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Amare Stoudemire unterschrieb im Juli einen 5-Jahres-Vertrag über 100 Millionen Dollar © getty

New York setzt seine Auswärtsserie fort und stellt eine 16 Jahre alte Bestmarke ein. New Orleans geht in San Antonio unter.

Von Rainer Nachtwey

München/Toronto - Patrick Ewing und Charles "the Oak Tree" Oakley räumten unter dem Korb auf, John Starks versenkte von außen seine Dreier und Doc Rivers und Monty Williams verdienten ihr Geld noch als Spieler.

Seit jener Zeit haben die New York Knicks nicht mehr sieben Spiele in Folge in der Ferne gewonnen. Nun war es wieder soweit.

Durch den 116:99 (33:18, 27:32, 22:25, 34:24)-Erfolg bei den Toronto Raptors führte die Mannschaft aus dem "Big Apple" ihre Siegesserie fort. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Ein ähnlicher Erfolg gelang ihr zwischen dem 27. Dezember 1994 und dem 22. Januar 1995.

Stark verbessert

"Diese Serie zeigt einfach nur, wie sehr wir uns seit Oktober verbessert haben", sagte New Yorks Starspieler Amare Stoudemire.

"Wir werden uns weiter verbessern müssen, werden hart arbeiten, Spiele auf DVD sehen und heiß auf Erfolge bleiben. Dann sehen wir auch, wie gut wir sein können."

Der Power Forward, der zuletzt immer wieder als Center zum Einsatz kam, war mit 31 Punkten und 16 Rebounds der Matchwinner für die Knickerbockers.

Stoudemire spielt befreit auf

15 seiner 31 Zähler erzielte er dabei im letzten Viertel, als die Knicks ihren Vorsprung von sieben Punkten auf 18 ausbauten. Zudem glänzte Stoudemire mit einer 100-prozentigen Trefferquote von der Freiwurflinie Er verwandelte alle sieben. 315872(DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche)

"Er hat breite Schultern und nimmt die Verantwortung auf sich", lobte New Yorks Trainer Mike D'Antoni. "Er spielt einfach befreit auf. Es ist sehr angenehm, wenn du weißt, du kannst ihm den Ball geben und er nimmt dann den Sprungwurf, dunkt oder zieht das Foul. Er erzwingt nichts, er spielt einfach nur grandios."

Ex-Maverick tritt hervor

Neben Stoudemire taten sich auch Wilson Chandler und Shawne Williams hervor. Chandler brachte es auf 21 Zähler.

Ex-Maverick Williams erzielte alle seine 14 Punkte im letzten Abschnitt, indem er gemeinsam mit Stoudemire mehr Zähler erzielte als die Raptors insgesamt (29:24).

"Shawne macht seinen Job großartig. Er ist zur Stelle, wenn er gefordert wird. Er trifft seine offenen Würfe. Jedesmal wenn sie mich doppelten, ließen sie ihn offen. Und er hat sie dafür bestraft", lobte Stoudemire den Bankspieler.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - New Orleans Hornets 109:84

Die San Antonio Spurs haben Platz eins in der NBA und der Southwest Division verteidigt. Die Mannschaft von Trainer Gregg Popovich setzte sich im Divisions-Duell gegen die New Orleans Hornets mit 109:84 (34:23, 34:18, 22:18, 19:25) durch.

Tony Parker war mit 19 Punkten, 6 Assists, 3 Rebounds und 2 Steals der herausragende Spieler auf Seiten der Spurs. Die Texaner überzeugten zudem durch mannschaftliche Geschlossenheit. Neben Parker punkteten sechs weitere Spieler zweistellig.

Paul schämt sich

"Sie haben uns vernichtend geschlagen", war New Orleans' Starspieler Chris Paul bedient. "Sie haben uns in allen Bereichen geschlagen. Das ist ziemlich beschämend."

Der Aufbauspieler war mit 16 Punkten, 8 Assists, 5 Rebounds und 2 Steals der beste Hornet. David West und Trevor Ariza steuerten jeweils 13 Zähler bei.

NBA übernimmt Hornets

Allerdings waren die Hornets wohl nicht ganz mit ihren Gedanken beim Spiel. Vor der Partie hatten mehrere Quellen berichtet, dass die Hornets von der NBA gekauft und in den Besitz der Liga übergehen.

Der geplante Verkauf von Hauptbesitzer George Shinn an Anteilseigner Gary Chouest war vor einigen Tagen geplatzt.

"Während des Sommers dachten wir noch, dass alle an einem Strang ziehen und in eine Richtung marschieren. Jetzt hat sich für uns alles verändert", sagte West. "Wer weiß, wie es weitergeht. Das wird eine interessante Erfahrung für uns Spieler, den Trainerstab, einfach alle, die daran beteiligt sind."

New Jersey Nets - Boston Celtics 75:100

Ohne Aufbauspieler Rajon Rondo haben die Boston Celtics ihren 16. Saisonsieg gefeiert. Bei den New Jersey Nets gewann der Vizemeister mit 100:75 (27:25, 30:12, 23:16, 20:22).

Für den von einer Fuß- und Oberschenkelverletzung geplagten Rondo sprang Nate Robinson in die Bresche. Der Guard erzielte 21 Punkte, schnappte sich 6 Rebounds und gab 6 Vorlagen.

"Das war im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Sekunde", sagte Coach Doc Rivers über den Zeitpunkt, als er von Rondo erfuhr, dass sein Starting Point Guard nicht auflaufen kann.

Mit nun 16 Siegen bei vier Niederlagen liegen die Celtics gleichauf mit den Dallas Mavericks auf Rang zwei der NBA.

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