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Power Forward Kevin Garnett gewann 2008 mit den Boston Celtics den Titel © getty

Vor dem Gipfeltreffen der Knicks und der Celtics spielen die Protagonisten die Bedeutung herunter - nur Felton wird martialisch.

Von Olaf Mehlhose

Eine Siegesserie wird zu Ende gehen.

Mit den New York Knicks und den Boston Celtics treffen im New Yorker Madison Square Garden (Do., ab 1 Uhr LIVESCORES) die zwei Teams der Stunde aufeinander. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Derzeit stehen die Celtics bei zehn, die wieder erstarkten Knicks bei acht Siegen in Folge.

Für eine der beiden Mannschaften wird es aber nach längerer Zeit wieder eine Niederlage geben. 322221(DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche)

Knicks mit 13:1-Lauf

Während Bostons Höhenflug nicht unbedingt überraschend kommt, sorgte vor allem New York in den vergangenen Wochen für Furore: Nach einem 3:8-Start in die Saison verließ das Team von Mike D'Antoni in den folgenden 14 Partien nur einmal als Verlierer das Parkett.

Auch für das Gipfeltreffen mit den Celtics hat sich der zweimalige NBA-Champion viel vorgenommen. "Es wird ein Schlacht", kündigte Spielmacher Raymond Felton auf "nydailynews" an: "Darauf kann sich Boston einstellen."

Es hat tatsächlich den Anschein, als hätten die Knicks Blut geleckt. Erstmals seitdem die "Big Three" bei Boston spielen, gelingt es den New Yorkern, dem großen Konkurrenten in der Atlantic Division Paroli zu bieten.

In den Medien wird deshalb schon über eine neuentfachte Rivalität spekuliert.

Pierce: Keine Rivalität

Davon wollte Paul Pierce allerdings noch nicht sprechen.

"Welche Rivalität? Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt", erklärte "The Truth" bei "ESPN": "New York spielt gut und sie sind in unserer Division, beide Teams haben einen Lauf. Demnach wird es bestimmt eine aufregende Begegnung."

Kevin Garnett misst dem Aufeinandertreffen mit dem Division-Rivalen ebenfalls keine besondere Bedeutung bei, genauso wenig wie der eigenen Siegesserie.

"Darum kümmern wir uns nicht", sagte "KG" dem Boston Globe: "Wir werden unser Bestes tun, um uns auf die Partie vorzubereiten. Aber weder messen wir uns mit Teams aus der Vergangenheit, noch pflegen wir irgendwelche Feindschaften - immer nur ein Spiel."

Alle Neune für Stoudemire?

Knicks-Forward Amare Stoudemire wird gegen die Celtics versuchen, seine ganz persönliche Serie fortzusetzen. Mit mindestens 30 Punkten in jeder der letzten acht Partien stellte "STAT" einen Klubrekord auf.

Doc Rivers schien von Stodemires historischer Bestmarke allerdings nicht sonderlich beeindruckt. "Das ist mir neu", erklärte der Celtics-Coach: "Eine beeindruckende Leistung, aber ich wusste das nicht."

Stoudemire hingegen war vor dem Duell der Eastern-Conference-Schwergewichte bemüht, die Brisanz herunterzuspielen.

"Wir müssen noch ein Zeichen setzen, bevor wir uns auf eine Rivalität mit einem Team einlassen", sagte der Topscorer der Knicks: "Wir haben gerade erst damit begonnen, uns den Respekt zurück zu erkämpfen."

Duell der Systeme

Interessant wird das Spiel vor allem durch die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Klubs.

New York erzielt mit 108,5 Punkten pro Spiel mehr Punkte als jedes andere NBA-Team.

Die Celtics dagegen lassen nur 91 Zähler für das gegnerische Team zu: ebenfalls Liga-Spitze.

Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison triumphierte die bessere Defense: Boston setzte sich vor heimischer Kulisse mit 105:101 (50:46) durch.

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