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LeBron James kam vor der Saison als Free Agent aus Cleveland zu den Miami Heat © getty

Das Star-Ensemble gewinnt zum achten Mal in Folge - obwohl Dampier eine Peinlichkeit passiert. Die Bobcats erleben ein Waterloo.

Von Martin Hoffmann

München - Es hat geklickt.

Ein Wort, das man von US-Sportlern öfters hört, wenn sie erklären wollen, warum etwas, was vorher nicht funktioniert hat, nun funktioniert.

Als wäre ihr Leistungsvermögen einfach mit einem An/Aus-Schalter zu bedienen. Aber so ungefähr sehen die Miami Heat ihren derzeitigen Aufschwung 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche).

Der hat sich auch bei den Sacramento Kings fortgesetzt. Dort gab es für LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh mit einem 104:83 (47:42) den achten Sieg mit zweistelligem Vorsprung in Folge (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Rückstand nach erstem Viertel

Wobei das Team mit der zweitschlechtesten Bilanz der Liga (16 Niederlagen aus 21 Spielen) auch nicht die allergrößte Herausforderung darstellte.

Miami lag dennoch nach dem ersten Viertel mit 17:24 in Rückstand, womöglich war da noch das Spiel am Vortag bei den Golden State Warriors in den Knochen.

Die kommenden Durchgänge gewann Miami jedoch mit zwölf und elf Punkten Vorsprung, danach brannte nichts mehr an.

75 Punkte der "Big Three"

Da machte auch ein Aussetzer von Erick Dampier nichts mehr, der bei einem Freiwurf das Kunststück fertig brachte, einen Airball zu produzieren - also den Ring nicht zu treffen.

Wade führte sein Team in der Punktebilanz mit 36 Zählern an, James folgte mit 25, Bosh mit 14 - 75 waren es also insgesamt.

Bosh kam außerdem noch auf den persönlichen Saisonbestwert von 17 Rebounds.

"Es ging einfach nur darum, wann es klicken würde", meinte Wade: "Und jetzt klickt es."

Jordan-Team erlebt Waterloo

Keine Spur eines Klicks gab es bei den Charlotte Bobcats. Das Team von Haupteigentümer Michael Jordan erlebte gegen die Boston Celtics vor eigener Kulisse ein Waterloo.

62:93 gingen sie gegen den defensivstarken Ex-Meister Boston Celtics unter - obwohl der wegen einer Wadenverletzung von Shaquille O'Neal mit ihrem vierten Center Semih Erden starten musste.

Für die Celtics, mit 19 Siegen aus 23 Spielen bestes Team der Eastern Conference, war es der zehnte Erfolg in Serie.

"Peinlich für uns und unsere Familien"

Ein wütender Jordan nahm Trainer Larry Brown hinterher die Aufgabe ab, die gedemütigten Verlierer in der Kabine zusammenzufalten.

"Das ist peinlich für uns und unsere Familien", ärgerte sich All-Star Gerald Wallace, der mit 13 Fehlwürfen bei 15 Versuchen zu den größten Flops auf dem Feld gehörte:

"Wir spielen desinteressiert, als wäre es uns egal, ohne Anstrengung, ohne Kampf."

Bulls lassen nicht nach

Für das Team, das der Bobcats-Besitzer groß machte, galt das am Samstagabend nicht.

Einen Tag nach dem Sieg über die Los Angeles Lakers gewannen die Chicago Bulls mit 113:82 klar gegen die Minnesota Timberwolves.

Fünf Bulls-Spieler punkteten dabei zweistellig. Der gegen L.A. überragende Spielmacher Derrick Rose war mit 21 Punkten wieder Top-Scorer.

Der beste Werfer des Spieltages insgesamt war Houstons Kevin Martin, der beim 110:95-Sieg über die Cleveland Cavaliers auf den persönlichen Saisonbestwert von 40 Punkten kam.

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