vergrößernverkleinern
Dwyane Wade (l.) erzielt in dieser Saison im Schnitt 23,1 Punkte © getty

"Miami Thrice" besiegt auch die Hornets - obwohl der Heat-Rest kaum etwas beisteuert. Nun winkt die Kantersieg-Bestmarke.

Von Tobias Hlusiak

München - Miamis Superstars sind nicht zu stoppen.

Mit dem 96:84 (53:54) über die New Orleans Hornets fuhren Dwayne Wade und Co. den neunten Sieg in Folge ein.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das war einer der wichtigsten Siege in diesem Jahr", bilanzierte Wade nach der Partie.

"Das Spiel war hart umkämpft, doch wir haben kühlen Kopf bewahrt und im richtigen Moment zugeschlagen."

Zwischenspurt reicht den Heat

19.600 Zuschauer in Miamis ausverkaufter American Airlines Arena sahen die Gäste aus Louisiana lange Zeit in Front.

Einem 18:2-Zwischenspurt kurz vor Start des vierten Spielabschnitts hatten die "Bees" dann aber nichts mehr entgegenzusetzen.

Angeführt von Wades 32 Punkten zogen Lebron James mit 20 Zählern - dazu sieben Assists - und Chris Bosh (23 Punkte, elf Rebounds) ihr gewohntes Leistungsvermögen auf.

Kein weiterer Heat-Akteur konnte hingegen mehr als sieben Punkte verbuchen.

Wade jagt Stoudemire

Für "D-Wade", der mit 20 Punkten im zweiten Viertel einen neuen Franchise-Rekord aufstellte, war es das dritte Spiel in Folge, in dem er mehr als 30 Punkte zu Stande brachte.

Damit hat Miamis Nummer drei die Fährte Amare Stoudemires aufgenommen, dessen Serie im Trikot der New York Knicks bei acht solcher "Monster-Spiele" liegt. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

"Dwayne ist am besten, wenn er agressiv ist", lobte Bosh seinen Teamkollegen, der früh im Spiel ein hartes Foul von Hornet Jarret Jack einstecken musste.

"Man kann ihm entspannt zuschauen, wenn man das gleiche Trikot trägt. Ich stand oft genug auf der anderen Seite - das ist wirklich nicht cool. Jetzt ist es cool!"

NBA-Rekord gegen die Cavs?

Miami ist das sechste Team in der NBA-Geschichte, das neun Spiele in Serie mit zweistelligem Vorsprung gewonnen hat.

Ein Blowout fehlt zur Einstellung eines Liga-Rekordes, den drei Teams halten - die Washington Capitols (1946/47), New Jersey Nets (2003/04) und zuletzt die Houston Rockets (2007/08) brachten dies zu Stande.

Miamis Rekord-Suppe können nun ausgerechnet die Cleveland Cavaliers versalzen.

James' Ex-Team ist am Mittwoch in Miami zu Gast, wurde allerdings in dieser Saison bereits mit 118:90 von "Miami Thrice" vermöbelt.

"Man kann sie nicht aufhalten"

Ohnehin findet Miami langsam aber sicher zusammen.

Die Siegesserie ist die längste unter Head-Coach Erik Spoelstra.

"Sie machen jede Nacht die selben Dinge", brachte es Hornets-Trainer Monty Williams nach der Partie auf den Punkt. "Trotzdem kann man sie nicht aufhalten."

Besonders Wade befindet sich in bestechender Form.

Im Dezember trifft der Guard bislang 61 Prozent seiner Feldwürfe - vor Tip-Off wurde er zum wochenbesten Spieler der Eastern-Conference gekürt.

Für Bosh ist allerdings die Defensive das Zünglein an der Waage: "Sobald wir den Gegner hinten stoppen, steht uns der Court offen und wir kommen zu leichten Punkten."

James bringt die Halle zum Kochen

Dann fallen sogar Würfe, die sonst nur bei den Harlem Globetrotters zu bestaunen sind.

James "Rainbow-Jumper" im Zurückfallen über das Brett brachte im dritten Viertel die Hornets zur Verzweiflung und sorgte für Ekstase unter den Heat-Fans.

"Das sind Trick-Shots. Wir üben sowas im Training", erklärte James unterkühlt. "Als der Ball meine Hand verließ, war ich sicher, dass er reinfällt."

Hornets: Mittelmaß nach Super-Start

Während sich Southeast-Spitzenreiter Miami (18 Siege - 8 Niederlagen) nach holprigen Start langsam aber sicher Richtung Ost-Primus Boston (19-4) vorschiebt, schlagen die Hornets den entgegengesetzten Weg ein.

Nach elf Siegen aus den ersten zwölf Spielen hat New Orleans zuletzt nur eine Bilanz von 3:9 aufzuweisen - seit dem 19. November haben die "Bees" in 13 Spielen keine 100 Punkte mehr erzielt.

"Wir brauchen dringend mal wieder einen Sieg, damit wir wieder wissen, wie es sich anfühlt zu gewinnen", sagte ein bedrückter Chris Paul, der in Miami nur auf elf Punkte kam.

Bester Mann bei den Hornets war David West mit 26 Punkten und 12 Rebounds.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel