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Dirk Nowitzki wurde 2006 Vize-Meister mit den Dallas Mavericks © getty

Den Mavericks setzen gegen Utah ihren Lauf fort. Nowitzki glänzt als Scharfschütze, Rebounder und Aufholjagd-Bremser.

Von Martin Hoffmann

München - Erst ein Traumstart, dann ein Stottern und am Ende der zwölfte Sieg in Serie:

Die Dallas Mavericks haben mit 103:97 (54:42) über die Utah Jazz triumphiert - wobei Dirk Nowitzki mit 31 Punkten und dem Saisonbestwert von 15 Rebounds überragte.

"Dirkules" versenkte dabei zehn seiner zwölf Würfe aus dem Feld - eine Trefferquote von 83 Prozent (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

"Er hat einen tollen Lauf", würdigte Trainer Rick Carlisle seinen Star: "Man kann nicht jede Nacht zehn von zwölf treffen, aber ein Typ mit seinem Können ist dazu in der Lage." 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

29:4-Führung im ersten Viertel

Die Mavericks brauchten Nowitzkis Können am Ende, als er und Teamkollege Jason Terry ausbügelten, dass Dallas zuvor einen frühen Riesen-Vorsprung Schritt für Schritt verspielt hatten.

29:4 hieß es im ersten Viertel zwischenzeitlich für Dallas, das Resultat eines 17-Punkte-Laufs.

"Für sechs bis acht Minuten war es fast magisch", schwärmte Carlisle, während Utah-Coach Jerry Sloan verzweifelte: "Es sah aus, als wären wir nicht daran interessiert zu gewinnen."

Dallas traf im ersten Durchgang 13 von 18 Würfen - dabei auch sieben von zehn aus der Drei-Punkte-Distanz.

Insgesamt saßen 14 der 26 Distanzwürfe der Mavericks: Nowitzki versenkte drei (vier Versuche), Terry zwei (vier), Caron Butler vier (fünf) und DeShawn Stevenson gar fünf (sieben).

Nowitzki und Terry als Bremser

Trotzdem knabberte Utah das anfangs von Dallas aufgebaute Polster nach und nach ab. Zum Ende des ersten Viertels waren es nur noch 15 Punkte groß, zur Halbzeit noch zwölf, vor dem Schlussviertel noch elf.

Schließlich gelang Deron Williams viereinhalb Minuten vor Schluss gar der Ausgleich zum 89:89.

Der in der Nähe von Dallas aufgewachsene Williams war der Antreiber und mit dem persönlichen Saisonbestwert von 34 Punkten auch der Top-Scorer der Jazz.

Deren Aufholjagd bremsten am Ende aber Nowitzki und Terry aus. Die beiden sorgten in den letzten achteinhalb Minuten für sämtliche 21 Punkte der Mavericks.

"Im richtigen Moment heiß"

Das finale Aufbäumen beschrieb Nowitzki hinterher im besten Sportfloskel-Englisch.

Er sprach davon, dass sei Team "tief graben" ("dig deep") und sein Spiel "mühsam hervorbringen" ("grind out") hätte müssen - und von Korbverhinderungen ("some stops"), die zum Schluss wieder funktionierten.

In der Offensive sei Terry "im richtigen Moment heiß" geworden und habe die entscheidenden Würfe gesetzt.

Letztlich musste Nowitzki aber festhalten: "Wir haben es uns heute definitiv schwerer gemacht als nötig."

Williams: "Die besten Mavericks, die ich erlebt habe"

Doch so sehr das stimmte: Aus Sicht von Williams haben die Mavericks allen Grund dafür, euphorisch zu sein:

"Das sind die besten Mavericks, die ich in meiner NBA-Zeit erlebt habe", lobte der Spielmacher - der nach seinem Draft 2005 auch die Saison 2006 erlebt hat, in der Dallas bestes Team nach der Regular Season und Vize-Meister wurde.

Die Mavericks heute sind besser, findet Williams: "Sie haben so viel Talent und Kadertiefe und sie haben sich defensiv enorm verbessert. Ihre Abwehr ist bei weitem die beste, die man je von ihnen gesehen hat."

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