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Dwyane Wade war 2006 der MVP der NBA-Finalserie © getty

Der Guard erlegt die Bucks im Alleingang und führt Miami zum fünften Sieg in Serie. Chris Bosh glänzt mit einem Double-Double.

Von Eric Böhm

München/Milwaukee - Die Miami Heat haben offenbar endlich ihre Form gefunden.

Das 88:78 (46:35) bei den Milwaukee Bucks war bereits der fünfte Sieg in Folge für das Team aus Florida.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Aus dem Trio der "Big Three" übernahm diesmal Dwyane Wade die Rolle des Matchwinners. Dem Guard gelangen 25 Punkte und die persönliche Bestleistung von 14 Rebounds.

"Wir wissen jetzt, dass du eine gute Verteidigung brauchst, um zu gewinnen, speziell auswärts", erklärte Wade nach der Partie das neue Erfolgsgeheimnis.

Wenn sie den Gegner unter 90 Punkten halten, gewannen sie zehn von elf Spielen.

James gibt Takt vor

Miami erwischte dank zweier spektakulärer Dunks von LeBron James einen Superstart und führte schnell mit zehn Punkten.

Als sich die Bucks gerade in die Partie hereingekämpft hatten, übernahm Wade, der einst in Milwaukee für das Marquette College spielte, das Kommando und befeuerte einen 17:2-Run der Heat.

Diese Führung gaben die Gäste bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand, denn Wade fand immer wieder die richtige Antwort. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

"Wir können machen was wir wollen. Wenn wir verlieren, sagt jeder es funktioniert nicht, wenn wir gewinnen, ist es selbstverständlich", redete sich "D-Wade" im Anschluss den Frust der letzten Wochen von der Seele.

Bosh mit Double-Double

Die beiden anderen Mitglieder von "Miami Thrice" wurden zwar deutlich in den Schatten gestellt, gaben aber dennoch solide Vorstellungen.

Chris Bosh steuerte ein Double-Double (16 Zähler und 12 Rebounds) bei und Lebron James kam auf 17 Punkte.

Gerade gegen Ende des Spiels zeigte der "King" seine Klasse. Als Milwaukee auf 71:74 verkürzt hatte, traf James einen wichtigen Wurf und blockte einen Versuch von Corey Maggette.

"Die Pleiten zu Saisonbeginn haben uns geholfen etwas ruhiger zu werden und uns auf den nächsten Spielzug zu konzentrieren", erklärte James das Erfolgsrezept der letzten Spiele.

Spoelstra zufrieden

Die Siege bei James' Ex-Team in Cleveland und gegen Atlanta haben den Superstars neues Selbstvertrauen eingehaucht.

Auch Carlos Arroyo zeigt in den letzten Spielen vermehrt seine Klasse. Der Spielmacher aus Puerto Rico gefiel mit 18 Zählern.

Coach Erik Spoelstra war vor allem von der Defensive und dem Zusammenspiel angetan.

"Das Vertrauen wächst. Wir kümmern uns nur noch darum, den freien Mann zu finden", sagte Spoelstra.

Bucks im freien Fall

Bei den Gastgebern herrscht dagegen Katerstimmung.

Die Bucks konnten bisher nicht an die starke vergangene Saison anknüpfen und verloren acht der letzten zehn Spiele.

"Wir treffen einfach nicht. Ich könnte sofort mindestens vier Dinge nennen, die bei uns momentan überhaupt nicht passen", zeigte sich General Manager John Hammond äußerst unzufrieden.

Lediglich Corey Maggette mit 20 Zählern von der Bank und Center Andrew Bogut (elf Punkte und 13 Rebounds) konnten überzeugen.

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