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Carlos Boozer kam vor der Saison von den Utah Jazz nach Chicago © getty

Chicagos Neuzugang stielt Derrick Rose beim Sieg gegen Kevin Durants Oklahoma City Thunder die Show. Die Knicks siegen weiter.

Von Eric Böhm

München - Oklahomas Kevin Durant hat das Duell der beiden jungen Superstars gegen Chicagos Derrick Rose für sich entschieden, das Spiel gewannen allerdings die Bulls.

Beim 99:90 (53:48) gegen die Thunder im heimischen United Center gelangen Rose zwar 11 Punkte und neun Assists, der Aufbauspieler traf jedoch nur drei seiner 13 Würfe aus dem Feld.

Dafür schlüpfte Carlos Boozer in die Hauptrolle und wurde zum Matchwinner. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Neuzugang aus Utah absolvierte aufgrund einer gebrochenen Hand erst sein viertes Spiel für das Team aus der "Windy City", deutet aber immer an, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann.

Drittes Viertel entscheident

Vor allem in den entscheidenden Situationen übernahm Boozer, der schon zum Overtime-Sieg gegen die Rockets 25 Zähler beigesteuert hatte, immer wieder Verantwortung.

Allein 13 seiner insgesamt 29 Punkte erzielte er im dritten Spielabschnitt.

Die Bulls gewannen dieses Viertel 29:18, auch weil Kevin Durant (29 Zähler) nur drei Minuten auf dem Parkett stand. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

"Wir wollen uns einfach verbessern. Wir schauen nicht zu weit in die Zukunft", blieb Boozer bescheiden.

Bulls dominieren Bretter

Auch Rose war voll des Lobes über seinen neuen Mitspieler.

"Er macht das Spiel wirklich einfach. Wenn ich zu ihm passe, findet er einen Weg zu punkten oder wird gefoult", sagte Rose.

Der Forward steuerte zudem ebenso wie Joakim Noah 12 Rebounds bei und verhalf den Bulls so zu einer unglaublichen Dominanz an den Brettern.

"Er ist sehr wichtig für uns. Er ist in jeder Hinsicht eine Bedrohung für den Gegner", fasste Chicagos Coach Tom Thibodeau die Qualitäten seines Spielers zusammen.

Durant frustriert

Die Gäste haderten vor allem mit ihrer Chancenverwertung.

"Wir sind immer wieder zum Korb gekommen, konnten aber einfach nicht punkten", zeigte sich Durant frustriert.

Der Trainer der Thunder Scott Brooks rechtfertigte derweil seine Entscheidung Durant im dritten Spielabschnitt auf der Bank zu lassen.

"Es war meine Entscheidung. Wir haben nicht gut gespielt und ich wollte etwas ändern", sagte Brooks.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

New York Knicks - Minnesota Timberwolves 121:114

Die New York Knicks sind endlich in der Saison angekommen.

Gegen die Minnesota Timberwolves glückte beim 121:114 (61:68) bereits der fünfte Sieg in Serie. Damit stehen die New Yorker auf Platz sechs im Osten.

Amare Stoudemire war mit 34 Zählern Topscorer der Partie. Der Neuzugang verbuchte damit sein fünftes 30-Punkte-Spiel hintereinander.

"Das war der Plan als ich hierher kam. Ich wollte Erfolg haben", bewertete Stoudemire den Höhenflug nüchtern.

D'Antoni euphorisch

Entsprechend zufrieden war Coach Mike D'Antoni mit seinem Superstar, den er bereits in Phoenix coachte.

"Ich glaube er spielt momentan fantastisch. Sein Kraft, seine Würfe, seine Entscheidungen sind herausragend", sagte D'Antoni

Am Mittwoch gegen Toronto werden die Knicks versuchen, zum ersten Mal seit Januar 2006 sechs Spiel in Folge zu gewinnen.

Love mit Double-Double

Auf der anderen Seite konnte Kevin Loves übliches Double-Double (33 Zähler und 15 Rebounds) die Niederlage der Timberwolves nicht verhindern.

"Es war ein umkämpftes Spiel, das Spaß gemacht hat. Nur das Ergebnis war nicht so lustig", gab Love zu.

Beim letzten Duell der beiden Teams war Love mit jeweils 31 Punkten und Rebounds ein Monsterspiel geglückt.

Minnesota bleibt nach der Pleite im Tabellenkeller der Western Conference hängen.

Orlando Magic - Atlanta Hawks 74:80

Ein später Dreier von Mike Bibby bescherte den Atlanta Hawks auch ohne ihren Superstar Joe Johnson einen 80:74 (36:34)-Erfolg bei den Orlando Magic.

Gegen ihren Angstgegner hatten die Hawks zuvor elf der letzten zwölf Spiele verloren.

26 Sekunden vor Schluss setzte Bibby (insgesamt 13 Punkte) den letztlich entscheidenden Dreier über Chris Duhon zum 76:70.

Neben dem Guard überzeugte Josh Smith mit 19 Zählern und 13 Rebounds. "Es ist definitv ein großer Sieg", sagte Hawks-Coach Larry Drew.

Virus stoppt Magic

Die virusgeplagten Magic konnten zwar nach seinen Magenproblemen wieder auf Dwight Howard (14 Punkte und 13 Rebounds) zurückgreifen, scheiterte aber an der miserablen Dreierquote.

J.J. Reddick und Kollegen verwandelten lediglich vier ihrer 22 Versuche von Draußen. Aufbauspieler Jameer Nelson wurde ebenfalls schmerzlich vermisst.

"Es war ein schwaches Spiel und wir waren einfach noch schwächer als Atlanta", gab Trainer Stan Van Gundy unumwunden zu.

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