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Dwyane Wade wurde 2003 von den Miami Heat an fünfter Stelle gedraftet © getty

"Miami Thrice" lassen die Utah Jazz lange gewähren, drehen am Ende aber richtig auf. "King James" und der Heat-Center überzeugen.

Von Hardy Heuer

München - Es läuft weiter rund bei den Miami Heat (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Bei den Utah Jazz haben die Heat mit dem 111:98 (56:50)-Auswärtserfolg ihren sechsten Sieg in Folge eingefahren.

Die Entscheidung in Salt Lake City fiel im letzten Viertel 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche).

Dabei sah es nach dem dritten Abschnitt nicht nach einem deutlichen Sieg der Heat aus. Utah ging mit einer 78:77-Führung in den Schlussabschnitt. Alle Starter bei den Jazz gingen mit einer zweistelligen Punktzahl in die letzten Minuten.

Heat drehen auf

Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der Jazz. Die Heat drehten auf und legten einen 15:8-Lauf in den verbliebenen 4:30 Minuten hin. Mario Chalmers machte mit einem Dreier acht Sekunden vor Spielende den Deckel drauf.

Miami entschied das Schlussviertel mit 34:20 für sich und revanchierte sich für die Heimpleite im November, als die Jazz gegen die Heat einen 22-Punkte-Rückstand aufgeholt hatten.

"Es ist ein ganz anderes Team als vor einem Monat. Sie haben nun einen Spielplan und führen ihn auch aus", bemerkte Jazz-Spielmacher Deron Williams.

James erneut ausgepfiffen

Heat-Superstar LeBron James war mit 33 Punkten Topscorer der Partie. Zudem steuerte er neun Assists und sieben Rebounds bei.

"Derzeit ist jeder Sieg wichtig", erklärte "King James", der erneut den Unmut der Fans über sich ergehen lassen musste:

"Wenn du in solch einer Halle mit einem feindseligen Publikum spielst, gegen ein Team, das sehr heimstark ist, dann ist es immer gut einen solchen Sieg einzufahren."

Ilgauskas überzeugt

Teamkollege Zydrunas Ilgauskas verbuchte mit 16 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double.

"Wir haben begonnen zu funktionieren. Wir spielen besseren Basketball. Wenn man sich die Spiele anschaut ist es offensichtlich. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns", meinte Ilgauskas.

Dwyane Wade kam auf 28 Punkte, Chris Bosh beendete die Partie mit 14 Zählern und neun Rebounds.

Jazz-Coach Jerry Sloan fand für die Niederlage eine Erklärung. "Es sah teilweise so aus, als wären wir von der physischen Stärke von James und Wade eingeschüchtert gewesen."

Williams mit Startproblemen

Bei den Jazz überzeugte Center Al Jefferson mit 25 Punkten und elf Rebounds. Paul Millsap, der im letzten Aufeinandertreffen mit 46 Punkten glänzte, kam diesmal lediglich auf 18 Zähler.

Spielmacher Williams kam trotz seiner 21 Punkte und 12 Assists nicht richtig in die Partie.

In der ersten Hälfte erzielte der Point Guard gerade einmal vier Punkte.

Erst nach 2:30 Minuten im zweiten Viertel nahm er seinen ersten Wurf. Seine fünf Dreierversuche gingen allesamt daneben.

Miami bleibt oben dran

Die Jazz, die in den zehn Partien zuvor ihre Gegner stets unter 100 Punkten hielten, belegen mit 16 Siegen aus 23 Spielen Platz vier im Westen.

Die Heat (15:8) stehen im Osten auf Rang drei.

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