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Kobe Bryant gewann bereits fünf Meistertitel mit den Los Angeles Lakers © getty

Beim Sieg über die Wizards verarbeitet Kobe Bryant Fehlwürfe auf seine Art. Bynum kehrt zurück. Anthony schießt Orlando ab.

Von Olaf Mehlhose

München - Es ist immer gefährlich Kobe Bryant zu reizen.

Dank eines starken Auftritts ihres Shooting Guards haben die Los Angeles Lakers mit 103:89 (57:46) bei den Wasington Wizards gewonnen und damit fünf der letzten sechs Partien für sich entschieden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bryant erzielte 24 Punte in 24 Minuten und war damit Topscorer der Begegnung. Für Grund zur Freude sorgte beim 16-maligen Meister auch die Rückkehr von Center Andrew Bynum, der nach seiner Knieoperatipon im Juli sein Saisondebüt für die Kalifornier gab.

Washington dagegen, das ohne den verletzten Spielmacher John Wall antrat, verlor bereits das fünfte Spiel nacheinander und findet sich mit sechs Siegen aus 23 Spielen auf dem vorletzten Platz der Eastern Conference wieder.

Zwölf Punkte in zwei Minuten

Rückblickend war es das schlechteste was den Wizards passieren konnte: Als Bryant Mitte des dritten Viertels drei Freiwürfe in Folge verwarf, erntete der Shooting Guard der Lakers Buhrufe und Gelächter von den Rängen.

"Das ist mir noch nie passiert", sagte Bryant: "Niemals!"

Lange brauchte der Finals-MVP der vergangenen Saison allerdings nicht, um seine Fassung wiederzugewinnen: Mit zwölf Punkten in zwei Minuten brachte er sein Team fast im Alleingang auf die Siegerstraße. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

Als das dritte Viertel mit einem Zwischenstand von 92:70 für den Champion beendet wurde, war die Partie gelaufen.

Bryant nicht zu stoppen

"Auf jeden Fall", antwortete Bryant auf die Frage, ob die drei Fehlwürfe ihn angespornt hätten: "Ich habe erst einen Wurf eingenetzt, dann den nächsten. Von da an lief es für mich."

"Kobe 24" versenkte zwei Dreier kurz nacheinander und als er bei einem Versuch aus der Distanz gefoult wurde, bekam der 32-Jährige drei Freiwüfe zugesprochen - diesmal verwandelte er sicher. Danach netzte er ein weiteres Mal von jenseits der Drei-Punkte-Linie ein.

Washingtons Coach Flip Saunders hatte Gilbert Arenas und Nick Young zuvor noch ausdrücklich gewarnt.

"Ich habe zu Nick und Gil gesagt: 'Ich will, das ihr bereit seid', Kobe ist ein Spieler, der in schwierigen Situation am besten spielt", erklärte Saunders: "Aber er war einfach nicht zu verteidigen."

Gelungenes Comeback für Bynum

Neben Bryant überzeugten noch Lamar Odom mit einem Double-Double (18 Punkte, 10 Rebounds) und Pau Gasol (16 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists).

Shannon Brown steuerte 16 Zähler von der Bank bei, Bynum gelangen bei seinem Comeback 7 Punkte in siebzehn Minuten.

Bei den Wizards war Shooting Guard Young mit 21 Punkten bester Werfer, JaVale McGee (12 Punkte, 9 Rebounds, 3 Steals, 2 Blocks) zeigte ebenfalls eine ordentliche Leistung.

Denver Nuggets - Orlando Magic 111:94 (61:45)

Allen Trade-Gerüchten zum Trotz: Beim 111:94-Sieg der Denver Nuggets über die Orlando Magic zeigte sich Carmelo Antohony vom Wirbel um seine Person unbeeindruckt.

Mit 35 Punkten und elf Rebounds hatte der Small Forward der Nuggets entscheidenden Anteil am Erfolg über den Finalisten von 2009.

Einen unmittelbar bevorstehenden Wechsel zu den New Jersey Nets dementierte Anthony umgehend: "Davon habe ich nichts gehört. Ich sage es ganz offiziel, darüber weiß ich nichts."

Allerdings ist es gut möglich, dass das Spiel gegen die Magic der letzte Auftritt Anthonys im Trikot des Teams aus Colorado war: Dank eines Trades zwischen New Jersey, den Houston Rockets und den Lakers haben die Nets zwei weitere Erstrunden-Picks für einen Deal zur Verfügung.

Karrierebestwert für Reddick

Die Entscheidung zugunsten Denvers fiel im letzten Spielabschnitt, als das Team von George Karl einen 87:88-Rückstand mit einem 13:3-Run in eine 100:91-Führung ummünzte.

Neben Anthony überzeugten bei den Nuggets vor allem Center Nene Hilario (10 Punkte, 10 Rebounds), der sich packende Duelle mit "Superman" Dwight Howard lieferte und Shooting Guard J.R. Smith (16 Punkte).

Im Team von Orlando ragte J.J. Reddick heraus, 29 Zähler bedeuteten Karriere-Bestleistung für den Shooting Guard. Howard lieferte das gewöhnliche Double-Double (21 Punkte, 14 Rebounds) ab - bereits das 16. in 24 Spielen.

Golden State Warriors - Minnesota Timberwolves 108:99 (54:51)

Dank eines überragenden Monta Ellis beendeten die Golden State Warriors ihre Pleitenserie von sieben Niederlagen.

Zum 108:99-Triumph über die Minnesota Timberwolves steuerte der 25-Jährige 34 Punkte, sechs Assists und vier Rebounds für das Team aus Oakland bei.

Neben Ellis präsentierte sich vor allem Reggie Williams in guter Verfassung, der Small Forward kam insgesamt auf 26 Zähler.

Bei den Timberwolves war Center Darko Milicic mit 25 Punkten und elf Rebounds bester Akteur, auch Kevin Love gelang mit 14 Rebounds und 13 Zählern ein Double-Double.

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