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James erzielte diese Saison gegen Chicago im Schnitt 41 Punkte, 11 Rebounds und 5 Assists © getty

Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen erledigt LeBron James Chicago im Alleingang. Die Wizards warten weiter auf den ersten Sieg.

Von Rainer Nachtwey

München - Es gibt Gegner, gegen die kann man machen, was man will, man bringt kein Bein auf den Boden. Und es gibt Mannschaften, die liegen einem und gegen die gelingt einem Alles, was man anfasst.

Zu letzterem müssen die Chicago Bulls bei LeBron James zählen. Der Superstar der Cleveland Cavaliers erledigte die Gastgeber beim Auswärtspiel im United Center fast im Alleingang.

Mit 41 Zählern und 13 Rebounds zeigte der Small Forward eine Gala-Vorstellung und erzielte damit innerhalb von vier Tagen zum zweiten Mal eine so hohe Punkteausbeute gegen die Bulls.

Deja-Vu für die Bulls

Bereits am Mittwoch beim Heimspiel gegen Chicago, das die Cavs mit 107:93 gewonnen hatten, war "King James" mit 41 Punkten bester Werfer gewesen.

Und zum zweiten Mal war er es, der mit acht Punkten in Folge die Hoffnungen der Bulls auf einen Erfolg zu Nichte machte.

Beim Stand von 74:77 aus Sicht der Cavs zu Beginn des letzten Viertels, verwandelte James drei von vier Freiwürfen, anschließend versenkte er einen Dreier und traf einen Sprungwurf zum 82:77. Das ganze innerhalb von 101 Sekunden. Dann durfte er sich auf der Bank erholen.

"Es zaubert mir ein Grinsen ins Gesicht, wenn ich in die Spielstätte des Gegners komme, und mit wichtigen Treffern das Publikum zum Schweigen bringe", sagte James. "So spiele ich in letzter Zeit. Ich versuche einfach, mein Grinsen zu behalten."

In 90 Sekunden acht Punkte

Daniel Gibson legte mit einem Dreier und einem Sprungwurf fünf Punkte nach und Anderson Varejao schraubte das Ergebnis auf 89:77 hoch.

Doch die Bulls kämpften sich zurück, kamen auf 94:96 heran. Aber dann war wieder James-Zeit angesagt.

Er traf zwei Dreier und verwandelte zwei Freiwürfe und 90 Sekunden später stand es bereits 104:97. Die Partie war entschieden.

Hinrich fällt lange aus

Neben der Niederlage gab es für die Bulls, bei denen Ben Gordon mit 29 Punkten Topscorer war, eine weitere bittere Nachricht.

Kirk Hinrich wird Coach Vinny Del Negro aufgrund eines Bänderrisses im Daumen für drei Monate nicht zur Verfügung stehen.

"Das ist so frustrierend. Ich habe in der Offseason hart gearbeitet und jetzt das. Ich weiß gar nicht, was ich in den 12 Wochen ohne Basketball machen soll", sagte der Point Guard.

Damit fehlt Del Negro neben Rookie Derrick Rose (17 Punkte, 9 Assists in 44 Minuten) eine Alternative auf der Aufbauposition.

Orlando Magic vs. Washington Wizards

Die Wizards warten weiterhin auf den ersten Sieg. Auch in Florida gab es für die Truppe von Coach Eddie Jordan nichts zu holen. Mit 81:106 bezogen die Gäste eine Tracht Prügel.

"Ich weiß nicht, ob durcheinander das richtige Wort ist. Ich wüsste keinen Grund, warum sie durcheinander sein sollte", beschrieb der Trainer nach der Partie den Zustand seiner Truppe. "Wir haben im Vergleich zu letztem Jahr nicht viel verändert. Wenn du neue Spieler in die Starting Five integrierst, dann kannst du vielleicht durcheinanderkommen, aber so nicht."

Die beiden All-Stars Caron Butler und Antawn Jamison, auf denen die Last während der verletzungsbedingten Pause von Gilbert Arenas liegt, blieben erneut hinter ihren Erwartungen zurück. Jamison erzielte in 24 Minuten sieben Punkte, Butler kam auf drei mehr.

Kopfschmerzen bei den Wizards

Zudem holte er sich einen Cut am linken Auge, als er und Magic-Guard Mickael Pietrus mit den Köpfen zusammenstießen.

"Ich weiß, dass ich zum Korb gezogen bin und dann hat es gekracht. Anscheinend war es kein Foul. Aber ich war immerhin eine Minute ein wenig weggetreten", erinnert sich Butler. "Mein Schädel brummt immer noch."

Kopfschmerzen dürfte auch Dwight Howard den Wizards bereitet haben. Der Center der Magic war einfach nicht zu bremsen und sammelte 31 Punkte und 16 Rebounds.

New Orleans Hornets vs. Miami Heat

Nach zwei Niederlagen in Folge haben sich die New Orleans Hornets mit einem Erfolg zurückgemeldet. Gegen die Miami Heat gewann der letztjährige Southwest-Division-Sieger mit 100:89.

New Orleans' Chris Paul erzielte dabei im fünften Saisonspiel sein fünftes Double-Double. Der Point Guard kam auf 21 Punkte und 13 Assists. Bei den Heat war Superstar Dwyane Wade mit 30 Punkten bester Scorer auf dem Parkett.

Weitere Ergebnisse:

Indiana Pacers - New Jersey Nets 98:80Beste Werfer: Danny Granger 23 Punkte - Vince Carter 31 Punkte.

Portland - Minnesota 97:93Beste Werfer: Brandon Roy und LaMarcus Aldridge 24 Punkte - Al Jefferson 27 Punkte.

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