfe mehr getroffen hätte, wäre unser Vorsprung weit komfortabler gewesen und die Partie eher entschieden."

Während des letzten Viertels, als die Magic Bogut mit Vorsatz foulten, setzte er acht Freiwürfe in Folge daneben und Orlando reduzierte seinen Rückstand von elf auf fünf Zähler.

Chicago Bulls - Houston Rockets 119:116 (56:44) n.V.

Den ersten Sieg mit seinem neuen Klub konnte Carlos Boozer mit den Chicago Bulls verbuchen. Der Power Forward erzielte beim 119:116 (25:23, 31:21, 25:35, 28:30, 10:7) nach Verlängerung 25 Punkte und 9 Rebounds.

Dabei durfte sich der nach einem Handbruch genesene Neuzugang von den Utah Jazz bei Derrick Rose bedanken. Der Aufbauspieler warf Chicago mit einem Dreier in der Schlusssekunde in die Verlängerung.

Dort war er mit fünf Punkten erfolgreichster Bulls-Spieler. Insgesamt erzielte der Weltmeister 30 Zähler.

"Derrick war von Beginn an in einer überragenden Verfassung. Diesen Sieg hat er mit seinem Willen erzwungen", lobte Coach Tom Thibodeau seinen Schützling.

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