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Kobe Bryant war seit 1998 bei jedem All-Star-Game dabei © getty

Die Lakers gewinnen dank ihres Superstars gegen Washington. Ein Hometown-Kid versetzt den Meister jedoch gehörig ins Schwitzen.

Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Lakers haben Platz vier im Westen behauptet und bleiben dem Spitzentrio auf den Fersen.

Der Titelverteidiger tat sich bei dem 115:108 (69:56) gegen die Washington Wizards allerdings schwerer als erwartet.

Kobe Bryant markierte 32 Punkte und Pau Gasol schrammte mit 21 Zählern, 14 Rebounds und acht Assists haarscharf an seinem fünften Karriere-Triple-Double vorbei. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Gäste müssen auch nach dem elften Auswärtsauftritt weiter auf den ersten Sieg warten.

Lakers stark an Brettern

Die Lakers legten nach dem Sieg gegen Sacramento gleich gut los und führten in der ersten Hälfte bereits mit 15 Punkten.

Dank Gasol und Lamar Odom (24 Zähler und sieben Rebounds) verschaffte sich der Meister einen immensen Vorteil an den Brettern und konnte so die schwache Dreierquote der Starter (zwei von 16) ausgleichen.

"Wenn wir die Intensität hochhalten, sind wir ein richtig gutes Team", zeigte sich Routinier Odom nach der Partie zufrieden. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

Young überzeugt

Ein Hometown-Kid hätte den Lakers aber beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nick Young spielt in seiner Heimatstadt traditionell stark auf. So gelangen ihm 2008 im Staples Center 27 Zähler und im letzten Jahr immerhin noch 22.

Diesmal kam "Bean Burrito" auf 30 Punkte und brachte die Hauptstädter gemeinsam Rookie John Wall (22 Zähler und 14 Assists) noch einmal heran.

Am Ende reichte es dennoch nicht, um den Auswärtsfluch zu brechen. Entsprechend enttäuscht zeigte sich der Wizards-Guard.

"Ich bin froh, dass ich vor Freunden und Familie ein gutes Spiel abgeliefert habe, ein Sieg wäre mir trotzdem lieber gewesen. Schließlich habe ich noch nie in L.A. gewonnen", sagte Young.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Atlanta Hawks - New Jersey Nets 116:101

Die Atlanta Hawks feierten derweil ihren zweiten Sieg in Folge ohne All-Star Joe Johnson, der sich einer Operation am rechten Ellbogen unterziehen musste und etwa einen Monat ausfallen wird.

Sein Team ließ sich davon jedoch nicht beirren und fügte den New Jersey Nets eine 116:101 (60:47)-Niederlage zu.

Josh Smith erzielte mit 34 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung und verteilte noch sieben Assists. Al Horford gelang mit 24 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double. Bereits zur Pause war die Partie entschieden.

Hawks mit Bestmarken

Atlanta stellte als Team mit 34 Assists und einer Feldwurfquote von 60 Prozent jeweils Saisonrekorde auf.

"Wir sind sehr ausgeglichen. Bei uns kann jeder Spieler zum Topscorer einer Partie werden", sagte Jamal Crawford, der 26 Punkte markierte.

Mit diesem Sieg festigten die Hawks ihren dritten Platz in der Eastern Conference und gehören sicher zu den positiven Erscheinungen der bisherigen Saison.

Harris mit Double-Double

New Jerseys Trainer Avery Johnson zollte dem Gegner entsprechend Respekt.

"Wir haben alles versucht, aber wir haben gegen ein besseres Team gespielt", sagte Johnson.

Bei den Nets, die ihre fünfte Pleite hintereinander erlitten, überzeugten einzig Devin Harris (18 Punkte und 13 Assists) sowie Brook Lopez mit 24 Zählern.

"Wir konnten sie einfach nicht stoppen und hatten selbst Probleme zu punkten", fasste Harris treffend zusammen.

Charlotte Bobcats - Denver Nuggets 100:98

Coach George Karl muss indes auf seinen 1000. Sieg warten.

Seine Denver Nuggets verloren bei den Charlotte Bobcats mit 98:100 (47:52) und verwehrten ihrem Trainer den Meilenstein. Auch die 25 Punkte von Chauncey Billups reichten da nicht aus.

Der Aufbauspieler hatte bei auslaufender Spielzeit noch die Chance das Spiel zu gewinnen, sein Dreier verfehlte jedoch das Ziel.

Jackson der Matchwinner

Die Bobcats feierten ihren dritten Sieg in den letzten acht Spielen und verbesserten sich im Osten auf einen Playoff-Platz.

Stephen Jackson gelangen 23 Zähler, neun Rebounds und sieben Assists.

"Wir müssen jetzt anfangen Spiele zu gewinnen, um uns für den Endspurt bereits frühzeitig in eine entsprechende Position zu bringen und dann villeicht etwas Energie zu sparen", blickte Charlottes Matchwinner voraus.

Portland stoppt Suns

In weiteren Spielen stoppten die Portland Trailblazers mit einem 106:99 (51:47) die Erfolgsserie der Phoenix Suns.

Wesley Matthews führte die Blazers mit 24 Punkten zum Heimsieg.

Bei den Gästen aus Arizona, die nach zuletzt drei Siegen das Nachsehen hatten, lieferte Steve Nash mit 24 Zählern und 15 Assists ein Double-Double.

Außerdem schlugen die Philadelphia 76ers die Cleveland Cavaliers 117:97 (66:54) und die Houston Rockets behielten mit 97:83 (54:45) die Oberhand über die Detroit Pistons.

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