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Power Forward Dirk Nowitzki (r.) erzielt zwölf seiner 21 Punkte im vierten Viertel © getty

"Dirkules" dreht in der Crunch-Time auf. Butler ist Topscorer bei den Mavericks. Aldridges Glanzleistung reicht Portland nicht.

Von Olaf Mehlhose

München - Dirk Nowitzki kam spät, dann aber gewaltig.

Nach der Niederlage gegen die Milwaukee Bucks sind die Dallas Mavericks mit einem 103:98 (51:37)-Erfolg über die Portland Trail Blazers in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Nowitzki spielte zunächst eine relativ unauffällige Partie: Nach drei Vierteln standen für "Dirkules" gerade mal neun Punkte zu Buche.

Doch gerade als Portland nach einem zwischenzeitlichen 17-Punkte Rückstand zum 93:93 ausgeglichen hatte, lief Nowitzki zu großer Form auf. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Forward steuerte sechs Punkte zu einem 8:2-Lauf bei, mit dem Dallas das Spiel außer Reichweite brachte. Insgesamt erzielte der 32-Jährige zwölf seiner 21 Zähler im Schlussabschnitt.

Butler ist Topscorer

Schlüssel für Nowitzkis Leistungssteigerung waren ein Korbleger und zwei Freiwürfe Mitte des vierten Viertels, mit denen sich der MVP von 2007 nach einem punktlosen dritten Abschnitt ins Spiel zurückbrachte.

"Die zwei Freiwürfe haben mir auf jeden Fall geholfen", erklärte Nowitzki: "Danach habe ich einige gute Würfe getroffen. Manchmal ist es für einen Shooter einfach nur wichtig, einen Weg zu finden. Ein Korbleger und zwei Freiwürfe haben gereicht, um in Fahrt zu kommen." 325326(DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche)

Bester Werfer bei Dallas war allerdings Caron Butler, der zehn seiner 19 Würfe aus dem Feld verwandelte und auf 23 Punkte kam.

Dallas' Coach Rick Carlisle war dannn auch voll des Lobes für seinen Small Forward: "Butler spielt aggressiv. Er hat keine Angst vor großen Wüfen oder großen Situationen."

Sieg mit Schattenseiten

Allerdings hatte der Erfolg über Portland auch seine Schattenseiten.

Wie schon in den Spielen gegen die Utah Jazz und Milwaukee gaben die Mavericks eine große Führung aus der Hand und mussten bis zum Schluss um den Sieg zittern.

Vor allem die Defensive zeigte ungewohnte Schwächen. Portland, das mit einer Trefferquote von 43 Prozent aus dem Feld, den drittschlechtesten Wert der NBA aufweist, netzte 42 seiner 85 Würfe aus dem Feld ein (49,4 Prozent).

Als es allerdings drauf ankam zeigt sich die Defense der Mavericks hellwach: Portland traf nur zwei von fünf Wurfversuchen und leistete sich zwei Ballverluste.

Aldridge mit Gala-Vorstellung

Neben Nowitzki glänzte im Schlussabschnitt vor allem der aus Dallas stammende LaMarcus Aldridge. Der Power Forward der Trail Blazers verbuchte insgesamt 35 Punkte - 20 davon im vierten Viertel - und stellte damit eine Saisonbestleistung auf, zusätzlich schnappte er sich noch zehn Rebounds.

Doch wirklich freuen konnte sich der 25-Jährige über seine Gala-Vorstellung nicht.

"Wenn wir gewinnen, ist es etwas besonderes", sagte Aldridge: "Nicht, wenn wir verlieren. Am Ende hatten wir eine Chance, aber Dirk hat zwei wirklich schwierige Würfe versenkt - so kennt man ihn."

Playoff-Teilnahme gefährdet

Während Dallas sich mit einer Bilanz von 20:5 Siegen auf dem zweiten Platz der Western Conference befindet, muss Portland nach der dritten Niederlage in Folge um die Playoffs bangen.

Mit 12 Erfolgen aus 26 Spielen liegt das Team von Nate McMillan im Westen derzeit auf dem neunten Rang.

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