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Steve Nash wechselte 2004 von den Dallas Mavericks zu den Phoenix Suns © getty

Der Suns-Playmaker knallt in Chandler hinein und ist benommen. Der Coach lässt ihn draußen. Dallas zieht ohne Nowitzki davon.

Von Barnabas Szöcs

München - Das Wiedersehen von Dirk Nowitzki und Steve Nash dauerte nur wenige Minuten.

Beim 106:91 (54:42) der Dallas Mavericks über die Phoenix Suns war der ehemalige Mavs-Akteur nach fünf Minuten hart mit Tyson Chandler zusammengestoßen und musste den Rest der Partie verletzt von der Bank aus verfolgen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Beim Versuch einer Balleroberung prallte Nash mit gesenktem Kopf auf die Hüfte von Chandler und blieb benommen auf dem Feld liegen. Erst nach minutenlanger Behandlung konnte der Point Guard aufstehen. 325326(DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche)

Nowitzki und Terry mit 18 Punkten

"Ich habe meinen Kopf in einem dummen Winkel angeschlagen, dabei die Wirbelsäule gestaucht und kurzzeitig kein Gefühl in Armen und Beinen gehabt", so Nash. "Zehn Sekunden lang war alles sehr beängstigend, doch dann kam das Gefühl wieder."

Suns-Coach Alvin Gentry ließ Nash nicht mehr aufs Parkett zurückkehren.

Nash, der mit einem Schnitt von 18,1 Punkten und 10,6 Assists pro Spiel in die Partie ging, beendete seinen Tag mit vier Punkten und einem Assist.

Nowitzki und Shooting Guard Jason Terry waren beim 14. Sieg aus den letzten 15 Spielen mit je 18 Punkten beste Schützen der Gastgeber.

Nowitzki kann Geschichte schreiben

Für Nowitzki bahnt sich Historisches an: Nur noch 36 Punkte fehlen dem Deutschen, um Celtics-Legende Larry Bird in der ewigen Punkte-Rangliste zu erreichen. Bird hält mit 21.791 Punkten den 25. Platz, wird aber in ein bis zwei Spielen seinen Rang an Nowitzki abtreten müssen.

"Das ist natürlich eine unglaubliche Sache für mich, ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll", so Nowitzki über seine Platzierung. "Wenn mir das jemand vor zwölf Jahren gesagt hätte, als ich in die NBA kam, hätte ich diese Person für verrückt erklärt."

Spielerisch machte sich der Ausfall Nashs im Spiel der Suns deutlich bemerkbar.

Nowitzki kassierte früh im zweiten Viertel sein drittes Foul und wurde mit vier Punkten auf die Bank beordert. Dafür setzten im zweiten Abschnitt Terry mit 16 und Shawn Marion mit 15 Zählern die Akzente.

Dallas baut Vorsprung im dritten Viertel auf 22 Punkte aus

"Das Spiel hat sich ohne Steve Nash verändert", resümiert Mavs-Trainer Rick Carlisle. "Er ist einer der besten Spieler überhaupt. Er war von Beginn an aggressiv und hätte einen großen Einfluss auf das Spiel gehabt."

Anders als in ihren vorherigen drei Partien gegen Utah, Milwaukee und Portland, verspielten die Texaner den soliden Halbzeitvorsprung nicht und legten im dritten Viertel sogar noch zu.

5:58 Minuten vor Ende des dritten Viertels war der Puffer des Tabellenzweiten der Southwest Division schon auf 22 Punkte (70:48) angewachsen.

Phoenix mit schwacher Wurfquote

Ein Grund für den wachsenden Rückstand der Suns war ihre schwache Wurfquote aus dem Feld: nur sieben von 24 Versuchen landeten im dritten Durchgang im Korb.

Die Dominanz der Mavs zog sich auch durch das Schlussviertel, Phoenix kam nie näher als zwölf Punkte an Dallas heran.

Für die Suns, nach ihrer 13. Niederlage weiterhin Zweiter in der Pacific Division, war Forward Hakim Warrick mit 15 Zählern erfolgreichster Werfer.

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