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Der 33-Jährige Paul Pierce (r.) war mit 32 Punkten Topscorer bei den Boston Celtics © getty

Pierce stellt den Sieg in New York in letzter Sekunde sicher, Stoudemires Konter wird annuliert. Die Heat siegen weiter.

Von Olaf Mehlhose

München - Es war das erwartete Highlight.

Die Boston Celtics haben das Gipfeltreffen im Osten in einer hochklassigen Partie mit 118:116 (51:58) gegen die New York Knicks gewonnen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Entscheidung fiel aber erst in den letzten Sekunden: Paul Pierce stellte mit einem Sprungwurf 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene den Endstand zugunsten der Celtics her. Der Konter von Amare Stoudemire kam um Bruchteile zu spät.

Damit feierte das Team aus Massachusetts den elften Sieg nacheinander, die Siegesserie der Knicks dagegen, die die letzten acht Partien gewonnen hatten, ging zu Ende.

Mit einer Bilanz von 20:4 führen die Celtics die Eastern Conference vor den Miami Heat (19:8) an, New York liegt derzeit auf Platz vier (16:10)325326(DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche)

Buzzer-Beater zählt nicht

Kurze Zeit bejubelten die Fans im ausverkauften Madison Square Garden sogar den Sieg der Gastgeber, als Stoudemire einen Buzzer-Beater von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum vermeintlichen 119:118 versenkte.

Doch die Freude währte nur kurz.

Denn die Wiederholung zeigte deutlich, dass der Ball die Hand erst nach dem Ertönen der Sirene verlassen hatte. Immerhin baute "STAT" mit 39 Zählern seine Serie von 30-Punkte-Spielen auf neun Partien aus.

Neben Stoudemire trumpften bei den Knicks noch Spielmacher Raymond Felton (26 Punkte, 14 Assists), Danilo Galinari (20 Punkte) und Wilson Chandler (18 Punkte, 12 Rebounds) auf.

"The Truth" zollt Respekt

Pierce nötigte die Leistung des Atlantic-Division-Rivalen gehörigen Respekt ab.

"Die Knicks sind angekommen. Sie sind eine Kraft, mit der in Zukunft zu rechnen ist"", erklärte der 33-Jährige: "Ich dachte erst, Amares Wurf hätte gezählt, deshalb bin ich umso glücklicher, dass wir gewonnen haben."

Ähnlich sah es auch Stoudemire: "Wir haben auf jeden Fall Respekt gewonnen. Ich garantiere, dass Boston uns nun respektiert. Wir sind keine Eintagsfliege. Wir sind in der Lage, jede Nacht so zu spielen. Boston weiß das."

Drei Spieler mit Double-Double

Die "C's", bei denen Semih Erden den Platz von Shaquille O'Neal in der Startfünf einnahm, glänzten wie so oft mit einer geschlossenen Teamleistung.

Mit Paul Pierce (32 Punkte, 10 Rebounds) Kevin Garnett (20 Punkte, 13 Rebounds) und Rajon Rondo (14 Assists, 10 Punkte) lieferten drei Spieler ein Double-Double ab. Shooting Guard Ray Allen steuerte 26 Zähler bei.

Allerdings hatte Bostons hoch gelobte Defensive über die gesamte Spielzeit große Probleme mit dem variablen Angriffsspiel der Mannschaft von Mike D?Antoni.

Am Ende gaben die tiefer besetzte Bank, insbesondere Glenn Davis (11 Punkte) und Nate Robinson (9), und die in der Schlussphase etwas bessere Defense den Ausschlag für die Gäste.

Miami Heat - Cleveland Cavaliers 101:95 (46:49)

Mehr Mühe als erwartet hatten die Miami Heat mit den Cleveland Cavaliers.

Durch den 101:95-Erfolg über die Cavs stellte "Miami Thrice" mit zehn Siegen in Folge einen neuen Klubrekord auf.

Topscorer beim Team von Erik Spoelstra war erneut Dwyane Wade mit 28 Punkten, "King James" gelangen gegen seine ehemaligen Teamkollegen 21 Zähler und 13 Rebounds.

Bester Werfer bei den Cavaliers war Daniel Gibson mit 26 Punkten.

Cleveland hält lange mit

"Es war ein gutes Spiel", sagte James: "Wir sind zufrieden, dass wir ein weiteres Spiel gewonnen haben und immer besser zusammen spielen."

Allerdings musste Miami für den Erfolg lange kämpfen, die Cavaliers gestalteten das Spiel gegen den Favoriten bis in die Schlussminuten ausgeglichen.

Trotz der Niederlage war Cavaliers-Coach Byron Scott mit der Vorstellung seines Teams zufrieden: "Der Einsatz war einmalig. Die Spieler haben 48 Minuten lang alles gegeben."

Indiana Pacers - Los Angeles Lakers 94:109 (37:59)

Die Los Angeles Lakers feierten einen ungefährdeten 109:94-Erfolg über die Indiana Pacers.

Bereits nach der ersten Hälfte lag der Titelverteidiger deutlich in Front, so dass Phil Jackson seinen Top-Spielern im letzten Viertel einige Auszeiten gönnen konnte.

Topscorer beim NBA-Champion war Kobe Bryant mit 31 Punkten - 25 davon in Hälfte zwei, Pau Gasol kam auf 29 Zähler.

Bei den Pacers erreichte Point Guard Darren Collison mit 17 Punkten die höchste Ausbeute.

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